Was ist Psychotrading? Was hat Psychologie mit Trading zu tun?

Warum ist die emotionale Kontrolle beim Trading so wichtig? Lies weiter, um mehr zu erfahren.
Was ist Psychotrading? Was hat Psychologie mit Trading zu tun?

Letzte Aktualisierung: 28. Juli 2021

Die Analyse und das Studium der Finanzmärkte ist beim Trading wesentlich, um erfolgreich sein zu können. Doch auch das emotionale Management ist von größter Bedeutung, um dieses Ziel zu erreichen. Psychotrading spielt also eine grundlegende Rolle im Finanzsektor. Erfahre heute mehr über dieses Thema.

Was ist Psychotrading?

Der Begriff Psychotrading ist in akademischen Wörterbüchern nicht zu finden. Es handelt sich um ein Konzept, das im Finanzmarkt entwickelt wurde, konkret im Bereich des Tradings, in dem es um die Spekulation mit Finanzinstrumenten geht, um möglichst viel Gewinn zu erzielen.

Um dies zu erreichen, kommen verschiedene Trading-Strategien zum Einsatz. Auch die Psychologie spielt eine wichtige Rolle, denn es geht um das Studium der Prozesse, Wahrnehmungen und Empfindungen, die das Verhalten beim Trading beeinflussen.

Was ist Psychotrading?

Psychotrading zur emotionalen Kontrolle

Psychotrading hat viel mit emotionaler Kontrolle zu tun, denn auch Trader verhalten sich wie alle Menschen zum Teil irrational, besonders in kritischen Situationen. Um unberechenbare Aspekte besser kontrollieren zu können, ist es wichtig, die logischen und analytischen kognitiven Fähigkeiten zu stärken. Und zu diesem Zweck wird das Psychotrading eingesetzt.

Die drei Säulen des Tradings

Branchenkenner wissen, dass Psychotraining eine notwendige Säule ist, um an Finanzmärkten erfolgreich zu sein. Doch welche anderen Voraussetzungen sind nötig? Experten nennen drei Schlüsselfaktoren:

  • Ein Handelssystem, das getestet und an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist.
  • Ein angemessenes Geldmanagement, um auch in Verlustphasen zu überleben.
  • Angemessene psychologische Voraussetzungen, um zwei Elemente erfolgreich zu managen: die Finanzmärkte und die eigene Person.

Wie du siehst, geht es beim dritten Punkt um Psychotrading. Die ersten beiden Punkte können mithilfe von Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, die objektive Indizes liefern, angepasst und umgesetzt werden.

Psychotrading: psychologische Schlüsselfaktoren

Experten versichern, dass ein angemessenes emotionales Management (das eine gute emotionale Kontrolle einschließt) eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Trading ist. Verschiedene Faktoren spielen eine besonders wichtige Rolle, um erfolgreich zu sein.

Trading erfordert bekanntlich die Analyse der Finanzmärkte, um einen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Deshalb sind folgende psychologische Elemente wesentlich:

  • Geduld
  • Belastbarkeit
  • Selbstvertrauen
  • Selbstkontrolle

Welche Eigenschaften führen nicht zum Ziel?

Wenn die nötigen psychologischen Voraussetzungen nicht gegeben sind, ist der Weg zum Erfolg äußerst schwer. Fehlende psychologische Kontrolle kann außerdem die Finanzanalyse beeinträchtigen.

Ein Beispiel dafür ist Wut, die zu Rachegefühlen führen kann, die dem Zweck jedoch nicht dienlich sind. Andererseits können das Nichteinhalten des Tradingplans oder spezifische Verhaltensweisen ebenfalls zu finanziellen Verlusten führen. Weitere Hindernisse sind:

  • Angst: Sie kann zur Folge haben, dass du den bestmöglichen Zeitpunkt zum Traden nicht nutzt. In diesem Zusammenhang ist auch das Phänomen “FOMO” (Fear of missing out) zu erwähnen. Es geht um die Angst, etwas zu verpassen, die zu starker psychischer Belastung führen kann.
  • Gier: Sie kann für Trader zu einer besonderen Gefahr werden, da sie irrationale Operationen ausführen könnten, die nicht dem ursprünglichen Plan entsprechen.
  • Euphorie: Diese Emotion kann ebenfalls zu riskanten Operationen führen. Du solltest dich nicht von ihr leiten lassen, denn dies könnte ernste Folgen haben.
Was ist Psychotrading?

Psychotrading: Kontrolle ist alles!

Um dich nicht von riskanten oder negativen Gefühlen leiten zu lassen, ist emotionale Kontrolle gefragt. Psychotrading sowie andere Strategien sind deshalb sehr hilfreich:

  • Du musst verlieren können.
  • Halte dich im Rahmen des Möglichen an den ursprünglichen Tradingplan.
  • Kontrolliere alle Risiken und führe umfassende Marktanalysen durch. Vergiss nicht, dass das Kapitalmanagement grundlegend ist.
  • Verbessere dich kontinuierlich durch Lesen, Zuhören, Interaktion mit anderen Tradern usw.
  • Mache Pausen und gönne dir Auszeiten.

Hast du bereits Erfahrung mit Psychotrading? Psychologische Aspekte sind in der Berufswelt wesentlich, denn Emotionen bestimmen unser Verhalten und unsere Entscheidungen. Im Trading ist deshalb die emotionale Kontrolle besonders wichtig.

Jede Emotion hat ihren Platz, aber sie sollte das richtige Handeln nicht beeinträchtigen.

Susan Oakey-Baker

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