Die Katzentherapie: Welche 5 Vorteile es hat, mit einer Katze zusammenzuleben

2. Februar 2018

Katzen sind wundervolle Tiere. Sie lieben die Unabhängigkeit, aber sie lieben es auch, verhätschelt zu werden. Manchmal scheint es, als würden sie die Welt hassen. Doch andere Male sind sie so schmusebedürftig, dass es schon beinahe anstrengend ist. Ihr ambivalentes und konfuses Verhalten ähnelt dem des Menschen sehr. Vielleicht ist das der Grund, wieso Techniken wie die Katzentherapie auf dem Gebiet der emotionalen Gesundheit immer mehr an Beliebtheit gewinnen.

Seit vielen Jahren schon erzielt die Hippotherapie unglaubliche Ergebnisse bei autistischen Kindern, bei Kindern, die Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben oder unter einer infantilen Zerebralparese leiden. Auch wenn es keine wissenschaftliche Grundlage gibt, die das belegt, ist es dennoch eine Tatsache, dass sie als ergänzende Therapie motorische und emotionale Fähigkeiten von Patienten verbessern kann.

So haben auch Auswertungen von Katzentherapien gezeigt, dass die Gesellschaft einer Katze physische und psychische Verbesserungen fördert. Obwohl es unmöglich scheinen mag, haben Katzen viel mehr Vorteile für uns als die meisten wahrscheinlich denken würden.

Was ist die Katzentherapie?

Mit der Katzentherapie können Angst, Stress und Depressionen behandelt werden. Sie verbessert die Lebensqualität und schafft eine sehr besondere Verbindung zwischen dem Vierbeiner und seinem Besitzer.

Studien bestätigen darüber hinaus, dass Menschen, die unter irgendeiner Art von Herzerkrankung leiden und die sich eine Katze anschaffen, eher eine Verbesserung erfahren, als die, die das nicht tun. Es ist äußerst interessant, dass ähnliche Studien, die mit Hunden durchgeführt wurden, völlig andere Resultate brachte. Die Besitzer von Hunden, im Gegensatz zu den Besitzern von Katzen, bewegten sich im Mittelfeld. Das bedeutet, dass Menschen, die Katzen haben, ein wesentlich geringeres Risiko aufweisen, an einem Herzinfarkt zu sterben, als Menschen, die keine Katze besitzen.

Ältere Frau mit Katze

Normalerweise eignen sich Katzen gut für Menschen, die allein leben, vor allem wenn sie schon älter sind. Sogar Menschen, die unter einer beginnenden Demenz leiden, können Katzen halten, und die Tiere helfen ihnen, sich an etwas zu erinnern. Wenn sie ein schnurrendes Tier streicheln, verzögert dass die neuronale Degeneration, die mit der Krankheit einhergeht. 

„Wenn ich ein für den Frieden wichtiges Geräusch auswählen müsste, würde ich mich für das Schnurren entscheiden.“

B. D. Diamond

Ein kurzer Rückblick: die Geschichte der Katzen

Über Hunderte von Jahren wurden Katzen wie höllische Wesen behandelt. Man vermutete, dass sie die treuen Gefährten von Hexen, Unglücksbringern und Gesandten des Teufels wären. Ihr unbeugsames und unberechenbares Wesen wurde gleichermaßen von Dorfbewohnern und mächtigen Menschen gefürchtet.

Anderen Zivilisationen waren sie dagegen heilig. In Ägypten wurden sie verehrt, weil sie die Beschützer ihres wichtigsten Gottes waren: Ra. Dieser wurde mit dem Sonnenaufgang geboren und er starb bei Sonnenuntergang. Während der Nacht wurde er für seine Feinde zu leichter Beute. Die Augen der Katzen, in Zusammenhang gebracht mit denen des Löwen, reflektierten die Sonnenstrahlen während der Dunkelheit und warnten davor, Ra anzugreifen.

Lassen wir die Legenden einmal beiseite. Sie als Haustiere zu halten, war ebenfalls eine ziemlich interessante Idee. Im Gegensatz zu Hunden, die als Hütehunde und Jagdhunde benutzt wurden, blieben Katzen zu Beginn begleitende Wildtiere. Sie taten, was sie tun wollten – ob das dem Menschen nützte oder nicht.

