Familientypen, die zur Depression führen

10. Juli 2016 en Psychologie 766 Geteilt

Depression ist eines der größten Probleme heutzutage. Wir leben in einer Welt, die von Technologie nur so überflutet ist, so dass alles, das Gute wie auch das Schlechte, immerzu größer werden. Jedoch entsteht Depression nicht nur aufgrund externer Faktoren, die wir erleben, sondern auch aus den tieferen Gefühlen, die wir verstecken.

Die Familie kann eine Stütze sein, die dir hilft, weiterzumachen. Aber es gibt auch Familien, die eine negative Rolle einnehmen und dich eher hinabziehen. Dies erscheint einem oft unangenehm und sicherlich freut sich niemand darüber, anerkennen zu müssen, dass seine Familie zur letzteren Gruppe gehört. Doch trotz allem ist es wichtig, diese Typen zu kennen, zu identifizieren und, wenn nötig, sich von ihnen zu entfernen.

„Alle glücklichen Familien sind sich gleich, aber jede unglückliche Familie hat ihren eigenen Grund, warum sie sich so vom Schicksal gebeutelt fühlt.“

Leo Tolstoi 

Die perfekte Familie

Diese Art Familie charakterisiert sich dadurch, von jedem das Maximum zu verlangen. Es reicht nicht aus, ein guter Schüler zu sein oder ein gutes Vorbild abzugeben, man muss immer der Beste sein. Dies wäre nicht schlimm, würde die Familie das Scheitern als einen Teil des Lebens akzeptieren.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen einer perfektionistischen Familie, die Depression hervorruft, und fordernden Eltern, die eine gute Zukunft für ihre Kinder wollen: Der Unterschied liegt in den Mitteln, die erlaubt sind, um das zu erreichen, was man will.

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Eine perfektionistische Familie wird sagen, dass es egal ist, wie du es erreichst, Hauptsache, du schaffst es immer auf den Gipfel. Du fühlst dich so, als würdest du einen Marathon ohne Ende rennen, ohne Belohnung und ohne Hilfe. Erwarte nicht, dass sie dir sagen, dass du etwas gut gemacht hast, denn es wird nie gut genug sein. Eine solche Familie kann eine Depression verursachen, nämlich genau dann, wenn die Außenwelt dir plötzlich zeigt, dass du doch nicht perfekt bist und deine Welt dir auf den Kopf fällt.

„Perfektion erreicht man nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn es bereits nichts mehr zu erhalten gibt.“

Antoine de Saint-Exupery

Die Familie, die dich schlecht macht

Während die perfektionistische Familie dich zwingt, immer besser zu sein, so gibt es auch Familien, die dich durch ihr Schlechtreden sabotieren. Du erhältst eine negative, gegen dich gerichtete Botschaft, die dir sagt, dass du zu nichts zu gebrauchen bist.

In einer solchen Familie wird normalerweise eine Depression durch den Vergleich mir anderen hervorgerufen. Denn hier bist du stets der Verlierer und damit sind die Grundpfeiler der Depression gelegt. Andauernd redet man sich gegenseitig schlecht und es wird über andere so geredet, als ob sie überhaupt keinen Wert hätten.

Kinder, die in einer solchen Familie leben, werden mit dem Gefühl groß, dass sie überhaupt nichts wert sind. Als Erwachsene sind sie unsicherere und neidvolle Personen. Sie halten sich nicht nur für unfähig dazu, geliebt zu werden, sondern sie wissen auch selbst nicht, wie man liebt, und sehr wahrscheinlich lassen sie sich auf destruktive Beziehungen ein. Die Erwachsenen, die in einer solchen Familie groß geworden sind, spüren ein Bedürfnis nach Liebe, aber sie wissen weder, danach zu verlangen, noch sie zu geben.

Die gewalttätige Familie

Gewalt ist ein sehr häufig in Familien auftretendes Problem. Es kann sich um physische Gewalt handeln, ökonomische oder psychologische, aber das Ergebnis ist das gleiche: Eine auf Kontrolle basierende Gemeinschaft.

Es kann auf einen ersten Blick vielleicht nicht offensichtlich sein, aber gewalttätige Familien sind in Wirklichkeit durch eine sehr starke Bindung vereint. Wenn du genau darauf achtest, wirst du merken, dass es kein wirkliches Opfer gibt. Alle handeln so, als befänden sie sich auf dem Schlachtfeld.

Faust-auf-hand

Jeder Einzelne versucht, sich zu verteidigen und als Person durch Dominanz zu bestätigen. Von daher kommen die Beleidigungen, die Schreie, bis hin zu Schlägen, die Teil des Alltags werden. Eine Person, die während ihrer ganzen Existenz in einer solchen Familie gelebt hat und aus dieser Umgebung genommen wird, wird in Depression verfallen. Dies geschieht, weil sie die Wut und der Unmut von innen her vergiftet.

Was mache ich, wenn ich wegen meiner Familie depressiv werde?

Wenn du es bis hierhin geschafft hast und du gemerkt hast, dass deine Familie in dir Depressionen erzeugt, dann solltest du dich zuallererst etwas von ihnen entfernen. Dies solltest du machen, um zum ersten Mal die Kontrolle über dein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Es ist auch empfehlenswert, dass du dir professionelle Hilfe suchst, denn es ist nicht einfach, mit solchen negativen Beziehungen und Gewohnheiten zu brechen. Zu lernen, mit den Menschen in deiner Umgebung in Beziehung zu treten, wird nicht einfach sein, weil du neue Einstellungen von Grund auf erlernen und alte Gewohnheiten ablegen musst.

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