Teste deine Persönlichkeit: Sag mir, wie du sprichst und ich sage dir wer du bist

30. Oktober 2015 en Psychologie 152 Geteilt
Es ist allgemein bekannt, dass unsere Persönlichkeit die Art, wie wir sprechen, direkt beeinflusst. Da wir wir gewisse Neigungen mit anderen Menschen teilen, macht es Sinn, dass wir uns mit den am häufigsten vorkommenden Persönlichkeitstypen vertraut machen, um zu wissen, wie man mit dem entsprechenden Typ am besten umgeht.
„Ich höre und vergesse. Ich sehe und erinnere. Ich mache und verstehe.“
Chinesisches Sprichwort

Dabei ist es wirklich nützlich und interessant zu wissen, wie wir uns gegenüber toxischen Gesprächspartnern verhalten können, die nur diskutieren wollen oder immer versuchen, Recht zu behalten. Wie wir im Folgendem sehen werden, sind Geduld, Durchsetzungsvermögen und Mitgefühl grundsätzliche Aspekte der Kommunikation, die wir immer aufrecht erhalten sollten.

Persönlichkeit – Welcher Typ bist du?

1. Der Unentschiedene

Diese Typen haben in der Regel viele Selbstzweifel und sind sehr unsicher, weshalb sie viel Aufmerksamkeit benötigen, damit sie uns auf richtige Weise einschätzen lernen. Sie versuchen, möglichst viele Optionen für eine Handlung zu haben, um so zu verhindern, dass sie später etwas bereuen. Sie vergleichen zum Beispiel viele Produkte im Supermarkt, bevor sie sich dafür entscheiden, was sie kaufen.

Es kann schwierig sein, mit ihnen eine Beziehung aufzubauen. Es wäre nicht richtig einen klaren Standpunkt zu vertreten oder übertriebene Sicherheit zu zeigen, da sie sich daran festklammern würden und damit ihre eigene Entwicklung verlangsamen würden. Am besten ist es, Ruhe und Vertrauen mit Worten herzustellen, die Kooperation, Empathie und Zuhören erzeugen.

Man sollte vermeiden, dass sie sich irgendwie wegen ihrer Unentschiedenheit als eine seltsame Person fühlen. Wir sollten nicht zu direkt und auch nicht zu ausführlich mit unserem Kommentar sein, den wir gerne machen würden, insbesondere da es sein kann, dass er sich auf Aspekte bezieht, die sowieso nicht so wichtig sind.

2. Der Schweigsame

Dieser Typ Mensch gibt uns keine Informationen über seine Emotionen, weder über die positiven noch die negativen. Sie behalten sie genauso für sich wie einen großen Teil ihrer Fähigkeiten. Sie denken in der Regel lange über die Situation nach, in der sie sich befinden, sie beobachten und analysieren unsere wichtigsten Charaktereigenschaften.

Es lässt sich wohl am Besten eine Beziehung mit ihnen aufbauen, wenn wir versuchen, uns empathisch und freundlich zu verhalten. Die beste Art, ihnen zu zeigen, dass wir uns für sie interessieren und um sie sich wohlfühlen zu lassen, ist, wenn wir ihnen geschlossene Fragen stellen. Dies soll heißen, Fragen, auf die man am Besten mit Ja oder Nein antworten kann.

Da es sich um eine Persönlichkeit handelt, die kaum oder gar nicht spricht, erscheint es uns oft, als würde sie uns nicht hören und wir heben deshalb die Stimme an. Dies wird schnell unangenehm und sollte deshalb vermieden werden. Außerdem sollten wir sie nicht unterbrechen, wenn sie sich dazu aufraffen, etwas zu sagen.

3. Der Egozentriker

Es handelt sich um eine Person, die meint, alles zu wissen und die uns alle glauben lässt, dass sie eine klare und fundierte Meinung zu jedem Thema hat, über das wir reden. Sie zeigt sich überheblich, akzeptiert keine Ratschläge und versucht immer, die Situation zu kontrollieren.

Es handelt sich zuallererst um eine toxische Persönlichkeit für die Person selbst. Sie ist auf der ständigen Suche nach Lob, beruft sich andauernd auf ihre großen Kenntnisse über das Gesprächsthema und schätzt all das gering, was die Anderen sagen.

Sobald wir mit ihnen eine Beziehung aufbauen und falls wir nicht schon bei dem Versuch scheitern, sollten wir sehr objektiv und genau sein und unser Wissen mit fundierten Informationen unter Beweis stellen. Der Schlüssel ist, dass wir selbstbewusst und empathisch auftreten und bereit sind, zuzuhören um eine gute Interaktion zu ermöglichen.

