Ein Brief an alle, die gerade fleißig lernen und ein bisschen Kraft brauchen

· 29. Juni 2018

Hier kommt ein Brief an alle, die gerade fleißig lernen und für ihr Vorhaben ein wenig Motivation oder Kraft gut gebrauchen könnten …

Vielleicht hast du vor ein paar Minuten noch gelernt und hast dich dazu entschlossen, eine Pause einzulegen, oder du hast gerade eines deiner Bücher von diesem riesigen Stapel an Lehrwerken geschlossen, weil du für heute dein Lernziel erreicht hast. Falls keine der zuvor genannten Optionen auf dich zutrifft, wage ich jetzt einfach mal zu vermuten, dass du versuchst, dieses so komplexe Konzept zu verstehen, über das du schon zig Mal nachgedacht hast, dann ist eine Fliege vorbeigeflogen und hat dich an deinen Computer oder dein Smartphone gezogen.

Ganz gleich, wie es dazu gekommen ist – die Hauptsache ist, dass wir uns gefunden haben. Du kannst es Zufall, Schicksal oder wie auch immer nennen. Ich möchte dich nur um einen Gefallen bitten: Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um diesen Brief zu lesen. Danach kannst du wieder zu deiner Routine zurückkehren und einfach weitermachen, oder du hebst diesen Brief auf, um ihn später noch einmal zu lesen, wenn du ihn magst. Was du aus diesem Brief machst, das bleibt ganz allein dir überlassen. Ich bitte dich nur darum, mir eine Chance zu geben. Bekomme ich diese Gelegenheit?

Ein Brief an alle, die gerade fleißig lernen und tapfere Kämpfer sind

Zuallererst möchte ich dir danken. Wieso danken? Weil deine Zeit wertvoll ist. Sie ist Teil deiner täglichen Arbeitsmittel – vielleicht sogar das wichtigste -, der Grundpfeiler, der deinen gesamten Kampf stützt. Wie könnte ich dir also nicht für deine Zeit danken?

Bücherstapel auf einem Tisch

Nun will ich aber zum Punkt kommen. Ich bewundere dich! Ja, ich bewundere dich sogar sehr. Du bist ein Paradebeispiel für Anstrengungen und Beständigkeit, für Opferbereitschaft, und du bist der Inbegriff der Aussage „Man muss für seinen Traum kämpfen“.

Jeden Morgen stehst du mit dem Wissen auf, dass ein weiterer Tag in Wahrheit für einen Tag weniger steht. Das ist etwas Gutes und auch etwas Schlechtes. Gut ist es, weil der Weg hin zu deinem Ziel immer kürzer wird; schlecht ist es, weil das bedeutet, dass die Zeit, die dir noch bleibt, um dir neues Wissen anzueignen, schwindet. Deine Augenringe erinnern dich zusammen mit den bereits durchgestrichenen Tagen im Kalender und verinnerlichten Themen daran.

Ich bewundere dich für all deine Arbeit, aber vor allem, weil du ein mutiger Mensch bist, was nicht bedeutet, dass du keine Ängste, Zweifel und sogar Momente hättest, in denen es dich langweilt und du alles hinschmeißen wolltest, weil du schlichtweg nicht mehr kannst. Doch trotz allem machst du voller Kraft, Lust und insbesondere voller Leidenschaft weiter. Sogar an grauen Tagen versuchst du, noch mehr Mühe aufzubringen, dich nicht geschlagen zu geben, um dir selbst zu zeigen, dass du es damit und mit noch vielem mehr aufnehmen kannst. Glaube mir, das muss wertgeschätzt werden.

Ich bewundere dich, weil du vielen anderen Wegen den Rücken gekehrt hast, um diesen Weg zu gehen. Und auch das ist nicht leicht, auch wenn man noch so viel Hoffnung hat. Niemand weiß besser als du, wie es sich anfühlt, einen Plan mit Freundinnen, eine Einladung zum Essen mit anschließendem Kinobesuch, ein Wochenende am Strand oder in den Bergen oder einfach nur zwei Stunden Zeit mit deiner Familie über den Haufen zu werfen. Du musst so oft absagen, stehst wegen dem, was du noch erledigen musst, so oft im Konflikt mit dir selbst, um dich letztendlich davon zu überzeugen, dass in dieser Phase deine Lehrwerke die beste Gesellschaft für dich sind.

