Warum stolpern wir?

Gelassenheit, Entschleunigung und mehr Ruhe werden dir helfen, seltener zu stolpern, und zwar in allen Lebensbereichen!
Warum stolpern wir?

Letzte Aktualisierung: 02. Dezember 2021

Wann bist du das letzte Mal gestolpert und hast dein Gleichgewicht verloren? Haben sich deine Füße verheddert und du wärst beinahe gestürzt? Du warst dabei unkonzentriert und hast nicht aufgepasst? Weißt du, warum wir stolpern? Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies diesen Artikel!

Das körperliche und psychologische Stolpern haben vieles gemeinsam. Du kannst beim Sprechen stolpern, ein Wort nicht richtig aussprechen, beim Lesen einen Buchstaben auslassen oder dich beim Essen verschlucken. Es gibt viele Arten des Stolperns. Wir gehen heute der Frage nach, wie es dazu kommt und was du dagegen tun kannst.

Warum stolpern wir?

Wenn du in letzter Zeit das Gefühl hast, dass du mehr Fehler machst als sonst, dass du länger als sonst brauchst, um Aufgaben zu erledigen und dass das Ergebnis nicht so gut ist, wie erwartet, wird es dich interessieren, welche Ursachen dafür verantwortlich sein könnten.

Hektik und Eile

Eile ist bekanntlich kein guter Ratgeber. Genauso wie du beim schnellen Gehen eher stolperst, wirst du beim Versuch, eine Aktion so schnell wie möglich zu beenden, wahrscheinlich weniger genau sein und schlechtere Ergebnisse erzielen.

Das liegt nicht immer daran, dass die verfügbare Zeit wirklich begrenzt ist. Manche Menschen sind ruhelos, ungeduldig und gehetzt. Friedman und Rosenman bezeichnen sie als Typ A-Persönlichkeit. Diese Menschen brauchen ständig Bewegung und Aktivitäten, die sie jedoch hektisch und in Eile erledigen. Deshalb machen sie in der Regel auch viele Fehler.

Unaufmerksamkeit

Die moderne Gesellschaft verlangt höchste Leistung, doch oft handeln wir automatisch und unbewusst. Während du telefonierst, denkst du an andere Aufgaben, während du im Fitnessstudie trainierst, gehst du im Geist durch, was du noch alles zu tun hast. Aufmerksamkeit ist ein seltenes Gut! Meist springen wir von einer Idee zur nächsten, nicht nur in der Online-Welt.

Multitasking führt zum Stolpern

Das Bedürfnis, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, ist ebenfalls ein häufiger Grund für das Stolpern. Multitasking bedeutet unter anderem, gleichzeitig einen Film zu sehen und am Handy zu chatten, oder dich mit Freunden zu unterhalten, gleichzeitig jedoch in deinen sozialen Netzwerken zu surfen. Du stellst damit deine Aufmerksamkeit auf die Probe und kannst keine der Aktivitäten mehr in vollen Zügen genießen.

Stress führt zum Stolpern

Wie du das Stolpern vermeiden kannst

Wenn du dich mit den beschriebenen Situationen identifizierst, können dir vielleicht folgende Tipps helfen:

Reduziere Stress

Stress hat einen großen Einfluss auf die kognitiven Funktionen. Bei kontinuierlicher Belastung leidet dein Gedächtnis und du hast Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme. Die Problemlösungsfähigkeit sowie die exekutiven Funktionen werden durch Stress ebenfalls beeinträchtigt. Du solltest dich deshalb effektiv organisieren, mit Stress richtig umgehen und ausreichend Pausen einlegen.

Bessere Schlafqualität

Die Schlafqualität ist ebenfalls grundlegend, um deine körperliche und geistige Leistung zu erhalten. Schlafstörungen sind ein weitverbreitetes Übel, das zu Reizbarkeit, Fehlern, Leistungsschwäche und Konzentrationsproblemen führt.

Achtsamkeit im Alltag

Praktiziere im Alltag Achtsamkeit und versuche, dich auf den gegenwärtigen Augenblick zu konzentrieren. Versuche, deine Aufmerksamkeit nur auf eine Tätigkeit zu lenken und nicht an andere Dinge zu denken. Lege dein Smartphone zur Seite oder schalte es ab, um Ablenkungen zu vermeiden. Du musst nicht sofort auf alle Nachrichten antworten, die meisten sind nicht dringend. Mit einfachen Maßnahmen kannst du dich besser auf das Hier und Jetzt konzentrieren und das Stolpern in verschiedenen Lebensbereichen verhindern. Entschleunigung lautet das Zauberwort!

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  • Rosenman, R. H., & Friedman, M. (1977). Modifying type A behavior pattern. Journal of Psychosomatic Research21(4), 323-331.
  • Sandi, C. (2012). Influencia del estrés sobre las capacidades cognitivas. Ministerio de Educación.