Wie sich Beziehungen im Laufe der Zeit verändern

Die Liebe kennt viele Formen, Intensitäten und Arten. Sie verändert sich mit der Zeit und entwickelt sich in die eine oder andere Richtung.
Wie sich Beziehungen im Laufe der Zeit verändern
Lidia Blockus

Geprüft und freigegeben von Werbetexterin Lidia Blockus.

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 17. September 2022

Liebe ist, entgegen dem, was uns romantische Komödien und Volksmärchen erzählen, nicht ewig, oder zumindest muss sie das nicht sein, um wertvoll und “wahr” zu sein. Manche Beziehungen sterben, andere verändern sich im Laufe der Zeit… Wir alle verändern uns und das wirkt sich auch auf die Liebe aus. Heißt das, dass wir dazu verdammt sind, nicht mehr leidenschaftlich zu lieben, uns nicht mehr zu verlieben? Nicht unbedingt. Denn die Liebe ist das Ergebnis der Bemühungen jener Menschen, die sich lieben.

Liebe ist Teil der menschlichen Natur, sie ist komplex und kommt auf viele verschiedene Arten zum Ausdruck. Wir sprechen heute über die Veränderungen von Beziehungen im Laufe der Zeit. Es ist wichtig, diesen Prozess zu kennen, um Entscheidungen zu treffen, Emotionen zu identifizieren und die Bemühungen zu verfeinern.

Beziehungen verändern sich im Laufe der Zeit

Sowohl der individuelle Reifegrad als auch die soziale Konstruktion von Liebesbeziehungen können sich im Laufe der Zeit verändern. So ist unter anderem die Jugendliebe viel intensiver und hat mehr toxische Komponenten, da es in diesem Alter an Erfahrung mangelt und junge Menschen die Welt mit anderen Augen betrachten.

Verliebtheit gibt es jedoch in jedem Alter, ebenso wie sexuelle Anziehung und reife Liebe. Unabhängig davon, wie eine Beziehung beginnt, folgen die Veränderungen, die sie im Laufe der Zeit durchläuft, bei den meisten einem eindeutigen Muster.

Liebe im Laufe der Zeit
Im Laufe der Zeit verändert sich die Liebe in allen Aspekten.

Die Phasen der Beziehung

Im Allgemeinen unterscheiden wir in Beziehungen drei Phasen: Verliebtheit, Vertrauensbildung und reife Liebe. Es gibt auch andere Klassifizierungen, aber wir konzentrieren uns auf diese einfachen drei Phasen, in denen sich praktisch jeder widerspiegeln kann.

Die Verliebtheitsphase

Wir kennen diese Phase aus romantischen Liebesromanen und Filmen. Leidenschaft und Schmetterlinge im Bauch beschreiben diese unbeschreibliche Anfangsphase. Hormone wie Oxytocin, Serotonin und Endorphine sorgen für ein Hochgefühl – du schwebst auf Wolken und siehst nur die positiven Seiten deines Partners.

Dieser Zustand der Euphorie ist jedoch auf Dauer nicht zu ertragen. Nach einer Zeit folgt eine ruhigere Phase, die Liebe drückt sich anders aus.

Zweite Phase: Vertrauensbildung

In dieser Phase bleiben Leidenschaft und Liebe erhalten, aber die Liebe macht dich nicht mehr so blind wie in der Anfangsphase. Du siehst die Stärken und Schwächen deines Partners, akzeptierst sie und liebst ihn trotz seiner Fehler. Der Aufbau von Vertrauen und einer tiefen Bindung ist jetzt grundlegend. Akzeptanz und die Konfliktlösungsfähigkeit sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen für eine gesunde Beziehung.

Diese Phase ist von entscheidender Bedeutung – doch viele Beziehungen gehen an diesem Punkt auseinander. Kommunikation, Toleranz und Respekt stehen jetzt im Vordergrund. Das Paar muss entscheiden, ob die Unterschiede vereinbar sind oder nicht. In der Phase der Verliebtheit verschmilzt das Paar und hat das Bedürfnis, möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen. In dieser Phase hingegen ist es essenziell, einen Ausgleich zwischen individuellen und gemeinsamen Bedürfnissen zu finden.

Dritte Phase: reife Liebe

Langfristige Beziehungen erfordern reife Liebe. Das Paar hat sich etabliert, hat seine eigene Dynamik und Strategien für das Zusammenleben und die Lösung von Problemen entwickelt. Es ist eine freiere Liebe, die auf Vertrauen basiert. Leidenschaft und sexuelles Verlangen sind geringer, jedoch solider.

Die größten Probleme, mit denen sich zwei Menschen in dieser Phase konfrontiert sehen, sind:

  • Monotonie
  • ungelöste Probleme
  • äußere Einflüsse wie Katastrophen/Veränderungen im sozioökonomischen Bereich

Diese Liebe kennt zwei verschiedene Facetten: das Paar, das nur noch aus Gewohnheit zusammenlebt, oder das Paar, das Hand in Hand bis zu den letzten gemeinsamen Tagen wandert. Dies ist nur möglich, wenn du an der Beziehung arbeitest und nicht einfach die Jahre verstreichen lässt.

im Laufe der Zeit verwandelt sich die Verliebtheit in reife Liebe
Langfristige Beziehungen bauen auf Vertrauen und Respekt auf.

Ausnahmen und neue Modelle der Partnerschaft

Die meisten Theorien, die versuchen, die Liebe in universelle Normen einzupassen, stammen aus der heterozentrischen Vorstellung. Heutzutage werden viele andere Formen von Beziehungen und Partnerschaften sichtbar und normalisiert. Es gibt viele Beispiele: Polyamorie, Distanzbeziehungen, Swinger usw.

Die einzige Variable, die in jeder Liebe vorhanden sein muss, ist der Respekt. Wenn du jemanden wirklich liebst, steht das Glück der geliebten Person an erster Stelle, ganz egal wie die Beziehung aussieht oder wie lange sie dauert.

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