4 Tipps für Eltern-WhatsApp-Gruppen

· 21. Januar 2019

Die neuen Technologien ermöglichen es uns, größeren Anteil an der Bildung unserer Kinder zu habe. Heutzutage gibt es Plattformen, um ihre Noten online einzusehen, und es werden sogar Benachrichtigungen versendet, die Neuigkeiten über das Schulleben des Kindes beinhalten. Keine Frage, das Internet hat das derzeitige Bildungssystem revolutioniert.

Eine der häufigsten Methoden, um über die schulischen Aktivitäten unserer Kinder auf dem Laufenden zu bleiben, sind Eltern-WhatsApp-Gruppen. Wer diesen beitritt, kann mit anderen Eltern in Kontakt bleiben, Meinungen und Wissen austauschen. Das kann Eltern helfen, sich weniger isoliert zu fühlen. Abgesehen von all diesen Vorteilen können Eltern-WhatsApp-Gruppen aber auch Probleme mit sich bringen, wenn sie unangemessen verwaltet werden.

Daher werden wir in diesem Artikel darauf eingehen, was man vor dem Beitritt wissen sollte, um das volle Potenzial von Eltern-WhatsApp-Gruppen nutzen zu können.

Ein Mann liest eine Textnachricht auf dem Bürgersteig.

Wie nutzen wir Eltern-WhatsApp-Gruppen am besten?

Bevor wir uns auf neue Technologien verlassen, sollten wir überlegen, wie wir sie am effizientesten nutzen können. Im Falle von Eltern-WhatsApp-Gruppen sind die wichtigsten Empfehlungen:

  • Tolerant gegenüber anderen sein; Eltern, Lehrer und weitere Experten sollten immer respektiert werden
  • Ideen bestimmt mitteilen, aber mit anderen Teilnehmern kooperieren
  • Rückfragen stellen, um Unklarheiten zu beseitigen
  • WhatsApp als eine Ergänzung zu persönlichen Treffen verstehen

Eine WhatsApp-Gruppe ist niemals ein Ersatz für das aktive Einbringen in den Schulalltag. Schauen wir uns die vorgenannten Punkte nun ein wenig näher an.

1. Tolerant gegenüber anderen Eltern und Lehrern sein

Genau wie die Schulklassen unsere Kinder, bestehen Eltern-WhatsApp-Gruppen aus Menschen, die unterschiedliche Vorstellungen, Ideen und Traditionen haben. Daher kann es in diesen Gruppen leicht zu Konflikten kommen oder die Atmosphäre im Chat kann angespannt sein.

Deshalb ist es wichtig, zu lernen, wie wir unseren Mitmenschen mit Toleranz begegnen können. Wenn wir einen Konflikt zwischen Gruppenteilnehmern wahrnehmen, ist es eine gute Idee, zu versuchen, zwischen ihnen zu vermitteln. So können wir zu einer toleranten Atmosphäre in der Eltern-WhatsApp-Gruppe beitragen.

Eine Frau liest skeptisch eine Nachricht.

Unsere Toleranz sollte nicht nur anderen Eltern, sondern auch den Lehrern unserer Kinder gelten. Manchmal machen diese Fehler und wir mögen mit ihren Unterrichtstechniken nicht einverstanden sein. Eltern-WhatsApp-Gruppen sollten jedoch niemals dafür verwendet werden, sich über Lehrer zu beschweren – egal, ob diese in die Gruppe aufgenommen wurden oder nicht. Wenn wir dies tun, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Gerüchte verbreiten. Das kann negative Folgen haben:

  • Wenn unser Kind erfährt, was wir von seinem Lehrer denken, wird es seinen Respekt vor diesem Lehrer verlieren. Dies macht es für den Lehrer viel schwieriger, es zu unterrichten.
  • Auch die Kommunikation mit dem betroffenen Lehrer wird schwieriger, wenn wir Probleme vor der Masse ansprechen. Eine direkte, respektvolle Kommunikation mit ihm dient der Bildung unseres Kindes am ehesten.

