5 Ratschläge, um zu lernen, über sich selbst lachen zu können

10 April, 2018

Zu lernen, über sich selbst lachen zu können, ist der einfachste Weg in Richtung innerer Frieden, Resilienz und Güte. Ihn zu begehen ist allerdings nicht so einfach, wie es den Anschein haben mag. Es handelt sich nämlich nicht um eine Fähigkeit, die wir von heute auf morgen erlangen. Nur wer wirklich reif und glücklich ist, kann das Ziel erreichen.

Um zu lernen, über sich selbst zu lachen, müssen wir uns selbst zunächst gut kennen. Und wir müssen uns selbst akzeptieren. Wenn wir das Glück hatten, in einem Umfeld aufzuwachsen, das diese Fähigkeiten förderte, dann ist das wunderbar. Falls nicht, müssen wir tagtäglich daran arbeiten, um uns diese anzueignen oder sie zu stärken.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der jeder jeden verurteilt. Und das passiert sehr häufig ohne jegliches Feingefühl. Das ist das Ergebnis einer kollektiven Unsicherheit. Diese Verurteilungen verschrecken jedoch viele Menschen. Zu lernen, über sich selbst zu lachen, ist eine Möglichkeit, sich von der Meinung anderer unabhängig zu machen. Aber wie gelingt uns das? Hier geben wir ein paar hilfreiche Ratschläge.

„Glücklich sind die, die über sich selbst lachen können, denn sie werden nie aufhören, sich zu vergnügen.“

Sankt Thomas Morus

1. Kombiniere das, was du bist, mit dem, was du sein möchtest

Eine Sache ist das, was wir sind, und eine andere, was wir sein wollen. Das scheint offensichtlich zu sein, aber hin und wieder verwechseln wir beide Aspekte miteinander. Besonders dann, wenn man uns eingetrichtert hat, wie wir „sein müssen“, was der häufigste Grund dafür ist, dass wir nicht zwischen der Realität und den Erwartungen an uns selbst unterscheiden können. Wenn das passiert, ist es so, als würden wir immer in der Schuld von jemandem stehen.

Smiley-Anhänger

Dieses „sein wollen“ und „sein sollen“ macht es uns unmöglich, das wertzuschätzen, was wir sind. Wir sind zum Beispiel recht klein, ernteten dafür stets Spott und mussten uns gemeine Kommentare gegen kleine Menschen anhören, sodass wir heute diese Eigenschaft von uns verabscheuen. Wir lassen uns von großen Menschen einschüchtern oder ziehen hochhackige Schuhe an, damit nicht auffällt, dass wir klein sind, anstatt all diese Situationen zu genießen, in denen es von Vorteil ist, nicht ganz so groß geraten zu sein oder einfach über unsere Körpergröße zu lachen, wenn wir uns auf die Zehenspitzen stellen müssen und trotzdem nicht an das kommen, was wir gerade haben möchten.

2. Entwickle eine egoistische Intelligenz

Um zu lernen, über sich selbst lachen zu können, müssen wir den Narzissmus zurückschrauben und einen gesunden Egoismus entwickeln. Mit Narzissmus ist das Gefühl, sehr stolz auf sich zu sein, gemeint. Ein gesunder Egoismus aber ist auf der Suche nach dem persönlichen Wohlbefinden, bevor man es allen anderen recht machen will.

Wenn man ein sehr starkes Gefühl hat, auf sich selbst stolz zu sein, fällt es schwer, zu lernen, über sich selbst zu lachen. In diesen Fällen besteht der Wunsch, besser, schöner, intelligenter als alle anderen zu sein. Da es sich dabei um einen unmöglichen Wunsch handelt, ist Frust vorprogrammiert.

Wenn wir hingegen Situationen auf intelligent egoistische Weise analysieren, akzeptieren wir uns als unvollkommene Menschen, die vor allem sich selbst treu sein wollen. Dadurch fällt es uns leichter, über unsere Fehler oder Schwächen zu lachen, ohne dabei im Hinterkopf zu haben, ob wir gut oder schlecht mit anderen klarkommen. Genau das ist ein gesunder Egoismus.

3. Gehe nicht zu hart mit dir ins Gericht, um zu lernen, über dich selbst zu lachen

Manchmal sind wir selbst unser strengster Richter. Wir bewerten uns selbst wahnsinnig streng. Wir akzeptieren unsere Fehler nicht und tadeln uns dafür. Und oftmals endet es damit, dass wir mehr von uns verlangen als wir geben können.

Mann hält sich seine Hand vors Herz

Um zu lernen, über sich selbst zu lachen, ist es notwendig, dass wir uns wohlwollend ansehen. Damit ist gemeint, zu verstehen, dass wir Wesen sind, die Fehler machen, die unvollständig und unvollendet sind. Etwas falsch zu machen, zu sagen oder zu denken ist keine schlimme Sünde, sondern eine Schwäche, die uns menschlich macht, und auch eine Möglichkeit, um uns zu verbessern und uns weiterzuentwickeln.

4. Lerne, dein eigener Komplize zu sein

Wenn man nicht auf sich selbst baut, baut man auf niemanden. Anstatt eine strenge und unflexible innere Stimme zu haben, sollten wir eine andere entwickeln, die uns unterstützende Worte zukommen lässt. Wir sollten uns darum bemühen, uns zu vergeben anstatt uns die Schuld zu geben, uns zu motivieren anstatt uns zu bestrafen und uns zu schätzen anstatt uns zu beschimpfen.

Wer sich selbst unterstützen kann, wird nicht wieder unvorsichtig oder fahrlässig sein. Zu streng mit uns zu sein, führt nur zu emotionalem Unbehagen. Wenn wir hingegen flexibler und freundschaftlicher mit uns umgehen, werden wir ausgeglichener sein und eine bessere Beziehung zu uns selbst haben.

5. Übe dich darin, zu lachen

Es ist nur von Vorteil, jeden Tag eine Gelegenheit zu suchen, um zu lachen. Zu lachen ist für unsere emotionale Gesundheit einfach wunderbar, aber darüber hinaus hilft es uns dabei, nicht alles so engstirnig zu sehen. Es vereinfacht diesen Prozess, das Leben nicht zu ernst zu nehmen, und ermöglicht, dass alles spontaner fließt. Letztendlich führt es dazu, dass wir uns in unserer eigenen Haut wohler fühlen.

Lachende Frau

Zu lernen, über sich selbst zu lachen, ist unabdingbar, um mental gesund zu sein und zu bleiben. Außerdem können wir so viel besser mit unserem sozialen Umfeld umgehen. Wenn es uns gelingt, zu verstehen, dass das Gefühl von Stolz oder Überlegenheit nur hinderlich ist, machen wir einen großen Schritt nach vorn. Bescheidenheit hingegen macht uns weniger anfällig für Kritik, Spott und die Meinungen anderer.