Die 4 häufigsten Probleme mit dem Selbstwertgefühl

15. April 2018 en Psychologie 97 Geteilt
Probleme mit dem Selbstwertgefühl - weinende Frau

Unsere Erfahrungen formen und entwickeln unser Selbstwertgefühl, und das sowohl auf positive als auch auf negative Art und Weise. Wie wir unsere Art zu sein und die Eigenschaften, die uns ausmachen, einschätzen, beeinflussen unser Wohlbefinden. Daher ist es wichtig, Probleme mit dem Selbstwertgefühl nicht einfach zu übergehen.

Das Selbstwertgefühl ist einer der Grundpfeiler unseres Überlebensinstinktes. Der Motor, der uns dazu antreibt, uns gut oder schlecht zu fühlen. Deshalb ist es so wichtig, uns um unser Selbstwertgefühl zu kümmern. Aber manchmal können gemachte Erfahrungen, Wahrnehmungen, Vergleiche oder erhaltene Botschaften uns einen Streich spielen und Einfluss darauf nehmen, wie wir uns selbst wertschätzen. Nachfolgend möchten wir die vier häufigsten Probleme mit dem Selbstwertgefühl einmal genauer unter die Lupe nehmen und uns ansehen, wie wir sie lösen können.

Das Gefühl zu haben, dass wir nichts wert seien, dass wir zu nichts in der Lage seien oder nichts können, oder schlichtweg ein negatives Selbstbild von uns zu haben, sind alarmierende Anzeichen dafür, dass wir ein niedriges Selbstwertgefühl besitzen.

Die 4 häufigsten Probleme mit dem Selbstwertgefühl

Ein negatives Selbstbild haben

Zuallererst betrachten wir uns durch unsere eigenen Augen. Eine realistische Vorstellung von uns selbst sollte daher sowohl die positiven (Stärken) als auch die negativen Aspekte (Schwächen) berücksichtigen.

Wenn wir uns eine Brille mit matten Gläsern aufsetzen, lassen wir nicht zu, dass Licht durchkommt und konzentrieren uns somit nur auf unsere Fehler. Wenn wir aber dazu in der Lage sind, eine andere Brille aufzuziehen, uns anders wahrzunehmen und uns selbst anders zu schätzen, wird sich dieses Selbstbild verändern. Sicherlich sind wir nicht einfach nur ein Fass ohne Boden und bestehen aus unzähligen Schwächen. Wie sollen wir außerdem die gute Seite des Lebens sehen, wenn wir nicht dazu fähig sind, das Gute in uns zu erkennen? Falls unser Leben von Grau und Schwarz bestimmt wird, müssen wir uns vielleicht auf die Suche nach anderen Farben, nach Alternativen begeben.

Frau schaut auf's Meer hinaus

Uns unserer Taten und Gedanken nicht sicher sein

Man sagt so schön, mit dem Wissen wachse der Zweifel. Aber wenn wir unsere Gedanken und Taten ständig hinterfragen, kann uns unsere Unsicherheit gefangen nehmen. Wenn wir uns daran gewöhnen, unseren Fähigkeiten und Handlungsweisen zu misstrauen, berauben wir uns unseres eigenen Wertes und folglich vermindern wir unser Selbstwertgefühl.

Uns zu lieben, bedeutet, uns zu vertrauen, fest an unsere Werte und Prinzipien zu glauben und dazu bereit zu sein, sie zu verteidigen. Ebenso beinhaltet es, uns zu verbessern, wenn wir Fehler machen.

Zu erwarten, dass unsere Mitmenschen für gut heißen, was wir tun wollen und sogar was wir denken, ist nicht der richtige Weg. Oft wissen sie nicht, was wir uns wünschen oder haben andere Prioritäten. Wieso riskieren wir es nicht, ab heute wir selbst zu sein? Auf diese Weise sind wir nicht länger verletzlich und beginnen, uns authentisch zu verhalten.

