Wenn du genauso denkst wie andere, dann denkst du überhaupt nicht

· 11. November 2015

Man erzählt sich, dass sich in einer Stadt im Landesinneren eine Gruppe von Personen regelmäßig über die Witzfigur des Ortes lustig machte, einen armen Unglücklichen, von geringer Intelligenz, der von kleinen Besorgungen und Almosen lebte.

Jeden Tag riefen einige Männer den Armen zu sich in die Bar, in der sie sich trafen, und baten ihm an, zwischen zwei Geldmünzen zu wählen: Eine größere mit dem Wert von 400 Reales und eine kleinere, die aber einen Wert von 2000 Reales hatte.

Er wählte immer die Münze, die zwar die größeren Abmessungen, aber den geringeren Wert hatte, was alle zum Anlass nahmen, sich über ihn lustig zu machen.

Eines Tages beobachtete jemand, wie sich die Gruppe über den unschuldigen Mann lustig machte, rief ihn zu sich und fragte ihn, ob er immer noch nicht bemerkt habe, dass das größere Geldstück weniger wert sei, und dieser antwortete: „Ich weiß, so dumm bin ich nicht. Sie ist fünfmal weniger wert, aber an dem Tag, an dem ich die andere auswähle, hat dieses Spielchen für mich ein Ende und ich werde keine einzige Münze mehr gewinnen.“

Diese Geschichte könnte bereits hier zu Ende sein, mit einem einfachen Witz, aber es lassen sich mehrere Schlussfolgerungen aus ihr ziehen:

Wer als dumm erscheint, ist es nicht immer.
Wer waren die wirklich Dummen in der Geschichte?
Übertriebener Ehrgeiz kann dazu führen, dass du dir deine eigene Geldquelle abschneidest.

Gesicht

Es kann uns auch dann gut gehen, wenn die anderen keine gute Meinung von uns haben

Es ist nicht nötig, dass wir die Meinung der anderen über uns und über jeden Schritt, den wir im Leben machen, kennen. Weder müssen noch sollten wir danach suchen. Das Wichtigste ist, dass wir selbst mit dem zufrieden sind, was wir sind.

Wir irren uns, wenn wir versuchen, andere und ihre Verhaltensweisen mit Aufklebeschildern zu versehen. Wir sind viel mehr als das, was die Anderen von uns denken. Unter Umständen müssen wir für eine Zeit lang mit uns selbst kämpfen, um die Fähigkeit zu erreichen, uns auch dann wohl zu fühlen, wenn wir nicht wissen, was die Anderen über uns denken.

Die unglücklichsten Menschen dieser Welt sind diese, die sich zu sehr darüber sorgen, was andere über sie denken.

Was wichtig ist, ist nicht was anderen über uns denken, sondern was man über sich selbst denkt

Die Leute werden das denken, was sie wollen. Es ist nicht wichtig, dass du immer nach den richtigen Worten suchst oder deine Gesten im Detail überprüfst, es wird immer jemanden geben, der es missversteht. Wenn du dir am Ende dein ganzes Leben betrachtest, wird es nicht viel Bedeutung haben, was andere Menschen gedacht oder nicht gedacht haben.

Mache das, was dir gefällt, und nicht das, wovon du denkst, dass es anderen gefallen wird.

Wie du dich selbst wahrnimmst, ist das, was in Wirklichkeit zählt. Bleib dir selbst treu und wähle deinen Weg so aus, wie du dich fühlst und nicht nach dem, was die Anderen erwarten oder meinen. Letztendlich bist du die einzige Person in deinem Leben, die unersetzlich für dich ist und die du Minute für Minute ertragen musst.

Wenn du so denkst, wie alle anderen, dann denkst du überhaupt nicht. Und wenn du nicht denkst, dann lebst du nicht.

Der Vorteil, intelligent zu sein, besteht darin, dass man sich dumm stellen kann, während es umgekehrt schwierig wird

So hat es Woody Allen einmal ausgedrückt. Man sagt, Intelligenz bedeutet, dass man nicht weiß, wohin man geht, sondern weiß, wohin man nicht zurückkehren sollte und was man nicht zulassen sollte.

Eine intelligente Person weiß, dass alle das Recht haben, das zu denken, was sie wollen, aber es ist eine ganz andere Sache, ob man dies persönlich nimmt oder nicht. Wenn man weiß, dass man einzigartig ist und man das Verhalten, was andere uns gegenüber zeigen, einzuschätzen weiß, befindet man sich in einer Situation, die uns nicht schädigt.

Lass die Unsicherheiten bei Seite. Sprich und lebe deine Wahrheit. Lass es nicht zu, dass sich andere in dein Leben oder in deinen Alltag einmischen.