7 sehr interessante Sexualpraktiken

8, August 2017 en Kuriositäten 16 Geteilt

Es gibt ein altes Sprichwort, das besagt: „Geschmäcker und Farben – das sind weite Felder.“  Und das trifft auch zu, was Paraphilien oder ungewöhnliche Sexualpraktiken angeht. Menschen können vielfältige sexuelle Vorlieben haben und durch sehr verschiedene Objekte erregt werden.

Paraphilien zeigen sich als intensives und andauerndes sexuelles Interesse und unterscheiden sich von sexuellen Vorlieben, die als „normal“ betrachtet werden. Das bedeutet: Weder gut, weder schlecht, sondern einfach anders. Man betrachtet sie auch nicht generell als Störung. Damit eine Paraphilie als Störung eingestuft wird, muss Unbehagen erzeugt werden, sich eine negative Entwicklung für das Individuum ergeben oder andere Menschen in Gefahr gebracht werden.

„Niemand ist wie andere. Nicht besser und nicht schlechter. Er ist jemand völlig anderes. Und wenn zwei Leute einer Meinung sind, beruht dies auf einem Missverständnis.“

Jean-Paul Satre

Es gibt Paraphilien, die relativ häufig anzutreffen sind, wie zum Beispiel Exhibitionismus oder Voyeurismus. Andere Paraphilien wie eine Vorliebe für Fetische oder Masochismus bringt man mit ziemlich hohen Kosten in Verbindung. Heute laden wir dich jedoch ein, ein paar sexuelle Vorlieben zu entdecken, die sogar noch außergewöhnlicher sind.

Kuscheltiersex

Ursusagalmatophilie (sexuelles Verlangen nach Teddybären), Plushophilia (die Liebe zu Plüschtieren), Pelztiersex oder Kuscheltiersex sind Begriffe, die zur Beschreibung der Vorlieben von Menschen verwendet werden, die sich von Plüschtieren erregen lassen oder auch von Leuten, die sich als Plüschtiere verkleiden. Diese Paraphilien fallen nicht unter die Zoophilie, weil es nicht um wirkliche Tiere geht. Vielmehr gilt das Interesse den als Tiere verkleideten Menschen oder Tieren mit menschlichen Zügen.

„Furry Fandom“ – eine Fangemeinde für menschenähnliche Tiercharaktere – ist für gewöhnlich nicht sexuell konnotiert. Die sexuelle Variante des „Furry Fandoms“, genannt „Murrsuiting“ (Sex im Fellanzug) oder „Yiff“ (Plüschtiersex)  ist die Vorliebe einer Minderheit. Viele Leute runzeln darüber die Stirn. Normalerweise ist diese Vorliebe im „Furry-Universum“ anzutreffen.

Es gibt „Furry Fandom“-Kongresse in den Vereinigten Staaten, in Europa und in Spanien. Aber viel schwieriger gestaltet es sich, Murrsuiting- oder Yiff-Parties zu finden. Trotzdem gibt es eine Unzahl an Webseiten, Foren und Gruppen, die Veranstaltungen und Versammlungen organisieren. Es werden auch Videos und Bilder zum Thema angeboten.

Furzen

Bei der Olfaktophilie oder Osmolagnie wird das Individuum durch Gerüche erregt. Unter dieser Spielart der Olfaktophilie findet sich das Furzen wieder, auch bekannt als Eproktophilie. Dies steht für sexuelle Erregung durch Gerüche, die vom menschlichen Körper ausgehen, genauer gesagt, durch den Geruch von Verdauungsgasen.

Der Geruchs- und Gehörsinn ist bei dieser Paraphilie ein wichtiges Element, ebenso der Tast- und Sehsinn. Es gibt einige Anhänger, die es vorziehen, sehr nahe an der Quelle zu sein – also in direktem Kontakt – während andere den Geruch lieber  an der Kleidung mögen.

Obwohl diese Paraphilie als eine der seltsamsten angesehen werden könnte, findet man entsprechende Videos auf allen gängigen Webseiten, die Inhalte für Erwachsene anbieten. Bis heute wurden noch keine wissenschaftlichen Studien zu dieser Paraphilie angestellt. Bestimmte Fälle wurden beschrieben, so wie der Fall von Brad, hier wiedergegeben von Mark D. Griffiths:

„Eine meiner häufigsten Fantasien dreht sich darum, dass ich eine Belohnung erhalte, wenn ich eine Aufgabe erledigt habe (…) Da steckt ein Hauch von Unterwerfung drin, nicht unbedingt Masochismus. Die Vorstellung, dabei zu sein, ohne der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein; wo sie mich einfach da sein lässt, ohne sich zu sehr über mich zu beklagen.“

Brad

Spektrophilie oder Exophilie

Mehr noch als Paraphilie wird sie als Phänomen betrachtet, das manche Menschen erlebt haben. Bestimmte Individuen berichteten, wie sie sexuelle Beziehungen mit Geistern (Spektrophilie) oder außerirdischen Wesen (Exophilie) hatten. Andere stellen es sich in ihrer Fantasie vor oder fragen in Internetforen um Rat, wie man ein solches Erlebnis herbeiführt.

Der Fall von Carla Moran, auch als Fall „Doris“ bezeichnet, ist sehr bekannt, wenn man es um dieses Phänomen geht. Diese Frau beschrieb, wie sie von drei Wesen vergewaltigt wurde, die sie für Geister hielt. Andere Frauen, wie die Sängerin Keisha oder die verstorbene Schauspielerin Anna Nicole Smith, bestätigten ebenfalls, solche Erfahrungen gemacht zu haben.

