9 schöne Nebenwirkungen des Verliebtseins

14. Januar 2019

„Es gibt keine Liebe im Frieden. Sie wird immer von Qualen, Ekstase, intensiven Freuden und tiefer Traurigkeit begleitet“, meint Paulo Coelho. Aber dabei vergaß er wohl einige Aspekte der Liebe. Zweifellos gibt es eine Reihe von schönen Nebenwirkungen des Verliebtseins, wie wir heute sehen wollen. Denn die intensiven Emotionen und die Leidenschaft, die während der Verliebtheit erlebt werden, bewirken Veränderungen im Menschen. Diese treten sowohl auf der Verhaltens- als auch auf der körperlichen Ebene auf.

Nebenwirkungen des Verliebtseins

Liebe ist ein komplexes Gefühl. Tatsächlich ist die Liebe in der Lage, die Art und Weise zu verändern, wie wir die Realität sehen. So mächtig ist es, verliebt zu sein. Deshalb haben sich viele wissenschaftliche Studien auf die Untersuchung der Veränderungen konzentriert, die im Gehirn und im übrigen menschlichen Körper auftreten, wenn er sich in diesem Zustand befindet. Und tatsächlich sind einige dieser Veränderungen wirklich eigenartig, seltsam, aber eben auch wunderschön.

Veränderte Konzentration

Die erste der Nebenwirkungen des Verliebtseins, von der wir sprechen wollen, wurde von Henk van Steenbergen von der Universität Leiden in den Niederlanden beschrieben. Laut diesem Forscher haben Menschen, die verliebt seien, große Schwierigkeiten, Aufgaben zu erfüllen, die Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern. Dieser Effekt ist besonders zu Beginn von Beziehungen spürbar, wenn ein Großteil der kognitiven Ressourcen genutzt wird, um an den Geliebten zu denken.

Frau denkt nach

Es macht uns euphorisch

Laut Lucy Brown, Neurologin an der Albert Einstein School of Medicine in New York (USA), seien wir, wenn wir verliebt seien, auch besonders begeisterungsfähig. Diese Aussage untermauert sie mit Daten aus der Magnetresonanztomografie.

So findet in unserem Gehirn ein Prozess statt, ähnlich dem, den wir nach dem Konsum psychotroper Substanzen beobachten können, da unsere neuronalen Netzwerke die Liebe auf gleiche Weise interpretieren. Dann passiert es eben, dass wir den Überblick über Realität und Zeit verlieren.

Wir sind weniger empfindlich gegenüber Schmerzen

Der Psychologe Arthur Aron von der Stony Brook University in New York sagt, dass durch intensive Liebe viele Bereiche des Gehirns aktiviert würden. Einige dieser Regionen würden auch aktiviert, wenn Medikamente eingenommen würden, um das Schmerzempfinden zu reduzieren. Manchmal kann es daher so einfach sein, wie die Hand des Geliebten zu nehmen, um Schmerzen zu mindern.

Verliebte gehen langsam

Kommen wir zu einer der schönsten Nebenwirkungen des Verliebens: Könnte es sein, dass wir so glücklich sind, dass wir die Zeit nicht vergehen lassen wollen? Wie dem auch sei, Männer sind besonders betroffen. Aber die Realität ist laut Forschung weniger romantisch: Es liegt einfach daran, dass in der Regel die Männer ihr Tempo drosseln, um im Schritt der Geliebten zu gehen, wenn sie zusammen unterwegs sind.

„Weder Abwesenheit noch Zeit bedeuten etwas, wenn man liebt.“

Alfred de Musset

Paar geht am Strand spazieren

Die Herzen der Liebenden schlagen synchron

Diese Nebenwirkung ist wirklich romantisch. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Studien neigen die Herzfrequenzen dazu, sich zu synchronisieren, wenn Liebende zusammen sind.

Ist das kitschig oder schön? Deine Vision von diesem Effekt könnte davon abhängen, wie sehr du verliebt bist, oder?

Die Stimme wird geschärft

Viele Menschen fühlen sich verjüngt, wenn sie sich verlieben. Ist es deshalb so, dass ihre Stimme schärfer wird? Nein. Die Antwort, so die Forschung, ist, dass Liebende dazu neigen, die Stimmen ihrer Geliebten nachzuahmen, als Zeichen von Zuneigung, Respekt und gemeinsamer Identität.

Liebe macht uns blind

Aber nein, du wirst nicht aufhören, zu sehen, egal wie blind die Liebe ist. Eine Person, die viel über ihren Liebsten nachdenkt, schaut jedoch unbewusst von anderen Menschen weg, die sonst als attraktiv angesehen würden. Tatsächlich gibt es sogar einen Namen für dieses Phänomen: Es handelt sich um eine unbewusste kognitive Verzerrung.

Frau mit aufgemalten Herzen auf ihren Händen hält sich die Augen zu

Erweiterte Pupillen

Die Wissenschaft besagt auch, dass, wenn wir verliebt seien, unsere Pupillen sich erweitern. Dieses Phänomen ist mit dem emotionalen Zustand verbunden, in dem wir leben, der von enormer Intensität ist. So werden unsere Augen im Anfangsstadium einer Beziehung zum Spiegel der Seele, wie das Sprichwort besagt.

Wir werden mutiger … und rücksichtsloser

Die Liebe erlaubt es uns, einen blinden Glauben an den anderen Menschen zu haben. In der Tat, nach Studien zeigen vor allem Männer eine große Neigung, Risiken einzugehen, um einen Partner oder potenziellen Liebhaber zu erobern und zu verzaubern.

„Liebe hat nie einen Grund und auch nicht der Mangel an Liebe. Alle sind Wunder.“
Eugene O’Neill

Du kennst nun viele Nebenwirkungen des Verliebtseins, die kurios und schön zugleich sind. Nun, wenn du verliebt bist, genieße es, und erzähl uns doch davon, was diese Liebe mit dir anstellt!