Bevor du die Welt veränderst, fange zunächst bei dir selbst an

4. Januar 2018 en Psychologie 235 Geteilt
Frau auf dem Mond

Manche Menschen versuchen, die Welt zu verändern, bevor sie überhaupt einen Blick auf sich selbst geworfen haben. Sie sind diese „Retter“ in glänzender Rüstung, Menschen, die nur den Horizont, ihre Träume der Großartigkeit sehen können, aber nicht ihre unmittelbare Realität. Sie haben nicht die gewöhnliche Bescheidenheit, um ihre Mängel wahrzunehmen, und verpassen dadurch die Chance auf eine authentische Revolution.

Lew Tolstoi sagte, dass die meisten Menschen wollten, dass sich die Welt verändere. Doch nur wenige begännen damit, indem sie sich selbst veränderten. Große Wandel resultierten aber aus kleinen Veränderungen in der Einstellung, ruhigen Fortschritten, Beobachtung und Taten. 

„Viele kleine Menschen in kleinen Orten, die kleine Dinge tun, können die Welt verändern.“

Eduardo Galeano

Ernest Hemingway hat über ein ähnliches Thema geschrieben. Er fragte, warum manche Menschen, die eine verantwortende Stellung einnähmen, dazu neigten, den Kontakt zur Realität zu verlieren. Wenn sie die Möglichkeit erhielten, wahrhaft gute Dinge für die Gesellschaft zu leisten, verwandelten sie sich häufig in Exemplare, die unverzüglich nach mehr strebten. Hemingway fragte, welche Art der „ansteckenden Mittel“ die Korruption auslösten, sobald die Macht erreicht würde.

Und dies ist die Frage, die wir uns jetzt stellen. Warum schaden Menschen, die die Fähigkeit haben, die Welt zu verbessern, ihr letzten Endes?

Frau, deren Tränen das Wasser steigen lässt

Die Welt verändern, um die eigenen Bedürfnisse anzupassen

„Ich werde die Welt verändern, sicher. Aber so, dass sie zu meiner Größe passt. Ich werde Veränderungen anstellen, natürlich. Aber nur solche, die meinen Erwartungen gerecht werden, und mit meinem Egoismus im Einklang sind.“

Lasst uns damit beginnen, über die Mentalität der Menschen zu diskutieren, die sich, sobald sie den Gipfel erreichen, von den wahren Problemen lösen, bis sie in Vergessenheit und Bedeutungslosigkeit geraten.

Die griechische Mythologie beschreibt den menschlichen Charakter mit seinen Todsünden und psychischen Rissen. Der Begriff „Hybris“ wurde benutzt, um jene Helden zu benennen, die ethische Grenzen überschritten und Verbrechen begangen haben, nachdem sie Ruhm, Ansehen, und Reichtum erreicht hatten.

Ein Hybris konnte sehr gefährlich sein. Denn wenn ein Held sich traute, die Götter herauszufordern, und durch Gewalttaten unter Alkoholeinfluss, Bosheit und Egoismus mit seiner Macht zu prahlen, tauchte Nemesis, der Gott der Gerechtigkeit auf. Wenn der mächtige und korrupte Held bestraft wurde, kam die Welt in ihr dezentes Gleichgewicht zurück. Dennoch erscheint im wahren Leben nicht immer ein Nemesis.

Mann mit langen Haaren und Hörnern

Menschen, die Macht erlangen, und die Welt zu ihrem Vorteil verändern wollen, werden nicht immer bestraft. Im Gegenteil. Für gewöhnlich sammelt sich um sie eine Gefolgschaft, Menschen, die die Möglichkeit ausnutzen, und den mächtigen Anführer so unterstützen, dass sie davon genauso profitieren können. Deshalb bleibt die Welt in dieser Realität stecken, in der sich noch mehr Kürzungen und Bedürfnisse entwickeln, und Menschen wegen des Mangels an Gerechtigkeit die Hoffnung verlieren.

Fange bei dir selbst an, um eine bessere Welt zu erschaffen

In unserer Gesellschaft erleben wir oft widersprüchliches Verhalten. Da sind zum Beispiel jene Menschen, die den Wert des Respekts, der Gleichberechtigung und der Solidarität verteidigen und loben. Doch die gleichzeitig ihre Prioritäten nicht geordnet haben. Die ihre Ziele in beruflichen Projekten festlegen und ihre Familien vernachlässigen.

Natürlich sieht und versteht jeder die Welt auf seine eigene Weise. Aber diejenigen, die sich von dem entfernen, was wirklich wichtig ist, beginnen, ihren Norden zu verlieren. Menschen, deren Worte und Taten sich widersprechen, erschaffen eine zusammenhanglose Realität. Es ist wichtig, sich dieser Details bewusst zu sein, um eine bessere Welt zu erschaffen.

Weiße Tauben fliegen durch die Luft

Niemand kann eine bessere Welt erschaffen, wenn er sich nicht zuerst bemüht, eine bessere Person zu werden. Es ist nötig, die Seele des Hybris von Feindseligkeit, Misstrauen, Neid, und Vorurteilen zu reinigen, obwohl sich viele Menschen nicht bewusst sind, dass sie sie haben. Es ist eine innere Reise, auf die nicht jeder gehen will.

Wir laden dich dazu ein, über die folgenden Strategien zu reflektieren, um eine positivere und hoffnungsvollere Welt zu erschaffen:

  • Lerne dich selbst kennen und kümmere dich um deinen inneren Garten. Dies ist die erste Stufe der Leiter. Um Respekt zu ernten, musst du Bescheidenheit säen. Damit du das Einfühlungsvermögen als ein Werkzeug nutzen kannst, musst du dir selbst etwas Zuneigung zeigen.
  • Der zweite Schritt ist es, über die Bedürfnisse deiner Nächsten nachzudenken, empathisch zu sein. Es ist immer schön, etwas zu tun, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Doch denke daran, wenn du etwas anbietest, gleichzeitig Respekt zu verlangen.
  • Um die Welt zu verändern, muss du gerecht handeln und deine Taten auf Mitgefühl basieren lassen. Es gibt hier keinen Raum für Machtspiele, Sabotage, Aggression oder Diskriminierung.
  • Tu jeden Tag etwas Gutes. Vernachlässige dich nicht selbst. Doch stelle sicher, wenn du zu Bett gehst, dass dein Kopf mit einem guten Gewissen auf dem Kissen ruhen kann.

Mit deiner Gemeinde zu arbeiten, dich um die Umwelt zu kümmern, Mitglied einer Nichtregierungsorganisation zu werden, sind alles Wege, um das Gemeinwohl zu fördern. Dabei dürfen wir auch die zukünftigen Generationen nicht vernachlässigen. Zieh deine Kinder gut auf, und bringe ihnen Werte bei, sodass sie zu Erwachsenen werden, die ihrerseits dazu fähig sind, die Welt zu verändern.

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