Die Macht der Worte: 6 Worte, die dich einschränken

01 Januar, 2021
Die Sprache ist die Grundlage des Denkens. Aus diesem Grund solltest du dir bewusst sein, welchen Einfluss die Worte, die du täglich benutzt, auf dein Leben haben.

In unserem heutigen Artikel befassen wir uns mit der Macht der Worte, besser gesagt, mit sechs Worten, die dir nicht weiterhelfen und dich vielmehr einschränken.

Die Analyse der Sprache aus der Perspektive des neuro-linguistischen Programmierens kann dir dabei helfen zu verstehen, welchen Einfluss sie auf deine Gedanken hat. Ebenso, wie die Worte, die du verwendest, dich tatsächlich darauf programmieren, deine Realität auf eine bestimmte Weise zu erleben. Im Folgenden werden wir auf die Macht der Worte eingehen, indem wir uns sechs Worte ansehen, die dich einschränken.

Einige Ausdrücke, die wir täglich verwenden, sind nicht sehr positiv. Da du dir ihrer Wirkung wahrscheinlich nicht bewusst bist, verwendest du sie weiterhin. Im Folgenden werden wir einen Blick auf diese Worte werfen, was sie sind und wie sie deine Psyche beeinflussen.

Verschiedene Worte, die wir täglich verwenden haben ein Schwere und sind nicht immer positiv

Die Macht der Worte: 6 Worte, die dich einschränken

1. „Nicht“

Dieser Begriff ist paradox, da er dich näher an das heranführt, von dem du wegkommen möchtest. Es ist ein mehrdeutiges Wort, das der Verstand oft nicht registriert. Wenn ich zum Beispiel sage: „Denke nicht an den rosa Elefanten, ist das genau das Bild, das dir in den Sinn kommt.“

Wenn du diese Art von Ausdrücken verwendest, geschieht oft etwas Interessantes. Unbewusst neigst du dazu, das „Nicht“ komplett zu übergehen und dich auf das zu konzentrieren, was als Nächstes kommt. Wenn du dich beispielsweise selbst ermahnst: „Sei nicht nervös“ oder „Ich möchte nicht krank werden“, programmierst du dich tatsächlich darauf, nervös und krank zu sein. Daher ist es viel besser, positive Aussagen wie „Bleib ruhig“ oder „Ich möchte gesund bleiben“ zu verwenden.

2. „Ich muss“

Wenn du sagst, dass du etwas tun „musst“, bestätigst du nur, dass es unangenehm und schwierig sein wird. Zum Beispiel: „Ich muss arbeiten“, „Ich muss sozialer sein“ oder „Ich muss abnehmen“. Wenn du die Dinge auf diese Weise formulierst, werden sie automatisch negativ und schwierig sein.

Die Verwendung von Sätzen wie „Ich möchte“ oder „Ich werde“ ist besser für deine geistige Gesundheit. Die Aussage „Ich möchte sozialer sein“ ist ein Beispiel für eine positive Alternative. Wenn du zum Beispiel sagst „Ich möchte arbeiten“, widerspricht das deinen tatsächlichen Gefühlen, versuche es daher mit „Ich werde arbeiten“. Wenn du deine Aussagen auf diese Weise formulierst, programmierst du dein Gehirn darauf, zu erwarten, dass die Dinge relativ einfach und leicht sein werden.

3. „Aber“

Wenn du das Wort „aber“ verwendest, um zwei Ideen miteinander zu verbinden, wertest du den ersten Gedanken sofort ab. Folglich ist die Botschaft, die vermittelt wird, die negative, die du ans Ende setzt. „Ich liebe dich, aber wir streiten uns zu viel“ oder „Ich habe eine gute Note bekommen, aber ich hätte es besser machen können“.

Eine Möglichkeit, um dies zu vermeiden, besteht darin, „aber“ zum Beispiel durch “und” zu ersetzen. Auf diese Weise bleibt die Hauptaussage erhalten, auch wenn du zusätzliche Informationen hinzufügst. Du kannst auch die Wortreihenfolge umkehren. Zum Beispiel: „Wir streiten zu viel, aber ich liebe dich“. Diese Botschaft  ist viel positiver!

4. „Du Arme“/„Du Armer“

Dies ist ein gängiger, alltäglicher Ausdruck, den Menschen verwenden, um Empathie und Mitgefühl gegenüber anderen Menschen und sich selbst auszudrücken. Zum Beispiel: „Sie haben dich gefeuert, du Arme“ oder „Du Armer, deine Freundin hat dich verlassen“.

Obwohl du dies wahrscheinlich aus guter Absicht sagst, tust du dem Empfänger mit diesem Ausdruck keinen Gefallen. Du programmierst die andere Person(oder dich selbst) im Wesentlichen darauf, sich wie ein hilfloses Opfer zu fühlen. Versuche, einen anderen Ausdruck zu verwenden, einen, der dich ermächtigt und dich (oder die andere Person) an ihre Fähigkeit erinnert, weiterzumachen.

5. Die Macht der Worte „nie“, „immer“, „niemand“ oder „jeder“

Wenn du eines dieser Wörter verwendest, gibst du eine Erklärung ab und förderst eine starre und dichotome Denkweise. „Du machst immer alles falsch“, „Niemand liebt mich“ oder „Ich werde niemals glücklich sein“. Diese Art des Denkens und diese Art von Aussagen sind sehr schädlich und machen es zu einer Bedingung, dass du immer dasselbe erlebst.

Du solltest stattdessen versuchen, realistischere Ausdrücke zu verwenden. Entscheide dich vor allem für Ausdrücke, die Veränderungen und Verbesserungen begünstigen. Zum Beispiel „Ich habe das nicht richtig gemacht“ oder „Ich bin im Moment  nicht glücklich“. Wenn du deine Gedanken auf diese Weise formulierst, konzentrierst du dich auf reale Ereignisse und kannst diese ändern.

Die Sprache ist die Grundlage deiner Gedanken und deiner Kommunikation mit dir selbst und anderen

6. Die Macht der Worte „später“, „morgen“ und „eines Tages“

Diese Wörter implizieren eine Unklarheit über die Zeit, die dem Handeln oft im Wege steht. Sie machen es ein Leichtes, die Dinge auf unbestimmte Zeit zu verschieben. „Ich werde später lernen.“ Doch wann ist später? Später kommt nie. „Eines Tages werde ich anfangen, mich gesünder zu ernähren.“ Doch an welchem Tag genau?

Wenn du deine Ziele tatsächlich erreichen möchtest, vermeide es, diese Worte zu verwenden. Lege stattdessen ein Datum oder einen genauen Zeitpunkt fest, um anzufangen!

Denke immer daran, dass die Sprache die Grundlage deiner Gedanken und deiner Kommunikation mit dir selbst und mit anderen ist. Wenn du nachdenkst, filterst du alles durch die Worte, die du sprichst. Infolgedessen prägen die Worte, die du wählst, die Art und Weise, wie du die Welt siehst.

  • Balordi, E. S. (2005). Modos de divulgación de los principios básicos de la psicología cognitivacomportamental y de la Programación Neurolingüística orientados al cambio lingüístico. Quaderns de Filologia-Estudis Lingüístics10, 293-309.
  • Bavister, S., & Vickers, A. (2012). Programación neurolingüística (PNL). Editorial AMAT.