Was bedeuten deine unbewussten Kritzeleien?

Was bedeuten deine unbewussten Kritzeleien?

Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2017

Viele Menschen schnappen sich ein Stück Papier und beginnen zu kritzeln, wenn sie telefonieren oder darauf warten, dass jemand für sie Zeit findet. Ohne es überhaupt zu bemerken, werden diese Kritzeleien Teil einer Routine, immer und immer wiederholt, jedes Mal, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Wir müssen zwischen gelegentlichen und ständigen Kritzeleien unterscheiden. Gelegentliche Kritzeleien werden nur manchmal gemacht und dann nie wiederholt. Ständige Kritzeleien sind die beliebtesten. Es sind diejenigen, die du einfach immer wieder zeichnest, sobald du ein Stück Papier vor dir hast. Es sind diejenigen, die dir etwas über dich verraten können, das, was du noch nicht weißt.

Auch wenn diese beiläufigen Zeichnungen kein eindeutiges Bild von uns sind, zeigen sie doch ein paar Persönlichkeitsmerkmale, die wir unbewusst ausdrücken. Wir bevorzugen bestimmte Formen und diese sind die Abbilder unserer persönlichen Wahrnehmung.

Bewusst zu schreiben ist das gleiche wie unbewusst ein Selbstporträt zu zeichnen.

Max Pulver

Unbewusste Kritzeleien

Die Form, der Druck und die Anordnung der Linien, die Teil dieser unbewussten Kritzeleien sind, können auf bestimmte Charakterzüge, Emotionen oder Gefühle hindeuten, die bis jetzt womöglich noch nicht ans Licht gekommen sind. Die grundlegenden Bedeutungen sind die folgenden:

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  • Geometrische Formen: Wir beziehen uns hier auf einfache geometrische Figuren (Dreiecke, Quadrate, Rechtecke, etc.). Wenn es keine Verzierungen oder Füllungen gibt, hat die Person ihre Gefühle vielleicht unterdrückt und versucht, alles mit Vernunft und Logik zu lösen. Wenn die Zeichnungen schraffiert sind, dann befindet sich die Person in einer Phase des Hinterfragens ihrer Vorstellungen. Wenn einige Bereiche komplett weiß und andere komplett schwarz sind, dann hat die Person Zweifel.
  • Harte oder nachdrücklich gezeichnete Linien: Wenn die Linie mit viel Druck gemalt wurde oder die Person versucht hat, sie perfekt zu zeichnen, weist das auf einen ängstlichen Menschen hin, der sich exzessiv auf seine Probleme fokussiert und dazu neigt, zwanghaft zu sein. Es könnte auch sein, dass er unterdrückte Wut oder Aggressionen verspürt, die noch nicht identifiziert wurden. Wenn die Linien das Papier fast kaputt machen, dann ist die Person von Gewalt übermannt.
  • Unregelmäßige oder Zickzack-Linien: Gebrochene oder Zickzack-Linien spiegeln Impulsivität wider. Diese Menschen sammeln Anspannungen an, die sie später, in unpassenden Momenten herauslassen. Generell handelt es sich um leidenschaftliche Menschen, die ihren Emotionen große Wichtigkeit zuschreiben.

Die Formen von unbewussten Kritzeleien

Die Formen von diesen unbewussten Kritzeleien können auch auf unbewusste Gefühle oder Empfindungen hinweisen. Eine richtige Analyse bezieht beide Faktoren mit ein, sowohl die gezeichneten Linien, als auch die Formen. Je nach Typ der Zeichnung sind dies ihre prinzipiellen Bedeutungen:

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  • Pfeile: Pfeile beinhalten grundsätzlich eine aggressive Komponente. Damit meinen wir dynamische und impulsive Menschen, die dazu neigen, sehr schnell zu handeln. Wenn der Pfeil von links nach rechts zeigt, dann weist das auf Aggression, die gegen andere gerichtet ist, hin. Wenn sie von rechts nach links zeigen, dann richtet sich die Aggression gegen die Person selbst. Gebogene Pfeile sind ein Anzeichen für Menschen, die ihre Energie auf ein Ziel fokussieren.
  • Spiralen: Spiralen werden von Personen gezeichnet, die egozentrisch sind und für die es demnach sehr schwierig ist, Dinge zu sehen, die nichts mit ihren eigenen Interessen zu tun haben. Spiralen, die auf der linken Seite enden, zeigen an, dass diese Menschen eine Menge Ballast aus der Vergangenheit mit sich herumtragen, mit dem sie sich noch nicht beschäftigt haben. Wenn sie auf der rechten Seite aufhören, dann weist das auf eine große Angst vor Einsamkeit hin, die sich mit einem starken Bedürfnis nach Sozialität abwechselt.
  • Sterne und Kreuze: Menschen, die gern Sterne zeichnen, haben ein großes Bedürfnis danach, im Mittelpunkt ihres sozialen Umfelds zu stehen. Aber wenn die Sterne viele Punkte haben und in der Mitte leer sind, dann deutet das auf Depression und Melancholie hin. Kreuze zeigen an, dass jemand Schuldgefühle verspürt oder ein schweres Gewicht auf seinen Schultern trägt.
  • Menschen: Menschen zu zeichnen ist ein Zeichen dafür, dass sich die Person wehrlos gegenüber anderen Menschen fühlt. Es kann sich auch um jemanden handeln, der glaubt, nicht dazu fähig zu sein, seine Verantwortungen zu erfüllen. Das ist besonders wahr, wenn die Figuren sehr klein sind. Wenn sie sehr schematisch sind, wie beispielsweise Strichmännchen, dann spiegelt das eine große Unsicherheit, die Angst, anderen zu nahe zu kommen, und das Bedürfnis, sich innerlich zu verschließen, wider.
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Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Fachmann. Bei Zweifeln konsultieren Sie Ihren Spezialisten.