9 Typen von Arbeitnehmern: Vor- und Nachteile

29. August 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Eine Gruppe von Arbeitskollegen sitzt am Tisch.

Jedes Unternehmen hat verschiedene Typen von Arbeitnehmern. Einige Arbeiter tragen viel zur Entwicklung und Expansion des Unternehmens bei, während andere nicht vermisst würden, wenn sie abwesend wären – oder ihre Abwesenheit wäre sogar ein Anlass zur Freude des ein oder anderen Mitarbeiters oder Chefs. Diese Typen zu unterscheiden, ist manchmal gar nicht so leicht, vor allen Dingen, da einige Arbeiter ihre Faulheit und andere „Qualitäten“ gut zu verstecken wissen.

Das Wissen darum, das unsere Arbeit einen wichtigen Beitrag zu einem Unternehmen leistet, hat einen direkten Einfluss auf unser Selbstwertgefühl. Zusätzlich gibt es uns auch das Gefühl, nützlich zu sein. Leider teilen nicht alle diese Idee der Selbstverwirklichung durch Arbeit bzw. können sie weniger gut nachvollziehen.

Es gibt Menschen, die den Konflikt suchen. Diese Menschen versuchen mit möglichst wenig Aufwand so viel wie möglich zu erreichen. Manch einer von ihnen geht dabei auch über „Leichen“, die seiner Kollegen, um zu bekommen, was er will. Manchmal respektieren sogar Vorgesetzte diese Techniken, weil sie unzuverlässige Personen bevorzugen, wenn diese Menschen größere Vorteile für das Unternehmen erzielen.

Insgesamt ist es eher schwierig, Arbeitnehmer zu finden, die sich in einem solch wettbewerbsorientierten Arbeitsmarkt wirklich für ihr Unternehmen einsetzen. Es ist gleichermaßen problematisch, Mitarbeiter zu finden, die verantwortungsbewusst, selbstbewusst und großzügig sind. Arbeiter, die nicht auf verachtenswerte Verhaltensweisen zurückgreifen, um sich Vorteile gegenüber ihren Kollegen zu verschaffen.

Es ist zudem unethisch, ein Unternehmen an Arbeitern wachsen zu lassen, die sich unwohl fühlen und ihre Arbeit nicht mögen. Darüber hinaus erzeugt es einen schlechten Ruf. Es veranlasst die Mitarbeiter, nach anderen Jobs Ausschau zu halten, die ihnen ein besseres Arbeitsumfeld bieten, das ihre Fähigkeiten angemessen würdigt.

Um herauszufinden, wer ein guter Kollege ist und wen man auf der Arbeit besser meiden sollte, haben wir eine Liste der unterschiedlichen Typen von Arbeitnehmern erstellt. Diese Liste kann jedem helfen, die Vor- und Nachteile der Eigenheiten jedes Mitarbeiters zu verstehen.

Jemand sucht etwas im Internet

9 Typen von Arbeitnehmern: Vor- und Nachteile

Der toxische Kollege

Von diesen Leuten muss man sich fernhalten. Der toxische Kollege ist neidisch, eifersüchtig, gemein und manipulativ. Abhängig von den Menschen, mit denen er sich umgibt, kann er viel Schaden anrichten. Wenn aber seine Kollegen durchsetzungsfähig und ehrlich sind, wird der toxische Kollege nicht so schnell das Arbeitsklima vergiften können.

Wenn dieser Typ Arbeitnehmer die Karriereleiter erklimmt, wird er seine Macht zu seinem eigenen Vorteil nutzen. Toxische Menschen erniedrigen, ignorieren und behandeln die Menschen, die sie als unterlegen betrachten, herablassend. Es macht ihnen nichts aus, ihre eigenen Freunde zu verleugnen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie stehen zwar oft isoliert da, neigen aber dazu, aufgrund ihres giftigen Verhaltens viel Einfluss zu erreichen.

