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Für frischen Atem: Die richtige Mundhygiene für die ganze Familie

4 Minuten
Ein strahlendes Lächeln beginnt mit konsequenter Mundhygiene.
Für frischen Atem: Die richtige Mundhygiene für die ganze Familie
Geschrieben von Redaktionsteam
Veröffentlicht: 16 Januar, 2026 11:36

Saubere Zähne und frischer Atem gehören zusammen. Verfärbungen und Mundgeruch zeigen: Zahnbürste und Co. kommen zu kurz. Dieser Ratgeber fasst die wichtigsten Tipps für eine gute Mundpflege zusammen – für die ganze Familie.

Morgens und abends: Zähneputzen als wichtiges Alltagsritual

Es mag banal klingen, doch die Grundlage für gesunde Zähne bildet eine gute Zahnputzroutine. Zwar lernen wir bereits im Kindergarten, dass wir uns nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen sollen.[1] Im Alltag ist das nach manchmal aber unmöglich.

Zumindest morgens und abends darf das Zähneputzen bei der Mundpflege nicht fehlen. Es gilt die 2×2-Formel: 2-mal täglich je 2 Minuten putzen.[1]

Die Zahnbürste entfernt nicht nur Essensreste und Zahnbelag von den Zahnoberflächen. Sie befreit auch die Zahnzwischenräume von Ablagerungen – einem der Hauptgründe für Mundgeruch.

Um diesen zu bekämpfen, kommt nicht nur die richtige Zahnputztechnik infrage. Auch Hilfsmittel wie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten gehören zur gründlichen Mundhygiene.

Eine tägliche Mundspülung unterstützt zusätzlich. Sie erreicht Stellen, die die Zahnbürste nicht erfasst, und sorgt für frischen Atem. Deshalb hat sich eine hochwertige und hygienische Mundspülung bewährt.

Frau bei Mundhygiene – Zahnseide darf nicht fehlen

Schon gelesen? Was tun bei einer Zahnarztphobie?

Zähneputzen für Kinder: die KAI-Methode

Der Zahnschmelz von Kindern ist längst nicht so stabil wie der im Erwachsenengebiss. Daher tritt Karies im Kindesalter besonders oft auf, weshalb eine sorgfältige Mundhygiene bereits ab dem ersten Milchzahn  sinnvoll ist.

Für Kinder ist die KAI-Methode sinnvoll.[2] Sie ist leicht zu merken und erfordert noch nicht allzu viele feinmotorischen Fähigkeiten.

Dabei werden zunächst die Kauflächen der Zähne geputzt, danach die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen.[2]

Damit bereits die Kleinsten lernen, wie sie ihre Zähne sauber halten, ist gemeinsames Putzen eine gute Idee. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs daher eine tägliche Badezimmerzeit einplanen, die sich der Mundpflege widmet.

Zähneputzen für Erwachsene: die Rot-Weiß-Technik

Für Jugendliche und Erwachsene ist die KAI-Methode nicht die beste Wahl, denn sie lässt ein gesundes Zahnfleisch außer Acht. Sinnvoller ist die Rot-Weiß-Technik (auch: Stillman-Technik), die nichts anderes als die Putzrichtung beschreibt.[3]

Dabei werden die Borsten der Zahnbürste in einem Winkel von etwa 45 Grad auf das Zahnfleisch gelegt.[3] Anschließend den Bürstenkopf mit ein wenig Druck nach unten über die Zahnfläche führen.

Sowohl bei den Außen- als auch bei den Innenflächen ermöglicht die Methode ein schonendes Putzerlebnis. Zudem entfernt sie Zahnbelag besonders gründlich.

Achtung: Selbst gesundes Zahnfleisch kann in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn die Borsten zu viel Druck ausüben. Daher gilt: Lieber sanft „kehren“ als kräftig „schrubben“. Personen, die zu empfindlichem Zahnfleisch neigen, sollten zudem auf einen weichen Bürstenkopf achten.

Tipps für Schall- und Elektrozahnbürsten

Wer statt einer Handzahnbürste eine Schallzahnbürste verwendet, braucht sich keine neue Putztechnik anzugewöhnen.

Anders sieht es jedoch aus, wenn eine elektrische Zahnbürste zum Einsatz kommt. Da deren Bürstenkopf rotiert, wird er lediglich an die Zähne gehalten. Es reicht, die Bürste langsam von einem Zahn zum nächsten zu bewegen. Die rotierende Bewegung übernimmt die eigentliche Reinigung.

Egal für welche Putzmethode oder Zahnbürste man sich entscheidet, 2 Dinge sind besonders wichtig: Beim Putzen keinesfalls die Innenflächen vergessen. Und sich mindestens 2 Minuten Zeit nehmen, um die Zähne gründlich zu reinigen.[1]

Welche Zahnpasta eignet sich fürs tägliche Zähneputzen?

Grundsätzlich hängt die Wahl der Zahnpasta von den persönlichen Präferenzen ab. Allerdings unterscheiden sich die Zahncremes nicht nur im Geschmack. Auch inhaltlich gibt es einige Besonderheiten.

