Albert Einstein: Biografie eines Revolutionärs der Physik

17. April 2019

Albert Einstein war mehr als nur ein Wissenschaftler. Er war ein inspirierender Visionär, jemand, der Schönheit in der Dunkelheit fand, der die Physik revolutionierte und es uns ermöglichte, das Universum auf eine andere Weise zu verstehen. Er sagte immer von sich selbst, dass es ihm an Talent mangele und dass er nur ein leidenschaftlich neugieriger Mensch sei. Nun, diese Eigenschaften, neugierig und kreativ zu sein, waren zweifellos sein größtes Talent.

Wenn die Rede von Einstein ist, beziehen wir uns auf eine der charismatischsten Figuren des 20. Jahrhunderts. Andy Warhol selbst verewigte sein Gesicht auf einem seiner berühmtesten Bilder. Wir alle kennen Einsteins berühmte Gleichung der Masse-Energie-Äquivalenz, E = mc². Aber wir haben ihm vor allem die Grundlagen der Kosmologie, der statistischen Physik und der Quantenmechanik zu verdanken.

Ebenso wird er oft mit Robert Oppenheimer, dem „Vater der Atombombe“ in Verbindung gebracht. Oppenheimers Arbeit führte die Entwicklung der ersten Atombombe, das Manhattan-Projekt, erfolgreich zum Abschluss. Einstein definierte sich selbst jedoch immer als Pazifist. Er betonte immer wieder, wie sehr er es bedauerte, dass er Präsident Roosevelt durch seinen Brief, in dem er vor dem Bau von Atombomben habe warnen wollen, davon überzeugt hatte, diese Forschung zu finanzieren.

Jegliche Fortschritte und Entdeckungen Einsteins haben die Geschichte in vielerlei Hinsicht verändert. Albert Einsteins Arbeiten waren beispielsweise für einen anderen großen Wissenschaftler, nämlich für Stephen Hawking, von größter Bedeutung. Sein Vermächtnis ist so immens und inspirierend, dass viele seiner Vorhersagen auch heute noch bestätigt werden, wie es z. B. bei Gravitationswellen der Fall ist. Auch das erst kürzlich veröffentlichte Bild eines Schwarzen Lochs wird als Beweis von Einsteins Theorien betrachtet.

Das Leben eines Kindes ohne (offensichtliches) Talent, das die Welt erhellte

Schwarz-Weiß-Fotos von Albert Einstein

Albert Einstein wurde im deutschen Ulm als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Sein Vater, Hermann Einstein, war im Getreidehandel tätig. Seine Mutter, Pauline Koch, spielte Klavier. Wie wir sehen können, hat die Musik den berühmten Wissenschaftler von Anfang an begleitet.

Doch in der frühen Bildung war er nicht sehr erfolgreich. Er begann erst sehr spät, zu sprechen, und auch das Lesen und Schreiben erlernte er nicht so früh wie andere Kinder. Auch sein Charakter war in seiner Kindheit anders als später: Er war äußerst verschlossen, introvertiert und still. All das ließ sowohl seine Eltern als auch seine Lehrer denken, dass Einstein in seiner Entwicklung in gewisser Weise zurückgeblieben wäre.

Diese Phase seines Lebens sei, seiner Meinung nach, eine Zeit gewesen, in der er sich zurückgezogen habe, weil er angefangen habe, sich Fragen zu stellen, die sich in diesem Alter niemand sonst stellt. Bereits im Alter von sieben Jahren hinterfragte er das Konzept von Raum und Zeit. Nach und nach, und dank der musikalischen Ausbildung seiner Mutter, seiner geduldigen Schwester und seines Onkels Jakob, der eine große Leidenschaft für Algebra und Wissenschaft hatte, öffnete sich der kleine Albert der Welt und zeigte sich leidenschaftlich und neugierig.

Im Alter von 15 Jahren fing er an, die Infinitesimalrechnung in Eigenregie zu studieren, und mit 17 Jahren begann er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, Schweiz, Physik und Mathematik zu studieren. Kurz darauf traf er die Liebe seines Lebens, Mileva Marić, eine äußerst intelligente Kommilitonin serbischer Herkunft, mit der er später zwei Kinder haben würde.

Sein Vermächtnis als Wissenschaftler

Es war im Jahr 1905, als er mehrere Theorien entwickelte, die ein wichtiger Teil seines Vermächtnisses als Wissenschaftler werden sollten. Für seine erste Theorie erforschte er die Brown’sche Bewegung, also die zufällige Bewegung von Teilchen, die sich in einem flüssigen Medium befinden. Die anderen bezogen sich auf so bedeutende Phänomene wie den photoelektrischen Effekt, umfassen die spezielle Relativitätstheorie und seine berühmte Formel zur Masse-Energie-Äquivalenz.