Neue Studien weisen darauf hin, dass Katzen sich selbst dazu entschieden haben, sich dem Menschen zu nähern, da er ihnen Nahrung bereitstellte. Ihr sanftmütigen Aussehen führte dazu, dass sie von Viehzüchtern und Bauern gefüttert wurden, die sie letztendlich wegen ihrer großartigen Arbeit als Mäusefänger akzeptierten.

Erst einige Jahrhunderte später wurden Katzen zum steten Begleiter des Menschen. Bis zum 19. Jahrhundert galt es als ungewöhnlich und es war nicht gern gesehen, Haustiere zu haben, da die Unterhaltung dieser als enorme Geldverschwendung angesehen wurde.

Fünf Vorteile der Katzentherapie

Sie mindert die Symptome einer Depression und des Stresses

Katzen rufen bei Menschen, die unter Depressionen, Angststörungen und Stress leiden, eine deutliche Verbesserung ihres Zustands hervor. Ihr Schnurren ist sehr entspannend, stimuliert die Konzentrationsfähigkeit und erzeugt ein sehr angenehmes Ambiente.

Frau küsst die Pfoten ihrer Katze

Sie schenkt Gesellschaft

Für Menschen, die allein leben, ist eine Katze die beste Option. Sie ist sehr unabhängig, wenn sie das möchte, aber auch sehr schmusebedürftig. Manchmal wird sie sogar so anhänglich sein, dass man sich wünschen wird, sie würde das Zimmer verlassen!

Katzen sind sehr witzig und verspielt, daher wird man immer von ihnen unterhalten. Man darf nicht vergessen, ihr Zeit zu widmen, sie richtig zu ernähren, sich um Impfungen und Wurmkuren zu kümmern und ihnen auch sonst zukommen zu lassen, was für eine artgerechte Tierhaltung notwendig ist.

Sie hilft bei Morbus Alzheimer, Autismus und ADHS

Wie bereits erwähnt ist die Katzentherapie eine komplementäre Therapie im Fall von Morbus Alzheimer, Autismus oder ADHS. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Beweise gibt, die diese Theorie stützen würden, sind dennoch Tausende Fälle bekannt, in denen die Katzentherapie die Lebensqualität der Katzenbesitzer verbessert hat.

Sie zu streicheln, ihr Maunzen und Schnurren zu hören sowie zu beobachten, wie sie spielen, wirkt auf viele Patienten beruhigend.

Kindern lernen, Verantwortung zu übernehmen

Eine Katze als Haustier zu haben, ist für Kinder eine große Verantwortung, weil sie sich um sie kümmern, ihr Futter geben und sie erziehen müssen, was nicht immer eine leichte Aufgabe ist. Nun gut, am Erziehen scheitern auch wir Erwachsenen.

Es ist wichtig, mit unseren Kleinen über dieses Thema zu reden, damit sie sich darüber bewusst sind, welch wichtige Aufgabe sie erwartet. Wir müssen ihnen auf jeden Fall klarmachen, dass die Katze ein Tier und kein Spielzeug ist! Man darf sie nicht schlagen, auf den Boden werfen oder am Schwanz ziehen. Lebewesen müssen respektiert und geliebt werden – ihr Leben lang. Und das neue Haustier wird sicherlich viel glücklicher sein, wenn man es nicht belästigt.

Katzen brauchen nur wenig Pflege

Im Gegensatz zu anderen Tieren brauchen Katzen nur wenig Pflege. Außer dass man sie füttern und einmal jährlich zum Tierarzt bringen muss, sind sie sehr reinliche Wesen, die wenig fordern. Sobald sie lernen, dass Katzenklo zu benutzen, werden sie es immer für ihr Geschäft verwenden. Sie waschen sich und ihre Katzenjungen selbst und fordern nicht ständig Aufmerksamkeit ein.

Du darfst nie vergessen, dass eine gesunde Katze einen gesunden Menschen macht.