5 psychologische Vorteile des Schwimmens

· 5. März 2019

Schwimmen ist eine Sportart, die Menschen allen Alters empfohlen wird und für die kaum körperliche Einschränkungen bestehen. Tatsächlich kümmern wir uns aber nicht nur um unseren Körper, wenn wir uns im Wasser bewegen, sondern auch unseren Geist: Wir bringen gleichzeitig die verschiedensten Muskeln in Bewegung, ohne unsere Gelenke zu überlasten, regen unseren Kreislauf an und schalten die Alltagssorgen ab.

Aus psychologischer Sicht ist das Schwimmbad eine regelrechte Oase, zu der alltäglichen Probleme und die damit verbundenen Sorgen keinen Zutritt haben. Wenn wir schwimmen, können wir zudem weitere Stärken entwickeln, wie Disziplin, Ausdauer und Beharrlichkeit.

Wir haben es in obiger Aufzählung bereits angedeutet: Die physiologischen Vorteile des Schwimmens sind nahezu unbegrenzt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Schwimmsport ein besonders „kompletter“ Sport ist, mit dem wir muskuläre Imbalance, wie sie aus zahlreichen weiteren Disziplinen resultiert, vermeiden bzw. ausgleichen können. Unser Herz-Kreislauf-System profitiert enorm vom Schwimmen, genau wie unsere Muskulatur. Wir stärken Ausdauer und Kraft, werden zwar nicht zum Bodybuilder, aber erhalten einen gesunden und durchaus ansehnlichen Körper im Gegenzug für unsere Disziplin.

Viele Menschen entdecken das Schwimmen erst dann für sich, wenn sie ihren gewohnten Aktivitäten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen können. Dafür mag eine Verletzung verantwortlich sein – wobei sich im Schwimmbad schonend wieder Muskulatur aufbauen lässt – oder eine chronische Erkrankung, wie Arthritis. Es gibt wohl kaum eine Sportart, die so gelenkschonend ist wie das Schwimmen.

Wegen all dieser Vorteile wird die Frage nach einer geeigneten (Einstiegs-)sportart von vielen Ärzten mit „Schwimmen!“  beantwortet. Das Zielpublikum ist breit: Von kleinen Kindern, die noch Schwimmhilfen brauchen, über jene, die sich bereits selbst über Wasser halten können, Erwachsene aller Formen und Größen, bis hin zu Senioren, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen vielleicht nicht mehr joggen oder Fußball spielen können.

Schwimmer

Aber das Schwimmen empfiehlt sich nicht nur, um Verletzungspausen zu überwinden oder eine Genesung anderer Art voranzutreiben. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass regelmäßiges Schwimmen vielerlei Erkrankungen vorzubeugen hilft. Das lässt sich damit erklären, dass der Schwimmsport körperliches und geistiges Wohlbefinden fördert. Im Wasser tonisieren wir nicht nur Bauch, Beine und Po, sondern auch unser Gehirn. Nicht umsonst werden das Schwimmen und körperlich weniger anspruchsvolle Varianten wie Aquajogging und Aquafitness all denjenigen ans Herz gelegt, die mit psychischen Störungen zu kämpfen haben.

Nun sind wir bereits im Detail darauf eingegangen, wie unser Körper vom Schwimmen profitiert. Kennst du aber auch die psychologischen Vorteile des Schwimmens? Wir stellen sie in diesem Artikel vor.

Schwimmen gegen den Stress

In erster Linie hilft auch das Schwimmen bei der Bewältigung von Stress. Im Wasser können wir Stress abbauen, mindestens genauso sehr wie bei der Ausübung anderer Sportarten. Es handelt sich um eine entspannende Disziplin, bei der wir gezwungen sind, uns auf unserer Atmung zu konzentrieren und diese zu regulieren. Gleichzeitig aktivieren wir den Sauerstofftransport zu unseren Muskeln.

Es ist auch erwiesen, dass das Schwimmen die Entwicklung von Neuronen in jenen Gehirnabschnitten anregt, die von chronischem Stress besonders betroffen sind. Wir entspannen also nicht nur, sondern steigern parallel dazu unsere Fähigkeit, Konflikten zu begegnen und Probleme zu lösen. So lassen wir Stress gar nicht erst entstehen.

Schwimmend Energie tanken

Müdigkeit, gar Erschöpfung, sind nach einer intensiven Trainingseinheit zu erwarten. Kurzfristig gilt das auch für den Schwimmsport, aber es ist erstaunlich, wie schnell sich unsere Akkus wieder füllen, nachdem wir ein paar Runden im Becken gedreht haben. Tatsächlich wird empfohlen, früh am Morgen zu schwimmen, um energiegeladen in den Tag zu starten. Probiere es einmal aus! Du wirst sehen, dass es dir so viel leichter fällt, deinen Arbeitstag und alltägliche Herausforderungen zu bewältigen. Und das Beste ist, du wirst dich gut dabei fühlen!

Papierschiff im Wasser

Schwimmen für das Selbstwertgefühl

Du wirst dich deshalb gut fühlen, weil du beim Schwimmen dein Selbstwertgefühl stärkt. Gewissermaßen trainieren wir nicht nur unseren Körper, sondern auch unseren Geist. Auf der einen Seite verbrennen wir jede Menge Fett und bringen unsere Muskeln in Form. Auf der anderen Seite stärken wir unser Vertrauen in uns selbst. Und daraus resultiert ein Dominoeffekt: Wenn wir uns besser mit uns selbst fühlen, hebt das unsere Stimmung und wir sind eher in der Lage, Probleme zu lösen.

„Um zu erreichen, was du bisher nicht erreichen konntest, musst du tun, was du bisher nicht getan hast.“

Mireia Belmonte

Training für das Gehirn

Beim Schwimmtraining kurbeln wir unseren Kreislauf an und unser Herz pumpt mehr Sauerstoff in die Peripherie. In jener Peripherie liegen nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn. Beim Schwimmen wird es deshalb mit mehr Sauerstoff versorgt, was mehr ist als nur ein positiver Nebeneffekt: Je besser unser Gehirn funktioniert, desto effektiver wird die Muskelarbeit koordiniert.

Wenn wir regelmäßig schwimmen, stellen wir bald fest, dass es uns zunehmend leichter fällt, jenen Verpflichtungen nachzukommen, die uns unser Alltag auferlegt. Dafür ist auch ein verbessertes Konzentrationsvermögen verantwortlich.

Vorbeugung von Depressionen

Der letzte der psychologischen Vorteile des Schwimmens, die wir heute aufzählen möchten, ist seine Wirkung als Antidepressivum. Zwar handelt es sich um einen Einzelsport, aber es wird meist in der Gruppe trainiert. Damit wird die Schwimmstunde zu einem sozialen Erlebnis, zu einer Bereicherung im zwischenmenschlichen Sinn. Außerdem bringt das Schwimmen immer wieder Erfolgserlebnisse, wenn wir nämlich die Herausforderungen bewältigen können, die sich uns in dieser Trainingseinheit stellen. Dabei werden Endorphine und Neurotransmitter, die unsere Stimmung heben, freigesetzt.

Schwimmerin

Wahrscheinlich wusstest du, dass das Schwimmen aus sportwissenschaftlicher Sicht zahlreiche Vorteile bietet. Der Schwimmer trainiert sowohl aerobisch als auch anaerobisch, Ausdauer und Kraft. Und das, ohne seinen Bewegungsapparat über Gebühr zu belasten. Nun weißt du auch, dass sich die Psychologen ebenfalls zu den Fans des Schwimmsports zählen. Worauf wartest du also noch, um ins kühle Nass zu springen?