Eine fluoridhaltige Zahnpasta ist empfehlenswert, um den Zahnschmelz zu härten und die Zähne vor Karies zu schützen.[1] Kinder sollten eine Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt verwenden.[1]

Wer beim Zähneputzen dagegen auf eine aufhellende Wirkung Wert legt, kann zu einer Zahncreme mit Putzkörnern greifen – sie sollte jedoch nicht langfristig verwendet werden.[1]

Wie viel Zahnpasta sollte auf die Zahnbürste kommen?

Der Spruch „Viel hilft viel“ ist bei der täglichen Mundhygiene fehl am Platz. Denn bereits eine kleine Menge Zahncreme entfernt Schmutz und sorgt für frischen Atem. Experten empfehlen:[4]

  • ab dem 1. Zahn: eine reiskorngroße Menge
  • ab dem 2. Geburtstag: eine erbsengroße Menge

Für die Dosierung der täglichen Mundspülung am besten auf der Packung nachlesen.

Auch interessant: Träume verstehen und interpretieren

Extra-Tipp: Das hilft wirklich gegen Mundgeruch

Trotz regelmäßiger Mundpflege kann es vorkommen, dass der Atem „muffig“ riecht. Ein möglicher Grund: der Belag auf der Zunge.

Um diesen zu entfernen, ist ein Zungenschaber sinnvoll. Alternativ kann eine weiche Zungenbürste zum Einsatz kommen.

Apropos Bürste: Die Zahnbürste sollte spätestens nach 2 Monaten gewechselt werden.[1] Das gilt auch für den Kopf von Schall- und Elektrozahnbürste.

Denn abgenutzte Borsten reinigen weniger gründlich und können die Mundhygiene beeinträchtigen. Ein regelmäßiger Wechsel ist daher unverzichtbar für eine optimale Mundpflege.

Referenzen

[1] „Zahngesundheit“. Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, www.gesundheit.gv.at/krankheiten/zaehne/zahngesundheit.html. Zugegriffen 13. Januar 2026.

[2] „Zähneputzen mit KAI“. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/alltagstipps/zahngesundheit/zaehneputzen-mit-kai/. Zugegriffen 13. Januar 2026.

[3] Hellwege, Klaus-Dieter, Herausgeber. „Kapitel 7 Mundhygiene und Zahngesundheit (IV)“. Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe, Georg Thieme Verlag, 2018.

[4] „Neue Empfehlungen für Fluoridgehalt von Kinderzahnpasten“. Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde Informationsstelle für Kariesprophylaxe, www.kariesvorbeugung.de/kariesprophylaxe-aktuell/neue-empfehlungen-fuer-fluoridgehalt-von-kinderzahnpasten/. Zugegriffen 13. Januar 2026.

Saubere Zähne und frischer Atem gehören zusammen. Verfärbungen und Mundgeruch zeigen: Zahnbürste und Co. kommen zu kurz. Dieser Ratgeber fasst die wichtigsten Tipps für eine gute Mundpflege zusammen – für die ganze Familie.

Morgens und abends: Zähneputzen als wichtiges Alltagsritual

Es mag banal klingen, doch die Grundlage für gesunde Zähne bildet eine gute Zahnputzroutine. Zwar lernen wir bereits im Kindergarten, dass wir uns nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen sollen.[1] Im Alltag ist das nach manchmal aber unmöglich.

Zumindest morgens und abends darf das Zähneputzen bei der Mundpflege nicht fehlen. Es gilt die 2×2-Formel: 2-mal täglich je 2 Minuten putzen.[1]

Die Zahnbürste entfernt nicht nur Essensreste und Zahnbelag von den Zahnoberflächen. Sie befreit auch die Zahnzwischenräume von Ablagerungen – einem der Hauptgründe für Mundgeruch.

Um diesen zu bekämpfen, kommt nicht nur die richtige Zahnputztechnik infrage. Auch Hilfsmittel wie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten gehören zur gründlichen Mundhygiene.

Eine tägliche Mundspülung unterstützt zusätzlich. Sie erreicht Stellen, die die Zahnbürste nicht erfasst, und sorgt für frischen Atem. Deshalb hat sich eine hochwertige und hygienische Mundspülung bewährt.

Frau bei Mundhygiene – Zahnseide darf nicht fehlen

Schon gelesen? Was tun bei einer Zahnarztphobie?

Zähneputzen für Kinder: die KAI-Methode

Der Zahnschmelz von Kindern ist längst nicht so stabil wie der im Erwachsenengebiss. Daher tritt Karies im Kindesalter besonders oft auf, weshalb eine sorgfältige Mundhygiene bereits ab dem ersten Milchzahn  sinnvoll ist.

Für Kinder ist die KAI-Methode sinnvoll.[2] Sie ist leicht zu merken und erfordert noch nicht allzu viele feinmotorischen Fähigkeiten.

Dabei werden zunächst die Kauflächen der Zähne geputzt, danach die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen.[2]

Damit bereits die Kleinsten lernen, wie sie ihre Zähne sauber halten, ist gemeinsames Putzen eine gute Idee. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs daher eine tägliche Badezimmerzeit einplanen, die sich der Mundpflege widmet.

