12 Zitate von Marilyn Monroe: Die Erschaffung des Mythos

· 5. Oktober 2018

Dass jemand, der heutzutage auf ein Bild von Marilyn Monroe blickt, sie nicht erkennt, scheint doch recht unwahrscheinlich. Es besteht kein Zweifel, dass ihr Gesicht zu einem Symbol des 20. Jahrhunderts geworden ist und Marilyn zu einem modernen Mythos. Aber was steckt hinter den goldenen Locken und bezaubernden Augen? Die folgenden Zitate von Marilyn Monroe gewähren uns einen Einblick.

Norma Jean Baker wurde am 1. Juni 1926 in Los Angeles geboren. Ihre Eltern trennten sich bereits vor ihrer Geburt. Das bedeutete für das Kind, die Tochter einer alleinerziehenden Mutter zu sein, die keine Zeit hatte, sich um sie zu kümmern. Ihre Mutter hat sie gar vorübergehend einem Adoptivpaar überlassen.

„Wenn ich alle Regeln befolgt hätte, hätte ich nie etwas erreicht.“

Marilyn Monroe

Normas Kindheit war nicht einfach. Sie kehrte ab und zu zu ihrer Mutter zurück, reiste aber stets von Haus zu Haus. Sie war immer von Problemen umgeben und wurde sogar Opfer sexuellen Missbrauchs. All das verursachte Unsicherheiten in dieser jungen Norma, die ihr für den Rest ihres Lebens blieben.

Als Erwachsene arbeitete sie zunächst in einer Waffenfabrik. Eines Tages machte der Fotograf eines Magazins eine Aufnahme von ihr und dann fing sie an, als Model zu arbeiten. Von diesem Moment an nannte sie sich Marilyn Monroe. Sie färbte ihr rotbraunes Haar zu dem mythischen Blond, das wir heute als ihr Markenzeichen kennen. Der Samen für den Mythos der Marilyn Monroe war gepflanzt.

Die Zitate von Marilyn Monroe handeln von Liebe, Erfolg und Einsamkeit. Sie sind ein Selbstporträt voller Weisheit.

Marilyn Monroe in jungen Jahren

Marilyn Monroe, ein Mythos des 20. Jahrhunderts

Mythen helfen uns, die Welt zu erklären, oder Phänomene, die wir nicht verstehen. Deshalb sind antike Kulturen meist mit einer umfangreichen Mythologie verbunden, in der alle möglichen Ereignisse eine Erklärung finden. Inzwischen haben sich die Quellen der Mythen geändert. Jetzt schaffen wir sie durch die Medien, die Bildern eine ganz eigene Bedeutung geben und so eine Reaktion provozieren. Laut Roland Barthes seien Mythen deshalb eine kulturelle Praxis, eine Sprache und vor allem ein Produkt.

Sprachliche Repräsentationen bestehen aus einer Botschaft und einem Sinn, die Hand in Hand gehen; sie sind unzertrennlich. Aber Mythen gehen noch einen Schritt weiter: Sie verleihen der Botschaft einen neuen Sinn, woraus sich eine neue Botschaft ergibt: der Mythos.

Darüber hinaus schlägt Barthes drei verschiedene Möglichkeiten vor, Mythen zu lesen:

  • Zynische Lektüre: wörtliche Auffassung, wie sie Journalisten verwenden
  • Lektüre des Sinn des Mythos: enthüllt Mythen und zeigt, wie künstlich sie sind
  • Dynamische Lektüre: Lektüre, ohne zu versuchen, das Gelesene zu hinterfragen, was am häufigsten passiert

Wenn wir also ein Bild von Marilyn Monroe sehen, verbinden wir es mit einer Ikone und Erotik. Wir sehen nicht Marilyn, das Individuum, sondern etwas jenseits von ihr. Was steckt nun aber hinter dem Mythos von Marilyn Monroe? Anhand der folgenden 12 Zitate werden wir versuchen, dir diesen kultigen Filmstar des 20. Jahrhunderts ein wenig näherzubringen.

Marilyn Monroe in pink

1. „Hollywood ist ein Ort, wo sie dir tausend Dollar für einen Kuss und fünfzig Cent für deine Seele zahlen.“

Marilyn Monroe war ein großer Hollywoodstar. Aber sie regte auch zum Nachdenken an, und obwohl sie das Image eines Naivlings hatte, verfügte sie über einen reflektierenden Geist. Mit diesem Zitat machte sie klar, dass es ihr egal war, dass sie selbst Teil der Filmwelt war – sie konnte noch immer deren dunkelste Seiten sehen und sie offenbaren.

2. „Eine Karriere ist wunderbar, aber man kann sich in einer kalten Nacht nicht an ihr wärmen.“

Trotz ihres Erfolges fühlte sich Monroe häufig sehr einsam. Die Wahrheit ist, dass Erfolg manchmal einfach nicht genug ist: Wenn du den Gipfel allein erreichst und auf dem Weg dahin deine Beziehungen opferst, wirst du dort oben wahrscheinlich eine bittere Realität erleben. So bitter, dass die meisten Gipfelstürmer sich bald zurück ins Tal wünschen.

3. „Manchmal fühle ich mich, als wäre mein ganzes Leben eine einzige Ablehnung gewesen.“

Marilyn Monroes harte Kindheit, der Missbrauch, die Depression und die intensiven Anforderungen der Filmindustrie haben ihr einen großen Tribut abverlangt. Wer hätte jemals gedacht, dass so eine schöne Frau so viele versteckte Unsicherheiten haben könnte? Das Aussehen kann täuschen, und Marilyn war eine extrem unsichere Person.