Ich bewundere dich, weil du dich verbiegst, um deinen Alltag mit deinem Studium zu kombinieren, denn mit deiner Einstellung erzielst du Erfolge, und deine Organisation, Konzentration und dein Fokus hast du zu deinen stärksten Waffen gemacht.

Vielleicht verstehen andere deine Kombination aus Farben für die wichtigsten Themen oder die Mehrheit der Konzepte, die du in Notizbüchern, auf Blättern und tausenden Post It notiert hast, nicht, aber das ist egal. Das ist deine ganz eigene Geheimsprache, mit der dein Verstand versteht, worauf er sich konzentrieren muss, um eine erarbeitete Lektion durch einen kleinen Anhaltspunkt wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Frau lernt in einer Bibliothek

Lieber Leser, gib nicht auf!

Ich bewundere dich für all das und noch für vieles mehr: für deine Hingabe, für die Nächte bei Kerzenschein und die frühen Morgenstunden, in denen du Gesetze, Berichte, Autoren oder Theorien reflektiert hast, für die Art und Weise, wie du an dich selbst glaubst. Deswegen solltest du nicht aufgeben. Vergiss nicht, dass das Wichtigste an deiner Einstellung du selbst bist.

Lasse nicht zu, dass dir deine Langeweile und Unlust deine Motivation rauben. Erinnere dich jeden Tag selbst daran, wo du angefangen hast, was dein Ziel ist, und vor allem, wie du deinen Weg gehen willst. Doch ganz besonders solltest du an dich selbst glauben. Die Tage, an denen du selbst dein größter Gegner bist, sind die Tage, an denen du für deinen Traum kämpfst, vergiss das nicht.

Lerne, wiederhole das Gelernte und strenge dich an! Jedes einzelne Wort ist es wert, wenn es dich dazu bringt, das Beste aus dir herauszuholen. Und wenn es aus irgendeinem Grund nicht sofort abrufbar ist, solltest du nicht gleich das Handtuch werfen. Alles, was du gelernt hast, hast du dir angeeignet. Lass das deinen Verstand nicht vergessen, streng dich an und pflanze weiterhin Samen, aus denen die Wurzeln deines Wissens sprießen. Aber gib auf keinen Fall auf!

Du musst dich auch um dich selbst kümmern. Du darfst dich selbst auf deinem Weg nicht vergessen. Ernähre dich gesund, schalte hin und wieder ab, treibe Sport und ruhe dich aus. Nur so wirst du genügend Energie aufbringen können, um weiterzumachen. Denn das, was du jeden Tag tust, macht aus dir den Menschen, der du bist.

Nachfolgend möchte ich dir, lieber Leser, ein paar letzte Worte schenken:

Jeder Tag ist eine neue Chance, eine Herausforderung, weiter für deinen Traum zu kämpfen.

Lass dich nicht durch Unlust und Langeweile von deinem Vorhaben abbringen. Begib dich auf die Suche nach noch mehr Vorstellungen, Zielen und Strategien. Jedem steht ein ganzer Tag zur Verfügung. Und an grauen Tagen musst du dich noch mehr anstrengen und dich noch mehr darum bemühen, Motivation zu finden.

Gib nicht auf!

Mach es für dich, weil du es willst, weil es dein Traum, dein Ziel und deine Brücke hin zur Selbstverwirklichung ist. Denn auch wenn du es nicht glaubst, sich gegen etwas zu sträuben, ist ein Beweis der Eigenliebe. Hast du schon einmal so darüber nachgedacht?

Gib nicht auf!

Gib an jedem Tag dein Bestes, keine 100 %, sondern 200 %.

Du bist ein Lehrling, aber auch ein Lehrmeister. Jeder Tag steht für mehr Wissen.

Gib nicht auf, denn eines Tages wirst du dir deinen Traum erfüllen, wenn du dafür kämpfst!

Lieber Leser, ich wünsche dir viel Glück und schicke dir viel Kraft!