Wenn wir merken, dass der Andere stärker ist als wir, sollten wir uns auf subtile Weise zurückziehen, ohne die Tür komplett zu verschließen. Wir sollten vermeiden, das Gespräch auf radikale Weise zu beenden, zu streiten oder Ungeduld und Unwissen zu zeigen.

ego-420x260

4. Der Nachdenkliche

Dieser Menschentyp neigt dazu, eine große Anzahl an Informationen über ein bestimmtes Thema zu suchen. Wenn wir uns mit diesem Typ auseinandersetzen, sollten wir geduldig sein und unsere eigenen Informationen auf objektive und vollständige Weise beitragen.

Es ist wichtig, diese Persönlichkeit nachdenken zu lassen und uns ihrem Rhythmus anzupassen, wenn wir ein flüssiges Gespräch führen wollen. Wir sollten Stresssituationen vermeiden, da sie schlechte Ratgeber sind und man sie nicht dazu zwingen sollte, sich für die eine oder andere Option zu entscheiden, man sollte sie auch nicht zum Reden zwingen oder sie nervös zu machen.

5. Der Gesprächige

Dieser Personentyp redet gern über alles und jeden, unabhängig von dem Thema, mit dem das Gespräch begann. Er kann andauernd von einem Gesprächsthema zum nächsten wechseln, was von uns verlangt, dass wir ihnen dauerhaft Beachtung schenken.

Menschen dieser Persönlichkeit interessieren sich immer dafür, was die Anderen zu sagen haben und behalten es in Erinnerung. Deshalb ist es wichtig, dass wir, sobald wir mit ihnen zu tun haben, konkrete Aussagen machen und das Thema Punkt für Punkt durchgehen. Man sollte versuchen, die Begeisterung des Gesprächs aufrechtzuerhalten und wir sollten uns nicht müde oder niedergeschlagen zeigen.

6. Der Streithahn

Wir haben es erneut mit einer Persönlichkeit zu tun, der uns ersticken kann. Diese Art von Mensch kann uns mit ihrem Eifer, über alles diskutieren und alles in Frage stellen zu müssen, schnell als schwierig erscheinen, uns zweifeln lassen oder uns schuldig fühlen lassen.

Von diesen Personen geht eine toxische Wolke aus, die aus Gasen der Überheblichkeit und Größe besteht, was uns schnell ans Ende unserer Geduld bringen kann.

Es ist wichtig, dass wir streng mit ihnen bleiben und dass wir uns auf Fakten berufen, die unsere Meinung bestärken, damit diese nicht durch ihr Ego verschlungen werden. Es ist nicht sehr ratsam, sich auf Streitfragen einzulassen oder Schwäche zu zeigen, genauso wie es nicht angebracht ist, sich von Sarkasmus oder persönlicher Kritik beeindrucken zu lassen.

7. Der Schüchterne

Zurückhaltende Personen tendieren dazu, Augenkontakt zu vermeiden und bauen eine große Distanz zwischen sich selbst und anderen auf. Ihre Körperhaltung ist eher gebückt und sie strahlen Unsicherheit aus. Es fällt ihnen schwer, Fragen zu stellen, aus Angst sich lächerlich zu machen und weil sie sich ängstlich und beklemmt fühlen.

Wir können diesen Menschen mehr Sicherheit verleihen, indem wir positive Dinge beitragen und verstärken, indem wir etwa Ratschläge geben oder Hilfe anbieten, damit sich die Person wohl und befreit fühlt.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei, dass man sich in einer ruhigen Umgebung aufhält, was es erlaubt, Stück für Stück mehr Blickkontakt aufzubauen, also eine nonverbale Kommunikation, die nicht die Intimität des Anderen verletzt. Es ist nicht zu empfehlen, den Anderen mit festem Blick anzuschauen, da dies einen gewissen Tadel enthalten kann, was wiederum verhindert, dass sich diese Person uns öffnet.

8. Der Skeptiker

Wir haben es erneut mit einer Persönlichkeit zu tun, die dem Gespräch das Blut aussaugen kann. Solche Menschen halten die ganze Zeit eine defensive Haltung aufrecht, übertreiben das Negative und reden das Positive klein.

Sie sind meist bereits so eingestellt, dass sie ihre Meinung nicht ändern wollen, weshalb sie auch keine Lust haben, zu diskutieren, und weisen oft darauf hin, dass der Gesprächspartner nur versuche, sie zu manipulieren.

Es ist wichtig, dass wir uns sehr objektiv während eines Gesprächs mit ihnen verhalten, um ihnen nicht die Möglichkeit zu geben, uns misszuverstehen. Im Anbetracht ihrer Eigenschaft aus einer Maus einen Elefanten zu machen, sollten wir behutsam, durchsetzungsfähig, emphatisch und selbstsicher sein.

Die Geduld ist die Mutter der Wissenschaft, weshalb wir Ruhe ausstrahlen sollten und wir sie nicht allein lassen sollten, da dies nur ihre Vorstellung davon bestärkt, dass ihnen keiner Aufmerksamkeit schenkt.

Bild mit freundlicher Genemigung von nuvolanevicata

Auch interessant