Die Kraft positiver Affirmationen

· 29. Juli 2018

Positives Denken hilft uns, gegenüber Stimmungsschwankungen resistenter zu werden. Depressionen können viele Ursachen haben. Dennoch spielen die Gedanken eines geringen Selbstwertgefühls, sich nicht würdig zu fühlen oder einfach nicht gut genug zu sein, eine wichtige Rolle in depressiven Prozessen. Mit positiven Affirmationen kannst du deine Denkprozesse ändern und dafür sorgen, dass diese zu deinen Gunsten spielen, und nicht dagegen. 

Eine Affirmation ist in der Regel eine vertrauensvolle Aussage über eine wahrgenommene Tatsache. Gewissermaßen ist es so, dass die Wiederholung dieser Art von Wahrheiten in Form von positiven hilft, signifikante Veränderungen im Leben einzuleiten. Dennoch sind die Wirkungen positiver Affirmationen nicht bei jedem Menschen gleich. Warum aber kann eine Person von einem internen Dialog voller positiver Affirmationen profitieren, während eine andere bei der Umsetzung genau derselben Strategie keine Ergebnisse erzielt?

Nun kann so eine Affirmation funktionieren, weil sie die Fähigkeit hat, zu motivieren, Hoffnung zu schaffen und sogar unseren Verstand zu programmieren, um auf der Basis einer bestimmten Idee zu arbeiten. Es spielt keine Rolle, dass diese Idee realistisch ist; wichtig ist nur, dass die Person ihr die Natur der Realität zuweist. Der Verstand erkennt keinen Unterschied zwischen dem, was real ist, und dem, was Fantasie ist. Dies geschieht zum Beispiel auch, wenn du dir einen Film ansiehst und dabei beginnst zu lachen oder zu weinen: Der Verstand identifiziert sich mit den Charakteren auf dem Bildschirm und reagiert darauf, auch wenn du natürlich weißt, dass nichts von dem, was du beobachtest, real ist.

„Eine Affirmation ist wirklich alles, was du sagst oder denkst. Vieles von dem, was wir normalerweise sagen oder denken ist eher negativ und schafft keine bereichernden Erfahrungen. Wir müssen unsere Gedanken umerziehen und in positiven Mustern sprechen, wenn wir unser Leben verändern wollen.“

Louise Hay

Lächelndes Gesicht aus Steinen auf Holzunterlage

5 Schritte, um positive Affirmationen effektiver und wirkungsvoller zu gestalten

Wenn tief in unserem Unterbewusstsein ein negativer Glaube verwurzelt ist, so hat dieser die Fähigkeit, positive Affirmationen auszulöschen. Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Aus diesem Grund scheinen diese Affirmationen für viele Menschen nicht zu funktionieren: Ihre negativen Gedanken sind so stark, dass sie mit allem Positiven kollidieren, das ihnen widerfährt. Sie annullieren es sozusagen in ihrem emotionalen Gepäck.

Die gute Nachricht ist, dass wir daran arbeiten können, dass diese positiven Affirmationen über die negativen Gedanken triumphieren. Dazu schlägt der Psychotherapeut Ronald Alexander folgende Schritte vor:

  • Mache eine Liste von den Eigenschaften, von denen du schon immer gedacht hast, dass sie deine negativsten wären. Füge jegliche Kritik hinzu, die andere jemals über dich geäußert haben und die du bis jetzt immer zurückgehalten hast. Beurteile jedoch nicht, ob diese wahr ist oder nicht. Wir alle haben Fehler und das ist genau das, was uns menschlich macht. Schreibe einfach alles nieder, was dir einfällt und zu diesem Thema passt. „Ich bin unwürdig“  oder was auch immer du von dir selbst denkst. Während du diese wiederkehrenden Gedanken niederschreibst, beachte, ob du diese irgendwo in deinem Körper festhältst. Fühlst du zum Beispiel Unterdrückung oder Angst in deinem Herzen oder im Magen?
  • Schreibe eine Affirmation über den positiven Aspekt deiner Selbstbeurteilung. Du kannst Synonyme notieren, um wirkungsvollere Wörter zu verwenden, die die Aussage verstärken. Anstatt „Ich bin würdig“  kannst du beispielsweise schreiben „Ich bin bemerkenswert und werde geschätzt“.  Nachdem du diese Affirmation aufgeschrieben hast, bitte jemanden, dem du vertraust, darum, diese zu lesen, um zu sehen, ob dieser Mensch noch irgendwelche Vorschläge für dich hat, um jene positiven Affirmationen weiter zu verstärken.
  • Rezitiere diese positiven Affirmationen fünf Minuten lang, dreimal am Tag, am Morgen, zu Mittag und am Abend, mit lauter Stimme. Ein idealer Zeitpunkt dafür ist gekommen, wenn du dich vor dem Spiegel fertig machst und dich selbst sehen kannst. Eine weitere Möglichkeit, diese neuen Überzeugungen zu stärken, besteht darin, die Affirmationen mehrmals in einem Notizbuch niederzuschreiben. Beobachte, ob sich dein Stil im Laufe der Zeit verändert. Ein Wandel könnte ein Hinweis darauf sein, dass dein Verstand neue Konzepte annimmt.
  • Verankere die positiven Affirmationen in deinem Körper, während du diese wiederholst, in dem du deine Hand auf den Bereich legst, in dem du Ärger gespürt hast, als du die negativen Affirmationen im ersten Schritt niedergeschrieben hast. „Atme“ auch in die Affirmation ein, während du sie sagst oder aufschreibst. Indem du deinen Geist neu programmierst, wirst du die Affirmation der Realität näherbringen.
  • Sorge dafür, dass jemand, dem du vertraust, deine Affirmationen wiederholt. Wenn du niemanden finden solltest, mit dem du dich diesbezüglich wohlfühlst, dann nutze dein eigenes Spiegelbild, als diese Person, die diese gesunde Botschaft stärken soll.

Glückliche Frau

Identifiziere deine negativen Affirmationen mit Hilfe von Meditation

Positive Affirmationen können ein mächtiges Werkzeug sein, um dir zu helfen, deine Stimmung zu verbessern und Veränderungen herbeizuführen. Bedenke dabei, dass sie besser funktionieren, wenn du zuerst die möglicherweise existierenden Glaubenssätze identifizierst, die ihnen entgegenstehen.

Die Meditation der Achtsamkeit ist eine sehr effektive Methode, um unbewusste Denkmuster zu entdecken. Sie erlaubt dir außerdem, zu kategorisieren und zu erkennen, was gesund ist und was dir nicht guttut. Mit der Übung der Achtsamkeit suchen wir keine direkte Veränderung. Was wir suchen, ist die Kraft und die Fähigkeit, zu akzeptieren, was wir sind, um uns danach dahingehend zu verändern und uns dem zu nähern, was alles möglich wäre.