Die Unmöglichkeit, uns zu akzeptieren

Eines der häufigsten Probleme mit dem Selbstwertgefühl ist, dass wir uns selbst gar nicht erst akzeptieren. Wenn wir uns nicht die Möglichkeit geben, unsere Stärken anzuerkennen und unsere Fehler sowie Gefühle einzugestehen, können wir uns nicht so akzeptieren, wie wir nun einmal sind. Wenn es uns nicht gelingt, mit den verschiedenen Teilen unserer selbst einverstanden zu sein, schwächen wir unser Selbstwertgefühl und letztendlich wird es daran zerbrechen. Wir setzen damit sowohl unserem Wachstum als auch unseren Beziehungen Grenzen.

Was ist denn falsch daran, sich selbst zu entdecken? Sich zu akzeptieren, heißt, die Möglichkeit zu haben, zu reifen, und darüber hinaus öffnet es uns die Tür hin zur Veränderung. Carl Gustav Jung sagte bereits: „Was du unterdrückst, verfolgt dich; was du akzeptierst, verändert dich.“

Nachdenkliche Frau berührt ein rotes Herz

Häufig negative Gefühle verspüren

Wir alle erleben Momente, in denen wir negative oder noch nicht bewältigte Gefühle haben, auch wenn wir uns dessen nicht vollkommen bewusst sind. Falls wir oft negative Emotionen verspüren, ist das ein Zeichen für Probleme mit dem Selbstwertgefühl, das sich auf viele Weisen ausdrücken kann:

  • Unfähigkeit, die positive Seite an etwas zu sehen
  • Perfektionismus
  • Selbsthass
  • Selbstzerstörung
  • Angst
  • Lebensunlust
  • Stimmungsschwankungen
  • Chronische Unentschlossenheit
  • Überempfindlichkeit und/oder Überaktivität
  • Übertriebene Reaktionen
  • Neurotische Schuldgefühle
  • Impotenz

Daher ist es ebenfalls wichtig, unser Selbstbild auf Grundlage unserer Gefühle zu überprüfen. Denn wenn wir uns schlecht fühlen, wird die Art und Weise, wie wir uns selbst sehen, wesentlich schlechter ausfallen, als wenn wir positive Gefühle empfinden. Scham kann uns beispielsweise paralysieren, Wut kann uns unter Druck setzen und Traurigkeit kann dazu führen, dass wir uns überhaupt nicht mehr um Dinge kümmern und wir uns sehr unbehaglich fühlen.

Uns hin und wieder selbst zu überprüfen, gibt uns Aufschluss darüber, wie wir uns selbst schätzen, und ermöglicht uns, mit unseren Gefühlen umzugehen.

Unser Selbstwertgefühl stützt unser Ich

Wenn wir uns nicht um die Probleme mit unserem Selbstwertgefühl kümmern, können sie uns zerstören. An unserer emotionalen Intelligenz zu arbeiten, wird uns dabei helfen, die Art und Weise, wie wir uns selbst schätzen, zu verändern und zu verbessern.

Frau umarmt sich selbst

Werte, Gewohnheiten und Akzeptanz sind ein paar der Faktoren, die unsere Art, zu sein und zu handeln, beeinflussen. Darüber hinaus ist auch das, was wir glauben und wahrnehmen, was andere über uns denken, ausschlaggebend. Uns dessen bewusst zu werden, um angemessen an unserem Selbstwertgefühl zu arbeiten, wird es uns leichter machen, unsere Träume zu verwirklichen und vor allem Wohlbefinden zu erreichen. Wir sollten nicht vergessen, dass sich selbst lieben der Anfang von allem ist.

„Glück ist nicht das, was wir haben; es ist das, was wir sind. Wir dürfen die beiden Konzepte nicht miteinander verwechseln. Wir sind menschliche Wesen und nicht menschliches Kapital.“

Ángel Rielo

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