Zähneputzen für Erwachsene: die Rot-Weiß-Technik

Für Jugendliche und Erwachsene ist die KAI-Methode nicht die beste Wahl, denn sie lässt ein gesundes Zahnfleisch außer Acht. Sinnvoller ist die Rot-Weiß-Technik (auch: Stillman-Technik), die nichts anderes als die Putzrichtung beschreibt.[3]

Dabei werden die Borsten der Zahnbürste in einem Winkel von etwa 45 Grad auf das Zahnfleisch gelegt.[3] Anschließend den Bürstenkopf mit ein wenig Druck nach unten über die Zahnfläche führen.

Sowohl bei den Außen- als auch bei den Innenflächen ermöglicht die Methode ein schonendes Putzerlebnis. Zudem entfernt sie Zahnbelag besonders gründlich.

Achtung: Selbst gesundes Zahnfleisch kann in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn die Borsten zu viel Druck ausüben. Daher gilt: Lieber sanft „kehren“ als kräftig „schrubben“. Personen, die zu empfindlichem Zahnfleisch neigen, sollten zudem auf einen weichen Bürstenkopf achten.

Tipps für Schall- und Elektrozahnbürsten

Wer statt einer Handzahnbürste eine Schallzahnbürste verwendet, braucht sich keine neue Putztechnik anzugewöhnen.

Anders sieht es jedoch aus, wenn eine elektrische Zahnbürste zum Einsatz kommt. Da deren Bürstenkopf rotiert, wird er lediglich an die Zähne gehalten. Es reicht, die Bürste langsam von einem Zahn zum nächsten zu bewegen. Die rotierende Bewegung übernimmt die eigentliche Reinigung.

Egal für welche Putzmethode oder Zahnbürste man sich entscheidet, 2 Dinge sind besonders wichtig: Beim Putzen keinesfalls die Innenflächen vergessen. Und sich mindestens 2 Minuten Zeit nehmen, um die Zähne gründlich zu reinigen.[1]

Welche Zahnpasta eignet sich fürs tägliche Zähneputzen?

Grundsätzlich hängt die Wahl der Zahnpasta von den persönlichen Präferenzen ab. Allerdings unterscheiden sich die Zahncremes nicht nur im Geschmack. Auch inhaltlich gibt es einige Besonderheiten.

Eine fluoridhaltige Zahnpasta ist empfehlenswert, um den Zahnschmelz zu härten und die Zähne vor Karies zu schützen.[1] Kinder sollten eine Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt verwenden.[1]

Wer beim Zähneputzen dagegen auf eine aufhellende Wirkung Wert legt, kann zu einer Zahncreme mit Putzkörnern greifen – sie sollte jedoch nicht langfristig verwendet werden.[1]

Wie viel Zahnpasta sollte auf die Zahnbürste kommen?

Der Spruch „Viel hilft viel“ ist bei der täglichen Mundhygiene fehl am Platz. Denn bereits eine kleine Menge Zahncreme entfernt Schmutz und sorgt für frischen Atem. Experten empfehlen:[4]

  • ab dem 1. Zahn: eine reiskorngroße Menge
  • ab dem 2. Geburtstag: eine erbsengroße Menge

Für die Dosierung der täglichen Mundspülung am besten auf der Packung nachlesen.

Auch interessant: Träume verstehen und interpretieren

Extra-Tipp: Das hilft wirklich gegen Mundgeruch

Trotz regelmäßiger Mundpflege kann es vorkommen, dass der Atem „muffig“ riecht. Ein möglicher Grund: der Belag auf der Zunge.

Um diesen zu entfernen, ist ein Zungenschaber sinnvoll. Alternativ kann eine weiche Zungenbürste zum Einsatz kommen.

Apropos Bürste: Die Zahnbürste sollte spätestens nach 2 Monaten gewechselt werden.[1] Das gilt auch für den Kopf von Schall- und Elektrozahnbürste.

Denn abgenutzte Borsten reinigen weniger gründlich und können die Mundhygiene beeinträchtigen. Ein regelmäßiger Wechsel ist daher unverzichtbar für eine optimale Mundpflege.

Referenzen

[1] „Zahngesundheit“. Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, www.gesundheit.gv.at/krankheiten/zaehne/zahngesundheit.html. Zugegriffen 13. Januar 2026.

[2] „Zähneputzen mit KAI“. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/alltagstipps/zahngesundheit/zaehneputzen-mit-kai/. Zugegriffen 13. Januar 2026.

[3] Hellwege, Klaus-Dieter, Herausgeber. „Kapitel 7 Mundhygiene und Zahngesundheit (IV)“. Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe, Georg Thieme Verlag, 2018.

[4] „Neue Empfehlungen für Fluoridgehalt von Kinderzahnpasten“. Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde Informationsstelle für Kariesprophylaxe, www.kariesvorbeugung.de/kariesprophylaxe-aktuell/neue-empfehlungen-fuer-fluoridgehalt-von-kinderzahnpasten/. Zugegriffen 13. Januar 2026.

Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Fachmann. Bei Zweifeln konsultieren Sie Ihren Spezialisten.