5 Anzeichen dafür, dass ein Kind gemobbt wird

· 14. Juli 2018

Es ist nicht immer einfach, zu erkennen, ob ein Kind gemobbt wird. Außerdem schweigen Kinder oft, wenn sie in der Schule gemobbt werden. Um sicherzustellen, dass das Mobbing-Opfer die sogenannten Mobber nicht verrät, drohen ihm diese mit verschiedenen Strafen, wenn sie jemandem davon erzählen, was mit ihnen passiert.

Das Phänomen des Mobbings existiert schon seit Langem. In den letzten Jahren wurde es jedoch durch mehrere Faktoren verstärkt und intensiviert, und wir wissen, dass dies hauptsächlich auf den Zugang zu neuen Technologien zurückzuführen ist, die einen unpersönlichen Umgang mit anderen ermöglichen.

„Menschen, die sich selbst lieben, verletzen andere Menschen nicht. Je mehr wir uns selbst hassen, desto mehr wollen wir, dass andere leiden.“

Dan Pearce

Man weiß nie, welche Konsequenzen es hat, wenn ein Kind Opfer von Mobbing ist. In manchen Fällen finden Kinder einen Weg, damit umzugehen, in anderen allerdings verletzt es sie so sehr, dass es ihre emotionale Stabilität gefährdet. Es gibt weiterhin Fälle, in denen Kinder so stark unter dem Mobbing leiden, dass die Konsequenzen einfach nur verheerend sind. Deshalb ist es wichtig, auf Anzeichen zu achten, die auf Mobbing hinweisen. Die folgenden fünf Anzeichen lassen darauf schließen, dass ein Kind gemobbt wird.

Was sind die Anzeichen dafür, dass ein Kind gemobbt wird?

1. Das Kind erkrankt auf unerklärliche Weise

Wenn ein Kind gemobbt wird, kommt es oft vor, dass es physische Symptome zeigt. Normalerweise handelt es sich dabei um unbestimmte Probleme. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ticks und weitere ähnliche Symptome.

Junge liegt krank auf dem Sofa

Üblicherweise verlieren Kinder, die gemobbt werden, auch ihren Appetit oder ändern ihre Essgewohnheiten. Es kann gut sein, dass ein betroffenes Kind auf einmal nur noch sehr bestimmte Lebensmittel essen will oder Essen verweigert, das es früher gern gegessen hat. Darüber hinaus kann das Kind nur noch schwer einschlafen oder nicht mehr durchschlafen.

2. Das Kind zieht sich zurück und ist leicht reizbar

Veränderungen im Verhalten eines Kindes, das Opfer von Mobbing ist, sind sehr auffällig. Fast immer ziehen sich betroffene Kinder zurück. Sie wirken nachdenklich, still und traurig. Aber wenn man sie darauf anspricht, antworten sie, dass es ihnen gut gehe und das wir uns irren.

Genauso kann es vorkommen, dass sie reizbarer und intoleranter als zuvor sind. Sie sind schlecht gelaunt, geben sich passiv-aggressiv, zum Beispiel damit, dass sie keine Antwort geben, wenn man mit ihnen redet, oder dass sie ihre Miene verziehen. Es ist gerade so, als wären sie die ganze Zeit verärgert oder genervt.

3. Die schulischen Leistungen verschlechtern sich

Oftmals verschlechtern sich die schulischen Leistungen von Mobbing-Opfern. Häufig ist es so, dass betroffene Kinder ein wenig zerstreut werden. Sie vergessen, ihre Hausaufgaben zu machen, interpretieren Anweisungen falsch oder zeigen sich schlichtweg lustlos.

Junge sitzt allein mit seinem Handy auf einer Treppe

Sie wirken abwesend und gehen nicht verantwortungsvoll mit ihren Aufgaben um. Sie scheinen mit ihrem Kopf woanders zu sein und deshalb sagen sie manchmal, dass sie die Erklärungen im Unterricht nicht verstehen würden. Es ist auch häufig der Fall, dass es ihnen sehr schwer fällt, am Morgen aufzustehen und sie versuchen sich ständig irgendwelche Vorwände einfallen zu lassen, um nicht in die Schule gehen zu müssen.

4. Mobbing-Opfer schotten sich von anderen ab

Kinder, die unter Mobbing in der Schule leiden, neigen dazu, sich von anderen abzuschotten. Sie wollen nicht an schulischen Aktivitäten teilnehmen. Sie verbringen mehr Zeit zu Hause und zeigen sich überhaupt nicht begeistert, sich mit ihren Klassenkameraden zu treffen. Sie werden zu Kindern, die nur noch strikt dem Stundenplan folgen, aber keine Minute länger in der Schule bleiben wollen, wenn das letzte Stundenklingeln ertönt.

Im Laufe der Zeit suchen ihre Freunde seltener den Kontakt zu ihnen. Sie rufen sie nicht mehr an und zeigen kein Interesse mehr daran, sie bei Aktivitäten dabei zu haben. Es ist gut möglich, dass ein Kind, das gemobbt wird, lieber Aktivitäten im Stillen nachgeht, wie Videospiele zu spielen. Oder es verbringt viel Zeit allein am Computer, zeigt sich planlos und geht von einem Ort zum anderen.

5. Physische Anzeichen werden sichtbar

Hin und wieder kommt das Kind mit Verletzungen nach Hause. Manchmal sind das Prellungen, Kratzer oder Schrammen. Mobbing-Opfer werden jedoch nicht immer geschlagen. Manchmal werden sie auf andere Art gemobbt: Man stellt ihnen ständig nach, um ihnen z. B. ihr Pausenbrot zu klauen oder um sich über es lustig zu machen.

Junge sitzt in einer Ecke und weint

Es ist normal, dass ein Kind, das gemobbt wird, es verneint, über das Geschehene zu sprechen. Es zeigt sich sogar aggressiv, wenn man es immer wieder fragt, was passiert. Trotz dieser Tatsache solltest du nicht klein beigeben, wenn du den Verdacht hast, dass dein Kind Opfer von Mobbing ist. Frage immer wieder behutsam nach, ohne es unter Druck zu setzen, und bewahre die Ruhe.

Wenn dir dein Kind nicht davon erzählen möchte, kann es auch sein, dass es nicht daran glaubt, dass du dazu in der Lage seist, mit der Situation umzugehen. Vielleicht hat es Angst davor, dass du ihm Vorwürfe machst, oder dass du ein Problem in der Schule verursacht, das noch schlimmere Konsequenzen nach sich zieht. Daher solltest du zuerst versuchen, Vertrauen aufzubauen, um ihm daraufhin zu zeigen, dass du ihm helfen kannst und sich seine Situation ändern kann.