4 Sätze von Carl Gustav Jung, die dich in deinem Reifeprozess begleiten werden

3. Oktober 2017 en Psychologie 574 Geteilt

Über Carl Gustav Jung zu reden, ist keine einfache Aufgabe, da seine Denkweise komplex und tiefgründig war. Mit seiner Fähigkeit der Introspektion war er in der Lage, verlorene Seelen dieser Welt zu erleuchten, sie anzuleiten damit sie sich selbst wiederfinden konnten. So brachte er Licht ins Dunkel und sprach ganz ehrlich über Aspekte, die er thematisieren musste, um in die Tiefen der Psychologie eintauchen zu können.

Daher werden wir im Laufe dieses Artikels von Carl Gustav Jung ausgesprochene Thesen noch einmal aufgreifen. Sätze, die oft wie Mantras in unserem Innern widerhallen. Revolutionäre Gedanken, die zu einem regelrechten Antrieb für Veränderung werden können, wenn sie richtig interpretiert werden.

„Ein nicht gelebtes Leben gleicht einer tödlichen Krankheit.“

So ist es. Wir alle haben Wünsche, Sehnsüchte, etwas, das uns antreibt, und ein enormes Potenzial, das es zu entdecken gilt. Oft ertappen wir uns dabei, wie wir ein Leben führen, das nicht zu uns passt. Unser Inneres schreit, doch niemand hört ihm zu. Es widersagt uns und es kämpft, aber letztendlich findet es sich mit einem Schicksal ab, das nicht das ist, wonach es sucht. Und dann leben wir eben dieses Leben, das uns nicht gefällt. Ein Leben, das schlichtweg nicht unseres sein sollte.

Ein Leben, in dem wir unserem wahren Ich nicht treu bleiben, schadet irgendwann unserem Körper und unserer Seele. Nicht authentisch zu leben, wirkt sich negativ auf unseren Körper und unseren Verstand aus und es dauert nicht lange, bis sie uns das spüren lassen.

„Alles, was uns an anderen missfällt, kann uns zur besseren Selbsterkenntnis führen.“

Ja, Projektionen verbessern unsere Selbsterkenntnis. Wenn wir projizieren, geben wir uns gleichzeitig die Möglichkeit, im anderen ganz klar das zu sehen, was wir in uns selbst nicht sehen können, oder wollen.

Wir projizieren entweder das auf andere, was uns an uns missfällt oder was wir an uns bewundern, aber nicht wahrnehmen. Wenn du dich dabei ertappst, dass dich etwas an einer anderen Person extrem stört, das dir im Grunde genommen egal sein sollte, dann solltest du dich fragen, ob es etwas mit dem zu tun haben könnte, das dich an dir stört und das du nicht akzeptierst.

Es geht nicht darum, sich selbst zu hassen, das wäre das Letzte, das Jung gewollt hätte. Es geht darum, die eigenen Schatten zu verstehen, um sie beleuchten zu können.

„Wogegen du dich wehrst, das bleibt bestehen.“

Jede Lektion, die du in deinem Leben lernen musst, wird sich so oft wiederholen, bist du sie gelernt und verinnerlicht hast. Wie oft hattest du schon mit derselben Art Mensch zu tun, die dich verletzt hat, die du aber trotzdem immer wieder in deinen Freundeskreis einlädst? Ist dir klar, dass du hier versuchst, eine unmögliche Aufgabe zu lösen? Und wie viele Male hast du dich schon dagegen gewehrt, deine Schatten zu erkennen?

Du packst solche Erkenntnisse dann in eine Kiste, damit du sie nicht sehen musst. Aber die Tatsachen verschwinden nicht einfach, und je mehr du dich bemühst, gegen die Persönlichkeit anderer zu agieren oder deine Natur zu verstecken, desto eher wird die Wahrheit an die Oberfläche kommen. Das passiert dann auf unkontrollierbare und unvorhersehbare Weise, weil du die Kontrolle verloren hast, als du sie unter den Teppich kehren wolltest.

„Eine Depression ist wie eine Frau in schwarz. Wenn sie auftaucht, scheuche sie nicht fort. Lade sie ein, biete ihr einen Sitzplatz an, behandle sie wie einen Gast und höre zu, was sie sagen möchte.“

Wie sollten wir auch sonst verstehen, wie die Depression entstanden ist? Wenn wir uns nicht mit diesen unerwarteten Gästen an einen Tisch setzen und ihnen zuhören, werden wir niemals verstehen, warum sie aufgetaucht sind. Emotionen halten sich an einem Gefühl fest, um zu existieren. Sie kommen aus einem bestimmten Grund zum Vorschein.

Etwas muss gesehen, gehört und akzeptiert werden, um verändert werden zu können. Uns selbst den Rücken zu kehren, hat keinerlei Nutzen. Es dauert dann nicht lange, bis sich unschöne und schwierig zu verdauende Gefühle erneut breitmachen.

Sicherlich werden dir diese Sätze im Gedächtnis bleiben. Sie alle laden uns dazu ein, authentisch zu sein, dem treu zu bleiben, was wir sind, dem Leben zuzuhören und ihm nicht den Rücken zu kehren, uns selbst und andere zu respektieren, ohne ihnen weismachen zu wollen, was zu ihnen gehört. Danke, Herr Jung, für dieses Vermächtnis und dafür, dass Sie uns bei jedem Schritt unseres Reifeprozesses begleiten – ein Prozess, der niemals angehalten werden sollte, geschweige denn endet.

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