Wenn wir Beschwerden über Lehrer anbringen und dazu eine dritte Meinung einholen wollen, ist es am besten, wenn wir privat mit den Eltern sprechen, mit denen wir in Verbindung stehen. Besser noch, sprechen wir direkt mit dem Lehrer. Auf diese Weise können wir eine Lösung für das Problem finden, anstatt weitere Konflikte zu erzeugen.

2. Ideen bestimmt mitteilen, aber kooperieren

Kommunikation ist nicht immer einfach. Besonders wenn wir Teil einer großen Gruppe sind und die Kommunikation schriftlich stattfindet, kann es schwierig werden. Wenn wir also die Eltern-WhatsApp-Gruppe sinnvoll nutzen möchten, müssen wir uns deutlich mitteilen.

Daher sollten wir unsere Ideen bestimmt und klar ausdrücken als auch anderen aktiv zuhören. Dies sind Schlüsselelemente für ein positives Umfeld. Es ist zwar schwierig, Meinungen und Ideen möglichst objektiv zu vermitteln, wenn wir unser Gegenüber nicht sehen können, aber mit etwas Übung ist es möglich.

Hände und Smartphone

Eltern-WhatsApp-Gruppen sind nur dann von Nutzen, wenn die Mitglieder sich über ihre Ziele einigen und auf sie gemeinsam hinarbeiten. Wenn wir möchten, dass unsere Eltern-WhatsApp-Gruppe gut funktioniert, sollten wir demokratische Prinzipien fördern und auf deren Basis gemeinsame Ziele festlegen.

Je nach systematischer Ausrichtung ist es dabei von Vorteil, die Gruppe so zu betrachten, als hätte sie ihre eigene Identität, um ihre Mitglieder zur Zusammenarbeit zu bewegen. Sobald ein Konflikt auftritt, sollten wir uns fragen: Was fehlt dem Team, um gut zu funktionieren? Die Antworten darauf werden dazu beitragen, ein Ambiente zu schaffen, dass eine Annäherung an unsere Ziele zulässt.

 

3. Rückfragen stellen

Manchmal vergisst unser Kind seine Hausaufgaben oder zeigt uns nicht seine Noten. Vielleicht teilt es Prüfungstermine und andere wichtige Informationen nicht mit. Wenn dies der Fall ist, sind Eltern-WhatsApp-Gruppen eine tolle Möglichkeit, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Daher sollten wir uns nicht scheuen, die anderen Eltern in der Gruppe zu fragen, wenn unser Kind etwas Wichtiges vergessen zu haben scheint.

4. Eine Ergänzung zu persönlichen Treffen

Die Kommunikation über WhatsApp ist viel bequemer als der Besuch der Schule unseres Kindes oder das Treffen mit anderen Eltern. Dies gilt insbesondere in der heutigen Welt, weil unser Alltag oft sehr hektisch ist. Chat-Gruppen sollten jedoch niemals persönliche Treffen ersetzen, sondern sind nur als Ergänzung zu ihnen zu verstehen.

Bei realen Treffen können alle Lehrer, Eltern und Erziehungsberechtigten, auch diejenigen, die kein WhatsApp haben, ihre Meinung äußern.

Eine Mutter und ihre Tochter sind in einem Gespräch mit dem Lehrer.

 

WhatsApp-Gruppen sind kein Ersatz für das aktive Einbringen in den Schulalltag

Wenn wir täglich mit anderen Eltern sprechen, haben wir leicht das Gefühl, an der Ausbildung unseres Kindes beteiligt zu sein. Der effektivste Weg, um an diesem Prozess teilzunehmen, ist jedoch, den direkten Kontakt zu den Beteiligten herzustellen. Obwohl die Technologie voranschreitet, werden Chat-Gruppen persönliche Treffen niemals ersetzen können.

Wenn wir also die Möglichkeit haben, sollten wir ein Treffen mit Lehrern und Eltern organisieren. Auf diese Weise können wir sie kennenlernen und gemeinsam überlegen, wie unsere Kinder am besten gefördert werden können.