4. „Es ist besser, allein glücklich zu sein, als mit jemandem anderem unglücklich.“

Dieses ist eines der Zitate von Marilyn Monroe, über das du während deines Alltags nachdenken kannst. Sie war ständig auf der Suche nach Glück. Aber obwohl sie viele Partner hatte, hatte sie meist das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Das macht diesen Ausspruch zu solch einem authentischem, ehrlichen Zitat: Du solltest dich niemals von einem Partner unglücklich machen lassen, denn du kannst immer versuchen, deinen Weg zum Glück allein zu finden.

Marilyn Monroe als Teenager

5. „Hunde beißen nicht. Nur Menschen.“

Vielleicht war es ihr Trauma und ihre extreme Enttäuschung über Gesellschaft und Menschlichkeit, die sie dazu brachte, dies zu sagen. Unsere zuverlässigsten Begleiter sind nicht immer Menschen.

6. „Ich habe nichts dagegen, in einer Männerwelt zu leben, solange ich darin eine Frau sein kann.“

Wenn Marilyn Monroe für etwas stand, dann war es ihre Weiblichkeit. Sie war immer stolz darauf, eine Frau zu sein. Trotz aller Herausforderungen und Leiden in ihrem Leben hat sie nie aufgehört, den Wert von Frauen zu verteidigen.

7. „Unvollkommenheit ist Schönheit, Wahnsinn ist Genie und es ist besser, absolut lächerlich als absolut langweilig zu sein.“

Die Leute sagen, dass Marilyn Monroe einen IQ von 165 hatte, was weit über dem Durchschnitt liegt. Er wäre damit sogar fünf Punkte höher gewesen als der von Albert Einstein. Marilyn bewunderte Intelligenz als eine Eigenschaft, die wirklich attraktiv machte. Es war ein Genie, das sich hinter dem Bild der dummen Blondine verbarg. Dies ist eines der Zitate von Marilyn Monroe, die das belegen.

Marilyn Monroe mit Cocktail

8. „Erfolg bringt so viele Menschen dazu, dich zu hassen. Ich wünschte, es wäre nicht so. Es wäre wundervoll, Erfolg zu haben, ohne den Neid in den Augen derer zu sehen, die dich umgeben.“

Ihr Körper verzauberte Männer und machte andere Frauen neidisch. Ihr Erfolg war stark von ihrem Image abhängig, aber hinter ihrem falschen Lächeln verbarg sich eine Frau, die litt und versuchte, ihren Platz in der Welt zu finden. Neid kann viel Schaden anrichten und Marilyn war die meiste Zeit ihres Lebens Opfer davon.

9. „In Hollywood ist die Tugend eines Mädchens viel weniger wichtig als ihre Frisur. Du wirst danach beurteilt, wie du aussiehst, nicht nach dem, was du bist.“

Auch hier war zeigte sie sich wieder sehr kritisch gegenüber der Filmindustrie und wie diese mit Frauen umging. Sie wurden als schöne Sexobjekte angesehen, aber nie wegen ihrer Intelligenz geschätzt. Viele Zitate von Marilyn Monroe vermitteln einen Eindruck ihrer Meinung darüber.

10. „Sex ist niemals falsch, wenn Liebe eine Rolle spielt.“

Man hat viel darüber spekuliert, ob Marilyn Monroe bisexuell war, aber wir können es bis heute nicht sicher sagen. Was dieses Zitat aber zeigt, ist, dass sie tolerant gegenüber allen Arten von Liebe war, solange sie real waren.

Marilyn Monroe lacht.

11. „Liebe muss nicht perfekt sein, sie muss nur real sein.“

Marilyn beschäftigte sich in ihrer Kindheit notwendigerweise mit dem von ihr erfahrenen Mangel an Zuneigung. Sie wanderte von Haus zu Haus ohne starke Familienbande, ohne elterliche Figuren … Es scheint, als ob sie immer nach Zuneigung suchte. Sie hat dreimal geheiratet und viele verschiedene Liebhaber gehabt. Das zeigt uns, dass sie große Schwierigkeiten hatte, die Art von Liebe zu finden, die ihr Stabilität verleihen konnte. Oder, um es in ihren Worten zu sagen, die wahre Art von Liebe.

12. „Ich versuche, mich selbst als Person zu finden, und manchmal ist das nicht einfach. Millionen von Menschen leben ihr ganzes Leben, ohne sich selbst zu finden.“

Dies ist eines der Zitate von Marilyn Monroe, die ein klares Beispiel für ihren ständigen Kampf geben, sich selbst zu finden, Herausforderungen zu meistern und zu wachsen. Es gab mehrere Male, in denen sie sich Medikamenten zuwenden musste und es waren jene Medikamente, die ihr schließlich den Tod brachten.

Hinter dem Mythos der verführerischen, glamourösen Frau verbirgt sich also eine Frau mit einer dunklen Vergangenheit, die ihr ganzes Leben lang versucht hat, sich selbst zu finden. Sie ging durch Depressionen und Panikattacken und konnte sich nie von dem Gefühl befreien, am Rande des Abgrunds zu stehen.

Bis heute ist ihr Tod geheimnisumwoben. Es gibt verschiedene Theorien zu Verschwörungen über ihr Leben und dazu, wie es endete.

„Ich bin selbstsüchtig, ungeduldig und ein wenig unsicher. Ich mache Fehler, ich bin außer Kontrolle und manchmal schwer zu handhaben. Aber wenn du mit meinem schlimmsten Ich nicht fertig wirst, dann verdienst du mich verdammt nochmal nicht in meiner besten Form.“

Marilyn Monroe