Welchen Effekt hat das Meer auf das Gehirn?

8. November 2017 en Kuriositäten 0 Geteilt
Wirkt das Meer auf das Gehirn? Frau, die vor dem Meer steht, denkt nach

Kannst du dir vorstellen, welchen Effekt das Meer auf das Gehirn hat? Diese riesige Wasserfläche, die fast 80% des Planeten bedeckt, ist ein gewaltiger Ort, der sowohl grausam und mächtig, als auch romantisch und tiefgründig scheint. Das Meer ist ein Riese, der in einem Moment brutal, und im nächsten ruhig und inspirierend agiert.

Große Autoren wie Charles Baudelaire empfanden enorme Bewunderung und Respekt für das Meer. Aus seinem Munde kam folgender Satz:

„Das Meer wirst, freier Mensch, du lieben allezeit!“

Diese Weite, die solch ein besonderer Ort für Menschen ist, ist mehr als nur eine riesige Menge an Wasser. Und heute beschäftigen wir uns mit dem Effekt, den das Meer auf das Gehirn des Menschen hat.

Wie wirkt das Meer auf das Gehirn?

Mehrere Wissenschaftler haben erforscht, wie sich das Meer auf unser Gehirn auswirkt. Wissenschaftler wie M. Rudd, R.A. Baron und M.C. Diamond sind für ihre Experimente und Veröffentlichungen zum Thema bekannt. Sie alle haben die Effekte des unermesslichen Gewässers auf unsere Seele, auf unser Herz und unser Hirn erforscht. Kannst du dir vorstellen, was es in uns auslöst?

Frau, die sich im Meer treiben lässt

Sicher ist, dass das Meer generell sehr positiv auf unsere Psyche. Dass das Romantisieren und die Sehnsucht nach Freiheit beflügelt, ist nicht belanglos. Es wurde sogar von der Wissenschaft bestätigt.

“Man sollte immer auf das Meer sehen. Es ist ein Spiegel, der nicht lügt.“

Yasmina Khadra

Das Meer ruft im Menschen Bewunderung hervor

Mehrere Psychologen der University of Minnesota und der Stanford University (Minnesota und Kalifornien, USA) veröffentlichten eine Studie über die Auswirkungen des Meeres auf das menschliche Gehirn. Eine der Schlussfolgerungen, die sie gezogen haben, ist, dass diese unermesslichen Weiten einen Zustand der Bewunderung und des Erstaunens in uns hervorrufen. Das bringt uns Wohlbefinden.

Unser Verstand versucht, diese Landschaft zu verarbeiten, was positive Veränderungen der mentalen Strukturen bewirkt. Beispielsweise bewirkt das Meer drastische Veränderungen in unseren Entscheidungsmustern, motiviert uns etwa, großzügiger zu sein.

Als wäre das nicht genug, verändert sich unsere zeitliche Wahrnehmung, wenn wir auf das Meer blicken. Die Zeit scheint viel langsamer zu vergehen und das Rauschen der Wellen kann uns sogar das Gefühl geben, dass die Zeit still stehe.

Das Meer ist ein kreativer Anreiz

Generell wechselt das menschliche Gehirn auf den Status „Beschäftigt“, sobald wir arbeiten, sprechen oder uns um unsere Kinder kümmern. Das Meer bewirkt dagegen ein Umschalten auf den Status „Entspannung“. Und in diesem Zustand der Ruhe, der durch die Grenzenlosigkeit des Meeres ausgelöst wurde, kommen dem Gehirn die brillantesten, kreativsten, klarsten und originellsten Ideen.

Kopf einer Frau, in dem sich das Meer befindet

Aus dem gleichen Grund motiviert das Meer zur Mediation. Die Meditation ist eine uralte Technik, die bestätigtermaßen Vorteile für das menschliche Gehirn hat. Und in diesem Fall sind es die Wellen des Meeres, die den Zustand der Achtsamkeit anregen. Die Auswirkungen des Klangs lösen sogenannte Alpha-Wellen aus, die sowohl mit der Leistungsfähigkeit als auch mit Entspannung und Gelassenheit verknüpft sind. Diese Alpha-Wellen lassen alles um uns herum verblassen und erlauben uns, eine Verbindung zu unserem Inneren aufzubauen. Deshalb besitzt das Meer die Stärke, unsere gesamte Umwelt auszublenden, sodass nur wir übrig bleiben, als befänden wir uns in einer Seifenblase, in der unser gesamtes Dasein plötzlich Sinn ergibt.

“Der Ozean war eines der großartigsten Dinge, die er je in seinem Leben gesehen hat – größer und tiefer als alles, das er sich je vorgestellt hat. Er änderte seine Farbe, seine Form und seinen Ausdruck, je nach Zeit und Ort und Wetterlage.“

Haruki Murakami

Nun weißt du etwas mehr darüber, welchen Effekt das Meer auf das Gehirn hat. Wenn du die Möglichkeit hast, ans Meer zu gehen, genieße es. Schaue auf das Wasser und dein inneres Selbst wird dir dankbar sein.

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