Die Winterdepression – bist du davon betroffen?

4. November 2015 en Psychologie 2 Geteilt

Die Winterdepression wird auch SAD genannt, das kommt von Seasonal Affective Disorder, ihrer englischen Bezeichnung. Das kommt sicher mehreren von uns bekannt vor, vor allem jenen Personen, die in bestimmten Jahreszeiten Depressionen entwickeln, ohne zu wissen, warum. Wollt ihr mehr darüber wissen?

Was ist eine Winterdepression?

Es handelt sich dabei um eine Art Depression, die auftritt, wenn sich die Dauer des Tageslichts mit dem Wechsel der Jahreszeiten verkürzt. Das passiert normalerweise im Oktober oder November, wenn es beginnt, früher dunkel zu werden. Mit Frühlingsbeginn verflüchtigen sich diese Symptome wieder. Was passiert da mit uns? Oft treten diese Symptome auch umgekehrt, also im Sommer, auf.

Was sind die Gründe dafür?

Die genauen Gründe sind noch unklar. Wir wissen derzeit, dass die wenigen Stunden Tageslicht, die mit der kalten Jahreszeit einhergehen, unsere schlechte Laune hervorrufen. Doch weshalb das Gegenteil der Fall sein kann und sich unsere Gemütslage im Sommer mit zunehmenden Tageslichtstunden verschlechtert, ist bisher unklar.

Wenn wir unser Gehirn betrachten, glauben Experten, dass Melatonin und Serotonin (zwei Hormone, die unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, unsere Energie und Gemütslage beeinflussen) für unsere Gefühlsschwankungen verantwortlich sind.

Welche Symptome treten auf?

1. Gefühlsschwankungen

Personen, die an Winterdepression leiden, fühlen sich oft mut- und wertlos. Genauer gesagt, sie fühlen sich verzweifelt. Sie regen sich leicht über Kleinigkeiten auf. Das ist die Folge von ihrem emotionalen Zustand, der sie leicht reizbar und sensibel macht.

2. Unfähigkeit, zu genießen

Man hat plötzlich keine Lust auf Aktivitäten, die man normalerweise gern macht. Man verliert leicht das Interesse und ist oftmals unzufrieden in den verschiedensten Situationen. Schuldgefühle können diesen Zustand begleiten.

3. Energielosigkeit

Man fühlt sich oft müde, ohne dass es einen Grund dafür gibt. Warum schlafe ich mehr, ohne müde zu sein? Was ist los mit mir? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die an Winterdepression leiden. Für die Energielosigkeit, die uns plötzlich einholt, finden wir weder Gründe noch Lösungen.

4. Ernährungsumstellung

Die Winterdepression kann zweierlei Arten der Ernährungsumstellung zur Folge haben. Entweder man leidet an Appetitlosigkeit, oder man fühlt sich gezwungen, mehr zu essen. Letzteres kann durch Angstzustände, ausgelöst durch Schlaf- und Energiemangel und unsere plötzliche Passivität, noch zusätzlich verstärkt werden.

5. Konzentrationsschwäche

Die Winterdepression kann zu einem Leistungsverlust in Arbeit und Schule führen. Wie kann das passieren? Durch die Antriebslosigkeit. Wie schon vorher erwähnt, der Energiemangel hat enorme Auswirkungen. Es wird mühsamer, morgens aufzustehen, alles was wir tun sollen, wird von Lustlosigkeit begleitet. Alldem hinzu kommt noch die Konzentrationsschwäche, aufgrund derer wir an etwas anderes oder aber auch an gar nichts denken.

6. Sozialer Rückzug

Menschen die an Winterdepression leiden, verbringen lieber Zeit zu Hause als draußen. Sie neigen dazu, sich zurückzuziehen und sich seltener mit Freunden und Familie zu treffen, als zögen sie sich in sich selbst zurück. Sie haben keine Lust, hinauszugehen, sich zu amüsieren, Spaß zu haben oder sich einfach aktiv zu fühlen. Dadurch werden sie deprimiert, denn auch zu Hause machen sie nichts Produktives und nehmen ihr Lebe  dadurch als sinnlos wahr.

Was tun dagegen?

Auch wenn es verschiedene Möglichkeiten gibt, der Winterdepression zu begegnen, kann nicht allem Menschen, die darunter leiden, geholfen werden. Zuerst sollte man einen Arzt aufsuchen und ihm die genauen Symptome schildern. Der wird dann alle möglichen Fragen beantworten und einen Lösungsweg finden.

Gute Möglichkeiten, die Winterdepression zu vermindern, sind: das Tageslicht nutzen und an die frische Luft gehen, Sport treiben, uns dazu zwingen, soziale Kontakte zu pflegen, eine gesunde Ernährung halten und einen regelmässigen Schlafrhythmus entwickeln. Diese und andere Vorschläge helfen uns, die Winterdepression zu bekämpfen.

Und du, bist du betroffen oder kennst du jemanden, der an Winterdepression leidet? Glaubst du es gibt eine besseres Mittel dagegen? Wir freuen uns auf deinen Beitrag!

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