Der Einfluss der Montessori-Methode

7. August 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Kinder lernen nach der Montessori-Methode

Maria Montessori ist die Schöpferin einer Lehrmethode, die die Früherziehung revolutioniert hat. Der Einfluss ihrer Vorschläge war so groß, dass ihr Name heute längst über Grenzen bekannt ist. Die von ihr vorgeschlagene Methode legt besonderen Wert auf Spiele, erklärt sie zum perfekten Medium, um bei Kindern die Entwicklung vielfältiger Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern. Die Montessori-Methode fördert diese Entwicklung durch Entdeckung, Zusammenarbeit mit anderen Kindern und Begleitern, duch Neugier, Spiel und Kommunikation.

Viele Kindergärten sind ein hervorragendes Beispiel für diese Methode. Wir sprechen von einer nicht-obligatorischen Erziehung, die sich auf Spiel, Spaß und Flexibilität konzentriert. Sie ermöglicht Kindern, spontan und initiativ zu sein. Schließlich fördert Maria Montessoris Methode die Unabhängigkeit der jüngsten Kinder. Gleichzeitig hilft sie ihnen, die Grundwerte des Zusammenlebens, der Zusammenarbeit und des Respekts zu verinnerlichen.

Wir wollen heute über die Montessori-Methode sprechen.

Die Grundprinzipien der Montessori-Methode

Die Grundprinzipien der Montessori-Methode zeigen sich allerorts, obwohl sich die Umsetzung der Methode, je nach Vorliebe der Pädagogen, unterschiedlich gestalten kann.

Die Montessori-Methode fördert zunächst das entdeckungsorientierte Lernen. Wir alle werden als neugierige Menschen geboren. Montessori-Lehrer glauben, dass Kinder besser lernen, wenn etwas diese natürliche Neugierde wecke, sodass sie mehr lernen und ihre eigenen Entdeckungen machen wollen. Die Montessori-Methode nutzt diese natürliche Neigung, dass Kinder Fragen stellen und Antworten finden wollen.

Kinder spielen zusammen

Verfechter dieser Methode glauben auch, dass die Umwelt die Bedürfnisse jedes Kindes entsprechend seiner Eigenschaften (Alter, Kultur, eine Diagnose wie Autismus, etc.) erfüllen müsse. Wir müssen die Methode also auf das Naturgegebene ausrichten, damit jedes Kind effektiv interagieren und spielen kann. Hier geht es um Holz, Erde und andere natürliche Materialien.

Alle Spiele, die die Montessori-Methode verwirklichen, haben eine kollaborative Komponente. Der Pädagoge soll diese Spiele beaufsichtigen, leiten und koordinieren, jedoch so wenig wie möglich in den Lernprozess eingreifen. Er soll lediglich versuchen, die Schüler im Lernen zu begleiten.

Die Montessori-Methode zielt darauf ab, die traditionelle Erziehung umzukehren. Ihr Ziel ist es, den Unterricht in dynamische und unterhaltsame Erlebnisse zu verwandeln. Aus diesem Grund dauert der Unterricht mehrere Stunden, ohne dass Unterbrechungen vorgesehen wären. Idealerweise werden dazu Altersgruppen mit einem maximalen Altersunterschied von drei Jahren gebildet und keine Klassenstufen im herkömmlichen Sinne. Zum Beispiel würden Kinder zwischen 6 und 9 Jahren zusammen in einem Klassenzimmer unterrichtet. Sie interagieren dann mit anderen Kindern, die weiter oder weniger weit als sie selbst entwickelt sind. Dies ist ein sehr nützlicher Anreiz.

Die Montessori-Methode heute

Glücklicherweise hat die Montessori-Methode den Lauf der Zeit überlebt und kommt bis heute in verschiedenen Schulen zur Anwendung. Sie begünstigt die Unabhängigkeit und Autonomie der Kinder, sowie die Interaktion mit verschiedenen Elementen, um ihre Neugierde zu wecken. Kurzum, sie nutzt die natürliche Neigung der Kinder zu Spiel und Spaß und macht sie zum wichtigsten Antrieb der Bildung.

Doch wenn wir in die konventionelle Grundschule schauen, verändert sich das Panorama. Kinder verbringen Stunden damit, ihren Lehrern Aufmerksamkeit zu schenken, dafür belohnt zu werden, dass sie nicht sprechen (oder dafür bestraft zu werden, dass sie sich äußern), und lange Zeit aufpassen. Eine Klasse kommt vor der anderen. Dieser konventionellen Methode mag zugeschrieben werden, jede Eigenmotivation zum Lernen zu beseitigen.

Neugieriges Kind spielt

Auch zur Methode selbst gibt es immer noch Zweifel. Ist die Montessori-Methode nur für Kinder bis zum Grundschulalter geeignet? Obwohl die meisten Bildungsstätten diese Methode derzeit nur für Vorschulkinder anbieten, ist es eine Tatsache, dass Maria Montessori die Montessori-Methode so konzipiert hat, dass sie sicher bis zum Alter von 12 Jahren angewendet werden kann. Die Montessori-Methode kann auch auf dem Gymnasium umgesetzt werden. Maria Montessori hinterließ entsprechende Richtlinien dafür, auch wenn sie unvollständig blieben.

Das derzeitige Bildungssystem konzentriert sich sehr stark auf die Noten. Aus diesem Grund wird viel Druck auf die Schüler ausgeübt, Aufgaben zu erledigen, die zu einer guten Note führen. Die Montessori-Methode sucht das Gegenteil. Es gibt keine Prüfungen oder Hausaufgaben, weil das Hauptziel ist, zu lernen, und nicht, die beste Note zu bekommen.

Untersuchen haben mehrfach gezeigt sagen uns, dass die Ausbildung, die in der Grundschule stattfindet, die Schüler langweilt. Weit davon entfernt, sie zu motivieren, bestärkt sie sie in der Annahme, dass der Schulbesuch nutzlos wäre. Diese Situation sollte ein Ansporn sein, die Art und Weise, wie wir unterrichten, zu überdenken. Derzeit wird die Wettbewerbsfähigkeit gefördert. Noten klassifizieren Schüler als erfolglos oder intelligent. Das Hauptziel sollte jedoch sein, dass sich die Schüler motiviert fühlen, die Welt um sie herum zu verstehen.

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