Die 5-Why-Methode zur Problemlösung

Die 5-Why-Methode hilft bei Problemlösungsprozessen. Sie wurde erstmals von Toyota eingesetzt, um die verwendeten Forschungsmethoden zu bewerten.
Die 5-Why-Methode zur Problemlösung

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 06. April 2022

Die 5-Why-Methode hat sich zur Problemlösung als sehr effektiv erwiesen. Sie wurde ursprünglich von Sakichi Toyoda entwickelt und später von der Toyota Motor Corporation verwendet. Sie kommt auch im Rahmen des therapeutischen Problemlösetrainings zum Einsatz.

Die 1971 von Zurilla und Goldfierd vorgeschlagene Problemlösetherapie nutzt diese Strategie als Grundpfeiler der problemlösenden Psychotherapie. Wir neigen oft dazu, zu prokrastinieren, doch das Lösen von Problemen bringt ein gewisses Maß an Komfort und Ruhe in unser Leben.

Genauer gesagt ermöglicht uns die 5-Why-Methode, das Problem an der Wurzel zu packen, indem wir uns auf die Quelle der Abfolge von Problemen konzentrieren und darauf, wie sie entstehen. Daher zielen die fünf “Warum” darauf ab, die wahrscheinlichsten Ursachen eines Problems zu ermitteln.

Es gibt zwei Haupttypen von Techniken, die diese Methodik erleichtern: das Fischgräten- oder Ishikawa-Diagramm und eine tabellarische Darstellung. Mit diesen Tools kann die Analyse verzweigt werden, um verschiedene Ursachen zu ermitteln, die dem Problem zugrunde liegen könnten.

Mann nutzt die 5-Why-Methode zur Problemlösung

Der Wahrheit näher kommen

Neben den eigentlichen Ursachen von Problemen hilft die 5-Why-Methode, sich der Wahrheit zu nähern. Diese Methodik besteht darin, fünfmal nach dem “Warum” zu fragen, ohne dabei zu streng zu sein. Es kann passieren, dass wir die Ursache des Problems finden und es nicht nötig ist, weiter nach dem Warum zu fragen.

Um diese Methode anzuwenden, ist es erstens notwendig, das Problem zu kennen und zweitens die Menschen zu versammeln, die an der Lösung des Problems beteiligt oder interessiert sind. So können wir die Meinung anderer über die Ursache eines Problems beobachten.

Diese Methode bietet keine einfachen oder strengen Regeln für die Art der Befragung oder dafür, wie weit die Suche nach weiteren Ursachen gehen soll. Selbst wenn sie richtig angewandt wird, hängt das Ergebnis also immer vom Wissen und der Ausdauer der beteiligten Personen ab.

Die 5-Why-Methode in verschiedenen Kontexten

Diese Methode hat sich als effektiv erwiesen und kann in verschiedenen Kontexten angewendet werden. Allerdings laufen wir dabei auch Gefahr, wichtige Informationen zu ignorieren oder sie einseitig zu interpretieren.

Eine grundlegende Motivation für die Durchführung dieser Technik oder ihre wiederholte Anwendung ist Neugierde. Ein Interesse, das über die Jahre nur mit Mühe überlebt, jedoch sehr vorteilhaft ist.

Diese Technik ist besonders für die Gruppendynamik oder im Arbeits- oder Organisationsumfeld nützlich. In diesem Sinne macht uns die Debatte ersichtlich, wie viel Wahrheit oder Gewissheit in bestimmten Ansätzen steckt.

Die 5-Why-Methode im beruflichen Umfeld

Vorteile dieser Technik

Die 5-Why-Methode ist eine Hilfe zum kritischen Denken. Dies ist eine Art des reflektierenden Denkens, das uns dazu ermutigt, über die Wahrheit, wie sie uns präsentiert wird, hinauszuschauen und die tieferen Ursachen mancher Probleme zu erforschen. Die Vorteile der Förderung dieser Art von Denken sind vielfältig:

  • Mehr Kreativität
  • Bessere Problemlösungsfähigkeit
  • Mehr Neugierde
  • Mut zur Unabhängigkeit
  • Sehr vielschichtige Praxis
  • Wichtige Fähigkeit beim Lernen und Instrument zur persönlichen oder beruflichen Entwicklung

Außerdem ist der iterative Effekt des Fragenstellens eng mit dem lateralen Denken verbunden. Dieses ist wiederum eine der Säulen der Kreativität bei Kindern und Erwachsenen. Daher fördert die Iteration die Kreativität, indem sie genutzt wird.

Abschließend lässt sich sagen, dass diese Technik es uns ermöglicht, die Ursache eines Problems zu erkennen, was ein grundlegendes Element in der Methodik der Problemlösung darstellt. Sie kann auf persönlicher, aber auch auf organisatorischer Ebene eingesetzt werden und liefert Erkenntnisse über die Ursachen eines Problems.

Auch wenn es sich um eine Technik handelt, die es uns ermöglicht, der Wahrheit näherzukommen, müssen wir vorsichtig sein. Oft haben Phänomene nicht nur eine einzige Wurzel, sondern die Realität der Ursachen, die sie ausmachen, ist vielfältig und abwechslungsreich. Sie als “Taschentechnik” im Alltag einzusetzen, hat sich als effektiv erwiesen und führt zu validen und positiven Ergebnissen, vor allem, wenn wir sie für weniger komplexe Situationen nutzen.

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