Wie stelle ich es an, dass meine Kinder ihre Hausaufgaben machen?

· 27. Dezember 2018

Es ist immer wieder die gleiche Tragödie, jeden Nachmittag nach der Schule: die Hausaufgabenzeit. Diese Zeit verläuft selten harmonisch, wie es so oft in Werbespots dargestellt wird. Nein, denn meistens gibt es Krach. Unsere Kinder wollen keine Hausaufgaben machen und wir müssen all unsere Überredungskunst und Geduld aufwenden, um sie an den Schreibtisch zu locken.

Manche Kinder stampfen mit den Füßen und weigern sich mit einem schlichten Nein. Andere haben Wutanfälle und das alles nur, um aus der lästigen Pflicht der Hausaufgaben entlassen zu werden. Wenn es soweit kommt, verlieren Väter wie Mütter häufig ihre Geduld und werden ebenfalls wütend.

„Wie stelle ich es an, dass meine Kinder ihre Hausaufgaben machen?“,  haben wir sich deshalb alle Eltern schon einmal gefragt. Tatsächlich gibt es keinen Zauberspruch, der uns in dieser Situation helfen würde, aber es gibt ein paar Tricks, mit denen man diese Situation besser handhaben kann.

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und Leistung.“

Albert Einstein

Wo machen unsere Kinder ihre Hausaufgaben?

Den ersten Schritt, mit dem wir unseren Kindern helfen können, ist, einen Ort auszuwählen, an dem sie ihre Hausaufgaben in Ruhe erledigen können. Das erscheint uns oft nicht so wichtig. Aber die Wahrheit ist, dass sich Kinder leichter an das Hausaufgabenmachen gewöhnen, wenn sie es immer am selben Ort tun.

Also, was ist der geeignetste Raum im Haus, in dem die Kinder arbeiten können? Das hängt vom Kind ab. Allgemein gilt, dass ein ruhiger Raum besser geeignet ist als ein Durchgangszimmer. Das könnte vielleicht unser Arbeitszimmer oder Wohnzimmer sein. Die Wahl hängt im Wesentlichen davon ab, in welchem Zimmer die geringste Ablenkung besteht.

Wir sollten auch beachten, dass manche Kinder gern alleine arbeiten, während andere lieber in der Nähe ihrer Eltern sind, falls sie einmal eine Frage haben sollten. Deshalb sollten Eltern und Kinder Rücksprache halten, wie sich der Nachwuchs am wohlsten fühlt.

„Wir sind das, was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“

AristotelesEin Junge sitzt an seinen Hausaufgaben im Schein einer Schreibtischlampe.

Wie sieht der Hausaufgabenplatz aus?

Wir müssen jedoch nicht nur darüber nachdenken, wo unsere Kinder ihre Hausaufgaben machen. Wir müssen auch darüber nachdenken, wie dieser Ort gestaltet ist. Wenn wir unseren Kindern beim Einstieg in die Hausaufgaben helfen möchten, benötigen sie einen Tisch, an dem sie bequem sitzen können, während sie lernen.

Kinder sollten auch alle Materialien haben, die sie für ihre Hausaufgaben benötigen. Wenn wir den Hausaufgabenplatz mit unseren Kindern teilen, ist es eine gute Idee, eine Hausaufgabenbox zusammenzustellen. Hier können alle benötigten Utensilien wie Stifte, Lineal und Zirkel verstaut werden, die die Kinder für ihre Hausaufgaben brauchen. 

Wenn die Kinder einen Schreibtisch in ihrem Zimmer haben und dort gut arbeiten können, können sie all diese Dinge in den Schubladen ihres Schreibtischs aufbewahren. Das ist meist die beste Lösung, denn wenn wir unseren Kindern Freiheit bei der Gestaltung ihrer Lernumgebung geben, kann sich das ebenfalls positiv auf ihre Motivation auswirken.

Aber aufgepasst: Wir haben bereits die Gefahr von zu viel Ablenkung erwähnt. Daher ist es wichtig, dass die Lernumgebung nicht zu viele Reize hat, die die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich ziehen könnte.

Ein angespitzter Bleistift liegt auf einem aufgeschlagenen Notizbuch.

Wann machen unsere Kinder ihre Hausaufgaben?

Heutzutage ist es normal, dass Kinder an mehreren Tagen in der Woche außerschulische Aktivitäten haben. Deshalb kann es sein, dass unsere Kinder manchmal erst spät ihre Hausaufgaben erledigen können. Wir sollten daran denken, je später Kinder mit den Hausaufgaben anfangen, desto müder werden sie sein und desto schwieriger wird es für sie sein, sie zu erledigen.

Also sollten unsere Kinder so früh wie möglich loslegen. Das bedeutet jedoch auch nicht, dass die Kinder gleich an den Schreibtisch gesetzt werden sollten, wenn sie aus der Schule kommen. Es gibt einige Kinder, die das besser können, aber natürlich gibt es auch andere, die sich erst ausruhen wollen und vor dem Start einen Snack haben wollen. Was wirklich zählt, ist, dass wir versuchen, einen einheitlichen Zeitplan einzuhalten.

Wenn Kinder sich an den Tisch setzen, um mit den Hausaufgaben anzufangen, sollten sie vorher darüber nachgedacht haben, was sie tun müssen und wie viel Zeit sie zur Erledigung der Aufgaben brauchen werden. Wenn wir unser Kind danach fragen, können wir erkennen, ob es weiß, was es zu tun hat, und ob es alles hat, was es braucht. Es ist auch hilfreich, vor dem Beginn der Arbeit Pausenzeiten festzulegen.

Wir sollten auch nicht die letzte Technik vergessen, mit der wir unseren Kindern bei den Hausaufgaben helfen können: Unterstützung. Das kann bedeuten, dass wir nach dem Erledigen der Hausaufgaben gemeinsame Spielzeit einplanen. Oder ein Token-System zu erstellen, bei dem das Kind nach Erreichen des vereinbarten Ziels eine Belohnung bekommt. Die Botschaft, die wir damit senden, ist klar: Arbeit wird belohnt!