Schwarz-Weiß-Foto von Albert Einstein

Die Erforschung des pholotoelektrischen Effekts brachte ihm fast zwei Jahrzehnte später, 1921, den Nobelpreis für Physik ein. Albert Einstein war Lehrer und später Professor an den Universitäten in der Schweiz in Tschechien und Deutschland. Mit Hitlers Amtsantritt 1933 musste er jedoch in die Vereinigten Staaten auswandern, wo er die letzten 25 Jahre seines Lebens verbringen und seinerseits zu einem der berühmtesten Wissenschaftler werden sollte.

Am 18. April 1955 starb Einstein an inneren Blutungen aufgrund eines Aneurysmas der Bauchaorta. Er wurde 76 Jahre alt.

„Ich will gehen, wann ich will. Es ist geschmacklos, das Leben künstlich zu verlängern. Ich habe meine Aufgabe erfüllt, es ist Zeit, zu gehen. Und das will ich auf elegante Art vollbringen.“

Albert Einstein

Albert Einstein war ein innovatives Genie

Albert Einstein war ein innovatives Genie. Er machte Gebrauch von dem, was er als „Gedankenexperimente“ definierte. Er verbrachte einen Großteil seiner Zeit damit, sich verschiedene Aspekte seiner Theorien vorzustellen. Er visualisierte zum Beispiel einen Mann, der in einem Aufzug durch den Raum reiste. Er stellte sich auch blinde Käfer vor, die Kurven entlanglaufen. Diese Experimente erlaubten es ihm, ohne Teleskope Aspekte der Schwerkraft oder die Art und Weise zu erklären, wie die Photonen des Lichts – eben jene blinden Käfer – einem kurvigen Weg folgen und nicht einer geraden Linie, wie sie glaubten.

Das Vermächtnis, das uns von Einstein hinterlassen wurde, ist noch immer präsent und entwickelt sich weiter. Darüber hinaus werden viele seiner Theorien, die er sich zuvor mithilfe seiner Vorstellungskraft ausgedacht hatte, heute erst praktisch demonstriert.

Der photoelektrische Effekt

Viele Menschen glauben, dass Albert Einstein für seine Relativitätstheorie den Nobelpreis erhalten habe. Doch er erhielt ihn nicht wegen dieser Theorie, sondern wegen seiner Beschreibung des photoelektrischen Effekts. Dank dieses Fortschritts verfügen wir heute über so wichtige Technologien, wie Fernseher, Solarmodule, Mikrochips, Bewegungsmelder, Fotokopierer, Digitalkameras, automatische Lampen und so weiter.

Die Relativitätstheorie

Mann schaut in den Sternenhimmel

Es war im Jahr 1915, als Einstein an der Preußischen Akademie der Wissenschaften seine Allgemeine Relativitätstheorie präsentierte, mit der er versuchte, das Gravitationsgesetz von Isaac Newton zu ersetzen. Diese Theorie lieferte die wichtigste Grundlage für ein fundiertes Wissen über viele Fakten, die wir heute in Bezug auf das Universum kennen.

Weitere Beiträge

Albert Einsteins Vermächtnis ist umfangreich und die Weichen dafür wurden gestellt mit seinen ersten Veröffentlichungen 1905, über die Brown’sche Bewegung, die Masse-Energie-Äquivalenz und seine einheitlichen Feldtheorie. Damit beschäftigte er sich größtenteils in seinen letzten Lebensjahren und setzte sich das Ziel, seine Erkenntnisse über die Gravitation mit dem Wissen um den Elektromagnetismus zu vereinen. Diese Beiträge von Einstein zur Physik sind weniger bekannt.

Heute noch bleiben viele seiner Theorien genau das – Theorien. Oder man findet Stück für Stück Antworten auf offene Fragen, um uns schließlich etwas Unleugbares zu zeigen. Albert Einstein war ein Pionier, wenn es darum ging, die Geheimnisse des Universums und des Atoms zu lüften. Und das wirkt bis heute nach.

Seine Kreativität, wie auch seine Neugierde, hatten keine Grenzen und gingen Hand in Hand mit seiner rebellischen Art, das Universum zu hinterfragen, mit jenem kritischen Geist, der dazu in der Lage war, alles infrage zu stellen, was andere für selbstverständlich hielten. Denn das ist es schließlich, was einen wahren Wissenschaftler ausmacht: Fakten hinterfragen.

  • Einstein, A. (1956). Investigations on the Theory of the Brownian Movement. Courier Corporation.
  • Einstein, A. (2011). The Theory of Relativity: And Other Essays. Open Road Media.
  • Einstein, A. (1905). Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen. Annalen der physik322(8), 549-560.
  • Einstein, A. (1905). Zur elektrodynamik bewegter körper. Annalen der physik322(10), 891-921.