Der Anführer

Dieser Typ von Kollege, der sogenannte Anführer, ähnelt einem Chef. Er ist motiviert, denkt gewinnorientiert, hat viele Ideen und hilft seinen Kollegen, sich wohlzufühlen. Er versucht immer, die Situation zu nutzen, egal wie schwierig sie auch sein mag. In der Regel hat er ebenso viele Bewunderer wie Kritiker, da er in anderen Neid erzeugt.

Der Anführer hat eine gute Beziehung zu seinem Vorgesetzten, ist aber weder Schmeichler noch Pendant. Er mag seine Arbeit und es ist sehr wichtig für ihn, dass sein Team gemeinsam viel leisten kann. Dies kann dazu führen, dass er zu viel von seinen Kollegen verlangt, die nicht seine Untergebenen sind. Das kann Konflikte provozieren.

„Eine Maschine kann die Arbeit von fünfzig gewöhnlichen Männern erledigen. Keine Maschine kann die Arbeit eines außergewöhnlichen Mannes verrichten.“

Elbert Hubbard

Der Pessimist

Der pessimistische Arbeiter ist immer wütend. Er hört nie auf, sich zu beschweren und jede Entscheidung, die man trifft, wird ihm falsch erscheinen. Der Pessimist weiß nicht, wie er sich an Veränderungen anpassen muss, und sein Verhalten kann Konflikte zwischen Mitarbeitern hervorrufen. Dieser Arbeiter kann nichts anderes als Schwarz und Weiß erkennen, was ihn schließlich zum Schwarzseher werden lässt. Er erfreut sich kaum an guten Nachrichten, während schlechte Nachrichten nur seine Unkenrufe bestätigen.

Trotz all seiner Mängel ist der Pessimist weder ein schlechter Mensch noch ein schlechter Arbeiter. Normalerweise macht er seine Arbeit richtig, obwohl er niemals mit den Ergebnissen zufrieden ist. Der Pessimist steht mit beiden Füßen fest auf dem Boden der Tatsachen. Er ist reif und kann andere davon abhalten, ihren Tag gedanklich in einem Wolkenschloss zu verbringen.

Der ewige Optimist

Im Gegensatz zum Pessimisten ist der ewige Optimist immer gut gelaunt. Alles scheint großartig, auch wenn die Dinge nicht gut laufen. Es ist sehr schwierig für ihn, entmutigt zu werden oder aufzugeben und er kann immer Lösungen anbieten. Wenn ihm oder einem anderen Kollegen ein Missgeschick widerfährt, ist er der Erste, der lächelt und sagt: „Es könnte schlimmer sein.“

Der ewige Optimist kann manchmal ein wenig naiv sein. Generell mögen wir optimistische Menschen, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad. Alle Menschen haben Probleme und wollen spüren, dass sich andere in sie einfühlen. Wenn man die mehrdeutigen und gut gemeinten Ratschläge eines Optimisten hört, kann das zu einer emotionalen Trennung von dieser Person beitragen. Das Leben ist voll von Höhen und Tiefen und wir müssen beide hinnehmen können.

Ein Mann im Büro hat ein Post-it auf der Stirn und lacht.

Der Ja-Sager

Zunächst mag der Ja-Sager mit anderen gut auskommen. Je nach seiner Intelligenz weiß er, wem er schmeicheln und wem er folgen sollte. Aber auch er wird irgendwann einmal enttarnt. Er will nett zu allen sein, also zögert er nicht, denen Geschenke, Komplimente und Lob zu geben, die er „gewinnen“ will.

Seine einzige Absicht ist es, die Karriereleiter zu erklimmen. Dies macht es manchmal schwierig, zwischen ihm und toxischen Arbeiternehmern zu unterscheiden. Der Hauptunterschied zwischen beiden besteht darin, dass ein Ja-Sager seine Kollegen nicht schlecht behandelt, nur um Karriere zu machen.