Es würde dem Thema nicht gerecht, dieses Phänomen leichterhand zu verurteilen. Es ist ratsam, einen Experten seines Vertrauens, zum Beispiel einen Psychologen oder einen Psychiater aufzusuchen, wenn du etwas Ähnliches erlebt haben solltest. Du wirst Unterstützung dabei bekommen, deine Erlebnisse zu analysieren und zu verstehen, was sich zugetragen hat.

Füttern

In bestimmten Fällen ist der Vorgang des Essens oder alles, was damit in Zusammenhang steht, das Objekt der sexuellen Begierde. Ein Beispiel dafür ist das Füttern oder das Verspüren von Lust nach einer Gewichtszunahme.

Innerhalb dieser Subkultur lassen sich zwei verschiedene Rollen ausmachen, nämlich die „Fütterer“ und die „Gefütterten“. Die Fütterer sind Menschen, die zugeben, dass sie das Füttern ihrer Partner sexuell erregt. Sie ermuntern sie auch, an Gewicht zuzulegen. Auf der anderen Seite stehen die Gefütterten – Leute, die die Vorstellung anmacht, zu Essen oder an Gewicht zuzunehmen.

Aktuell ist über diese Paraphilie nicht viel bekannt. Ob es eine eigene Paraphilie ist oder eine Variante von anderen damit in Zusammenhang stehenden Paraphilien wie der Morphofilie, d.h. der Vorliebe für Menschen mit gewissen körperlichen Eigenschaften, ist noch unklar. Tatsächlich hat diese Paraphilie viele Anhänger. Das zum Thema verfügbare audiovisuelle Material ist unterschiedlich und sehr facettenreich.

Der Spielfilm Feed thematisiert diese Paraphilie.

Tentacle Rape

„Tentacle Rape“ wird im Japanischen als „Shokushu Goukan“ bezeichnet und könnte mit „Vergewaltigung durch Fangarme“ übersetzt werden. Es handelt sich hier um eine sehr populäre Paraphilie. Wie der Name schon sagt, ist diese Paraphilie eine Spielart, bei der die Hauptdarsteller Tentakel sind. Diese Fangarme können Tieren, fiktionalen Monstern oder Menschen gehören, die sich mithilfe von Tentakeln verkleiden.

Obwohl dieses Genre als Tentacle Rape bekannt ist, geht es bei dieser Fantasie nicht immer um Vergewaltigung, da der Liebesakt in beiderseitigem Einverständnis vollzogen wird. Dennoch überwiegt der Aspekt der Beherrschung, da die Frau, die für gewöhnlich diejenige ist, die den Tentakeln ausgesetzt wird, sich nicht bewegen kann und ihrem Partner unterworfen ist.

Tentacle Rape ist eine Unterkategorie des „Hentai“. Der Begriff Hentai bedeutet Manga oder Anime mit pornografischem Inhalt und kommt ursprünglich aus Japan, aber entsprechendes Material wird weltweit konsumiert. Es gibt Webseiten, die sich exklusiv dieser Unterkategorie widmen – zum Beispiel mit einer Vielzahl an themenbezogenen Videos und Bildern.

Zerquetschen

Der „Chrush-Fetisch“ ist eine der erstaunlichsten Paraphilien. Hier wird die sexuelle Erregung durch das Zerquetschen von Dingen erreicht – wie zum Beispiel dem Zerquetschen von Früchten, Insekten oder Lebewesen. Es handelt sich um eine Mischung aus Fußfetischismus, Beherrschung und Sadismus. Normalerweise sind die Objekte, die zerquetscht werden, Früchte oder Kleintiere.

Man findet im Netz Seiten, die ausschließlich dem Crush-Fetisch gewidmet sind. Dort finden sich Bilder und Videos von Frauen, die verschiedene Objekte oder Tiere zertreten. In diesen Videos sind hauptsächlich Frauenfüße zu sehen, der Vorgang des Zerquetschens und die Überreste der zertretenen Dinge oder Lebewesen.

Es gibt zwei Spielarten: den weichen und den harten Crush-Fetisch. Bei der weichen Variante werden Früchte, Insekten oder kleine Weichtiere zerquetscht. Beim harten Fetisch können die Opfer dieser Grausamkeiten Hasen, Kätzchen oder Vögel sein. Auf jeden Fall wird das Verwenden lebender Tiere für Sexualpraktiken als Tierquälerei aufgefasst und ist gesetzeswidrig. Es sollte zur Anzeige gebracht werden.

Türgriff-Shojo

„Türgriff-Shojo“ bezeichnet Fotos von jungen Mädchen, die an Türgriffen lecken. Diese Bilder, die alles andere als unschuldig sind, haben eine deutlich sexuelle Konnotation. Auf vielen dieser Fotos stellen Mädchen Posen und Gesichtsausdrücke nach, die für oralen Sex charakteristisch sind.

Die Geschichte des Türgriff-Shojo nahm auf Twitter seinen Anfang. Diverse Blogs wurden ins Leben gerufen, in denen es um Mädchen geht, die an Türgriffen lecken. Über dieses Phänomen gab es sogar eine Fernsehshow.

Manchmal geht dieses Fantasie über das Lecken hinaus und umfasst Spielchen mit dem Türgriff. Es gibt auch andere Varianten, die dieser Praktik sehr ähneln. Dort wird zum Beispiel ein Schalthebel anstelle eines Türgriffs verwendet.

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