6 Wege, um störende Gedanken zu stoppen

· 2. September 2018

Guy de Maupassant sagte einmal: „Ein kranker Gedanke kann das Fleisch des Körpers eher durchdringen als Fieber oder Auszehrung.“  Jeder hat einmal negative, sogar störende Gedanken, aber sie werden zum Problem, wenn aus ihnen Obsessionen entstehen.

Stelle dir einmal vor, du fasst Angst auslösende Gedanken schon, bevor du überhaupt aus dem Bett steigst. Während du deinen Tag verbringst, kommt dir diese beunruhigende Idee immer wieder in den Sinn. Genau das ist ein störender Gedanke. Und was passiert, wenn du dir stundenlang oder sogar tagelang immer wieder solche Gedanken machst? Sie können zur gefährlichen Besessenheit werden und sogar deine Gesundheit beeinträchtigen.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Alles, was du tun musst, um dem vorzubeugen, ist, besonderen Strategien zu folgen, um deine mentalen Gewohnheiten anzupassen und aufdringliche Gedanken aufzuhalten.

Was sind störende Gedanken?

Jeder hat gelegentliche negative Gedanken, die ihm von Zeit zu Zeit durch den Kopf gehen. Das ist erst einmal keine große Sache. Die Gedanken werden nur dann zu einem Problem, wenn du sie nicht loslassen kannst. Du lässt sie immer wieder durch deinen Kopf kreisen und gibst ihnen den nötigen Raum, um zu tief verwurzelten Ideen zu werden. An diesem Punkt können deine Gedanken störend oder sogar schädlich werden.

Eine Frau hat störende Gedanken

Diese Gedanken machen niemanden glücklich. Ansonsten würden wir sie mit offenen Armen empfangen. Die unbequeme Wahrheit ist, dass es sich bei diesen Gedanken immer um Phobien, Ängste, Sorgen, Traumata oder tiefe Verwundbarkeiten handelt. Sie lassen es nicht zu, dass wir uns auf etwas anderes konzentrieren.

Zusätzlich zu den emotionalen Schmerzen, die sie anfangs verursachen, können störende Gedanken richtig anstrengend sein. Wiederholte, negative Gedanken zehren sowohl an den Energiereserven der leidenden Person als auch an den Menschen, die zur seelischen Unterstützung eingeweiht werden. Hinzu kommt, dass störende Gedanken dich deine Umgebung so verzerrt wahrnehmen lassen, dass du dir schlimme Situationen vorstellst, die gar nichts mit der Realität zu tun haben.

Diese Verzerrungen der Realität können sehr schädlich für deine emotionale Gesundheit werden, deine Ängste steigern und deine Stimmung negativ beeinflussen. Das Ergebnis sind allzeit präsente, störende Gedanken über dich selbst und dein Leben, wie zum Beispiel: Es ist hoffnungslos. Die Katastrophe wird kommen. Ich bin nutzlos. Ich bin ein Versager. Ich hasse mich …

Das Schlimmste ist, dass du diesen Gedanken glaubst. Wenn du sie stoppen möchtest, wirf einen Blick auf die Vorschläge im nächsten Absatz.

„Die Dimensionen der Persönlichkeit werden durch die Größe des Problems definiert, das in der Lage ist, eine Person aus ihrem eigenen Verstand zu vertreiben.“

Sigmund Freud

6 Wege, um störende Gedanken zu stoppen

Es sind wirksame Maßnahmen notwendig, um den sich wiederholenden, negativen Gedanken ein für alle Mal Einhalt zu gebieten. Hier sind ein paar einfache, aber effektive Vorschläge:

Versuche nicht, sie aufzuhalten

Nicht nur, dass es nicht funktioniert, es haben zudem mehrere wissenschaftliche Studien bestätigen können, dass dieser Versuch die Lage sogar verschlimmern kann, weil du dein Gehirn dabei zwingst, sich bewusst an diese Gedanken zu erinnern.

Akzeptieren und rationalisieren

Zu akzeptieren, dass Ängste dich täuschen und daher diese Art von Gedanken verursachen, wird dir helfen, dich zu entspannen und weniger an sie zu denken.

Schreibe sie auf

Deine störenden Gedanken niederzuschreiben ist nicht nur eine großartige Möglichkeit, um zu entspannen, sondern lässt dein Gehirn sie auch als aufgezeichnet interpretieren. Dies hilft ihm, das ständige Rezipieren zu unterlassen. Wenn du sie später liest, kannst du erkennen, wie irrational sie wirklich sind.

„Nur das Irrationale, das, was wahrnehmbare Qualitäten hat, aber für die Sinne nicht wahrnehmbar ist, kann zur Obsession werden.“

Salvador Elizondo

Negative Gedanken niederschreiben kann erlösend sein.Bewegung und Meditation

Bewegung reduziert die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol und senkt den Adrenalinspiegel. Außerdem fördert sie die Freisetzung von Dopamin, Endorphinen und Serotonin. Im Grunde tauschst du also Angst, Stress und Traurigkeit gegen Ruhe, Freude und Selbstwertgefühl aus. Dies wird dir helfen, deine störenden Gedanken für eine Weile in der mentalen Abstellkammer verschwinden zu lassen.

Auf der anderen Seite ist Meditation eine gute Möglichkeit, dich selbst zu lehren, die eigenen Gedanken zu kontrollieren und deine Aufmerksamkeit zurück in das Hier und Jetzt zu lenken. Obendrauf ist es auch sehr entspannend.

B-Vitamine

Ein Vitamin-B-Mangel kann die effektive Funktion des Nervensystems beeinträchtigen. Achte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B durch den Verzehr von Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Milchprodukten.

Lasse den Gedanken freien Lauf

Wenn störende Gedanken dann doch noch einmal auftauchen, solltest du dich nicht darum kümmern oder gar versuchen, sie aufzuhalten. Akzeptiere einfach, dass sie da sind. Versuche, dich zu entspannen, und während du das tust, wird dein Geist etwas anderes finden, auf das er sich konzentrieren kann, und die Gedanken werden von selbst verschwinden.

Wie du dir vorstellen kannst, gibt es viele Dinge, die dir helfen können, störende Gedanken zu stoppen. Trotzdem haben sie alle eines gemeinsam: Sie funktionieren nur, wenn du sie konsequent anwendest.