Es ist schlimm, nicht geliebt zu werden. Doch nicht zu lieben ist viel schlimmer

23. März 2016 en Psychologie 8 Geteilt

Lieben, ohne geliebt zu werden, kann sich zu einem der schwierigsten Erfahrungen entwickeln, die wir in unserem Leben erleben. Es ist ein Moment, in dem wir uns verlassen und traurig fühlen und in dem wir ein Gefühl der Leere spüren, das unerträglich wird. Wir können nicht versuchen, zu lieben, ohne den hohen Preis für die Konsequenzen zu zahlen.

Manchmal fühlen wir uns wie im Himmel auf Erden, erleben dieses wunderbare Gefühl, dass wir einfach zu allem fähig sind und dass nichts anderes mehr wichtig ist. Die Liebe hat jedoch auch noch ein zweites Gesicht. Sie gibt uns das Gefühl, als hätte das Leben plötzlich gar keinen Sinn mehr, als hätte alles bereits Erlebte oder Erreichte seinen Wert verloren. Die Träume und Hoffnungen kommen von ihrem Weg ab und machen diesen für die Bitterkeit frei.

 Wenn wir verliebt sind, dann haben wir das natürliche Bedürfnis danach, uns der geliebten Person anzunähern, es ist eine Anziehungskraft, die nicht zu bremsen und nicht aufzuhalten ist, ohne dass wir dadurch leiden.

Man kommt über nicht erwiderte Liebe hinweg

Die Enttäuschung und der Schmerz, durch die wir gegangen sind, können uns als Liebende zusammenbrechen lassen, wir bleiben zurück, ganz der Hoffnungslosigkeit ausgeliefert. Wir spüren das tiefe Gefühl, dass wir schon nicht mehr dazu in der Lage sind, für eine andere Person das Gleiche zu empfinden, wie für die, die wir geliebt haben.

Unwetter-im-Stadtpark

Dies ist ein sehr häufig anzutreffendes Gefühl, das zu der Trauer und der Hoffnungslosigkeit gehört, der wir in diesem Moment erliegen. Es verengt jedoch auch unsere Sichtweise und lässt uns in dieser Situation nicht weiter nach vorn sehen, was sie so noch dramatischer werden lässt. All diejenigen, die bereits durch diesen Prozess gegangen sind, und die bereits all diese Trauer und Einsamkeit gefühlt haben, die damit einhergeht, nicht geliebt zu werden, wissen jedoch nur zu gut, dass diese Enge, in der man in dieser Phase gelebt hat, sich mit der Zeit wieder löst.

Man lernt, auf andere Weise zu leben, gestärkt und mit der Erfahrung, dass es trotz allem möglich ist, unsere Freude und unser Glück wiederzufinden. Angesichts dessen, dass unsere Identität und unsere Lebenslust eigentlich von niemand anderem als von uns selbst abhängt.

Es lohnt sich immer, zu lieben

Lieben hat sich auf jeden Fall schon immer gelohnt, allein deshalb, weil es sich um ein Zeichen des Lebens handelt. Es ist eine einzigartige und nicht wiederholbare Erfahrung, die unsere Welt und unsere Wahrnehmung verändert. Wir eignen uns eine gewisse Feinfühligkeit an, um jeglichen Akt der Liebe wertschätzen zu können. Die Schönheit wird intensiver und unsere Emotionen sind leichter erkennbar, wodurch es für uns einfacher wird, diese zu identifizieren.

Als wir geliebt haben, haben wir unsere Intimität geteilt, haben die Reinheit des Liebens erkannt, haben Aspekte von uns entdeckt, von denen wir nicht wussten, dass wir sie besitzen und wir haben eine größere Kenntnis über uns selbst erlangt.

Beim Lieben haben wir uns mit all unserer Essenz geöffnet, um das Beste von uns zu geben, was uns die große Schönheit zeigt, die wir besitzen, und wie privilegiert wir waren, als wir die Liebe mit all ihrer Herrlichkeit erfahren durften.

Wir sind nicht immer bereit zu lieben

Die Liebe kommt zu dem, der dafür bereit ist, für Menschen, die sich in einem Moment des Lebens befinden, in dem sie es sich erlauben können, dieses Gefühl in ihr Sein zu lassen. Es ist ein großes Privileg, dass die Liebe sich in uns einnistet, unabhängig von der Person, die wir lieben oder ob unsere Liebe erwidert wird oder nicht. Die Liebe als solches ist es wert, wegen all dem, was sie in unser Leben bringt.

Zum Lieben muss man eine gewisse Offenheit für Gefühle zeigen. Es ist nötig, dass eine innere Verbindung besteht, mit einer Sensibilität, die es uns ermöglicht, die ganze Welt mit den Gefühlen zu erfüllen, die die Liebe in uns auslöst.

 Wenn die Liebe vorbei ist und wir den Grund nicht verstehen, dann sollten wir verstehen, dass nichts und niemand die Schuld daran hat, dass uns diese Fähigkeit zu lieben entrissen wurde.

Man muss einfach nur verstehen, dass es sich um ein Gefühl handelt, dass, genauso wie es gekommen ist, auch wieder gehen kann, und während es andauert, müssen wir es in vollen Zügen nutzen, es leben und erleben, ohne Ängste und ohne Misstrauen. Man muss sich lieben lassen, um lieben zu können, was impliziert, dass wir all unsere Energie fließen lassen und spüren, dass wir der Liebe würdig sind.

Weil die Liebe ein Zustand der Reinheit ist, unsere stärkste Flamme, der Atem der Seele, der alles durchdringende Seufzer, der unserem Leben einen Sinn gibt.

Auch interessant