Der Nette

Der Nette ist der beste Kollege, den wir haben können. Er ist fröhlich, aber nicht so naiv wie der Optimist. Dieser Kollege ist großzügig und zögert nicht, anderen zu helfen. Er passt sich gut seinem Umfeld an. Der Nette wird oft übersehen, weil er kein exzentrisches oder unkollegiales Verhalten zeigt.

Dieser Kollege ist hilfsbereit, aber seine Hilfsbereitschaft hat auch Grenzen. Er lässt sich nicht von anderen erniedrigen und weiß, wann er für sich selbst eintreten muss. Seine Arbeit ist ihm wichtig, aber auch seine eigene Würde.

Das Genie

Das Genie verbringt viel Zeit allein. Es interagiert kaum mit seinen Kollegen und sein Verhalten wird oft als seltsam oder exzentrisch beschrieben. Das Genie mag viele Leute nicht und manchmal scheint es, dass es viel glücklicher wäre, wenn er von zu Hause aus arbeiten könnte oder zumindest nicht im Büro sitzen müsste. Er kann etwas unverschämt auftreten und sich manchmal auch absondern, was andere verwirren mag.

Trotzdem ist dieser Typ erstaunlich schlau. Seine Ideen sind innovativ und sehr kreativ, er arbeitet hart und seine Arbeit ist immer tadellos. Meistens wird ihm seine soziale Unfähigkeit wegen seines wertvollen Beitrags zur Firma vergeben.

Arbeitnehmer unterhalten sich im Büro.

Der Faule

Von all den unterschiedlichen Typen von Arbeiternehmern ist der Faule vielleicht der Schlimmste. Niemand weiß, wie er den Job bekommen hat, weil er faul, untätig und unreif ist. Die meiste Zeit geht er von Schreibtisch zu Schreibtisch, belästigt andere mit seinen Kommentaren oder Anekdoten und stört deren Arbeit.

In den Pausen ist er der Erste, der geht, und der Letzte, der zurückkommt. Es macht auch nichts, dass er für dieses Verhalten schon mehr als einmal gerügt wurde. Im Allgemeinen ist der Faule kein guter Angestellter und er trägt oft zu Verlusten in der Firma bei. Seine einzige gute Eigenschaft könnte seine angeborene Fähigkeit sein, sich nicht darum zu kümmern, was andere über ihn denken.

Der Schwätzer

Der Schwätzer weiß immer von allem, was in der Firma passiert. Er ist der Erste, der Neuigkeiten hört, unabhängig davon, ob sie mit der Arbeit oder dem Privatleben der Mitarbeiter zu tun haben. Der Schwätzer liebt es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Er genießt es, dass jeder Kollege zu ihm kommt, wenn er etwas über die anderen Mitarbeiter erfahren will.

Trotz der Popularität des Schwätzers neigen andere Arbeiter dazu, ihn zu meiden. Gerade, wenn es darum geht, jemanden wichtige Dinge anzuvertrauen. Seine Kollegen sind sich der Tatsache bewusst, dass man nicht auf den Schwätzer zählen kann, da er exklusive und vertrauliche Informationen preiszugeben neigt.

Obwohl wir hier neun Typen von Arbeitnehmern vorgestellt haben, könnten Angestellte in noch viel mehr Kategorien aufgeteilt werden. Im Allgemeinen haben die meisten Unternehmen einen oder mehrere Arbeitnehmer, die in unsere Kategorien passen.

Wenn wir uns selbst mit einem der hier vorgestellten Typen identifizieren und wir nicht mögen, was wir über diesen Typ erfahren haben, ist es vielleicht an der Zeit, etwas zu verändern. Optimistischer zu sein, Gerüchte nicht zu beachten oder ein besserer Arbeitnehmer zu sein, sind einige der Dinge, die wir uns vornehmen können, wenn wir unzufrieden sind.

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