5 Angewohnheiten von Menschen, die permanent negativ denken

15. April 2018 en Psychologie 120 Geteilt
Negativ denken - Eine Frau legt ihren Kopf auf den Schreibtisch.

Wir kennen alle diese Personen, die permanent negativ denken und die Dinge immer von der schlimmen Seite aus betrachten. Du weißt gar nicht so genau warum, aber jedes Mal, wenn du in der Nähe dieser Person bist, merkst du, dass sich auch deine Emotionen dunkel färben. Manchmal verspürst du sogar den großen Drang, wegzulaufen. Meistens bemerken diese Menschen aber gar nicht, was sie den Personen in ihrem Umfeld mit ihrer Negativität antun.

Im Allgemeinen sind sie keine schlechten Menschen, aber dennoch bringt die Art, wie sie die Welt sehen, viel Leid mit sich. Denn negativ denken ist ansteckend. Langfristig erreichen Betroffene deshalb nur, dass sich andere von ihnen fernhalten. Niemand will ständig an die schlechten Dinge der Welt erinnert werden. Wir wissen alle, dass es das perfekte Leben nicht gibt. Wir orientieren uns alle daran, was wir für uns als perfekt erachten. Menschen, die permanent negativ denken, können die Sonne hinter den Wolken nicht sehen. Gleichzeitig konzentrieren sie sich auf die einzige Wolke am strahlend blauen Himmel.

Eine Frau schaut auf den friedlichen Ozean. Der Himmel ist mit wenigen Wolken bedeckt.

Wir können diesen Menschen nicht wesentlich helfen, wenn sie sich nicht selbst darum bemühen, ihre Perspektive zu ändern. Und wenn wir sie dabei unterstützen wollen, dann müssen wir sie motivieren. Dann können sie sich selbst dazu entscheiden, den ersten Schritt zu tun und wirklich etwas zu verändern. Wir sollten nie vergessen, dass das wahre Opfer einer negativ denkenden Person diese Person selbst ist.

5 Eigenschaften von Menschen, die permanent negativ denken

Sie machen sich über alles Gedanken

Menschen, die chronisch negativ denken, machen aus Mücken Elefanten. Ein heruntergefallener Teller sorgt für großes Drama. Ein paar Stunden später gibt es das nächste Drama für die nächste Kleinigkeit. Statt ihren Alltag zu genießen, machen sie sich ständig Gedanken um die Zukunft. Und das macht sie nur noch negativer.

Sie können nicht einschätzen, wie viel Aufmerksamkeit welche Dinge verdienen. Sie tendieren dazu, maßlos zu übertreiben, was sie ziemlich unglaubwürdig macht. Wir alle kennen das Märchen Peter und der Wolf und die Konsequenzen, die solches Verhalten hat.

Sie ignorieren das Gute

Es ist egal, ob sie einen tollen Arbeitstag hatten, ob sie gerade ein Geschenk bekommen oder tolle Neuigkeiten gehört haben. Sie fokussieren sich nur auf die unangenehmen Dinge in ihrem Leben. Sie beherrschen es perfekt, das Gute in ihrem Leben konsequent zu ignorieren.

Durch das Ignorieren der positiven Dinge sind sie sich ihrer Existenz gar nicht bewusst. Und wenn sie über ein Problem nachdenken, kommen sie nur zu solchen Lösungen, die ihrer negativen Denkweise entsprechen. Sie ziehen daraus die Erkenntnis, dass sie unglücklich und wertlos seien. Ihr eigenes Glück scheint ihnen egal zu sein. Es geht nur darum, in der endlosen, negativen Dauerschleife zu bleiben, die sie mit ihren Gedanken erschaffen haben.

Ein Mann hält sich den Kopf, über dem eine Wolke schwebt.

Sie können keine Komplimente akzeptieren

Wenn man sie lobt oder ihnen Komplimente macht, reagieren sie abwehrend. Ihr Selbstwertgefühl ist durch das negative Denken derart beeinflusst, dass jedes noch so lieb gemeinte Kompliment als Angriff gedeutet wird: Sie sind fest davon überzeugt, dass andere sie auslachen, obwohl diese in Wahrheit nur nett sein wollen. Sie sind nicht dazu in der Lage, zu akzeptieren, dass sie selbst auch wertvoll sind. Selbstwert ist für sie unbegreiflich.

„Selbst dein schlimmster Feind kann dich nicht so sehr verletzen wie deine eigenen Gedanken.“

Buddha

Sie können ausschließlich über ihre eigenen Probleme reden. Es gibt kaum Platz in ihrem Kopf für die Probleme anderer. Sie lieben es, immer wieder über ihr schlimmes Leben zu sprechen. Gleichzeitig interessiert es sie nicht, wie andere sich fühlen. Sie können schlecht zuhören und sind sehr ichbezogen. Ihre eigenen Probleme sind immer noch einen Tick schlimmer als die ihrer Mitmenschen. Es kommt nur selten vor, dass sie andere an ihrem Monolog teilhaben lassen und wenn, dann nur, um eine gegenteilige Meinung auszudrücken.

Dieser Mangel an Empathie führt oft zum Streit mit anderen, besonders wenn Grenzen überschritten werden. Natürlich belastet sie das ständige Bedürfnis, Dampf abzulassen – aber andere belastet es auch.

Sie riskieren selten etwas

Sie denken zu oft darüber nach, wie andere sie sehen könnten. Jeder abwertende Kommentar trifft sie und löst Besorgnis aus. Was sie über sich selbst denken, hängt von der Meinung andere Leute ab. Dieser Mangel an Objektivität bewirkt, dass sie sehr unsicher und bedürftig sind. Sie haben Angst vor den Intentionen ihrer Mitmenschen, sodass sie sich ihr eigenes Kopfkino zu deren Handeln ausdenken.

Klar, das machen wir alle. Aber negative Menschen reichern den Film noch mit Spezialeffekten an. In ihrem Kopfkino sind sie immer Opfer. Daher tendieren sie dazu, sich ständig beschützen zu müssen und nehmen nur wenige Risiken in Kauf. In ihrer Vorstellung haben sie bereits in der Vergangenheit viele Risiken auf sich genommen oder einfach zu viele offene Baustellen.

Sie können paranoid sein

Menschen, die permanent negativ denken, neigen zur Paranoia. Ein plötzliches Lachen oder ein verstohlener Blick und sie denken sofort, dass man über sie redet. Das macht sie sehr unsicher in der Umgebung anderer. Sie verspüren den Drang, schnell wieder zu gehen.Eine Frau steht abseits von anderen Menschen. Sie fühlt sich unwohl.

Es kann sehr schwierig sein, mit ihrem Verhalten umzugehen. Manchmal geht es gar nicht. Man muss viel Geduld haben und versuchen, wirklich zu verstehen, warum sie sich so verhalten. In den meisten Fällen resultiert ihr Verhalten aus einer Reihe schlechter Erfahrungen. Diese Erfahrungen wurden nie richtig aufgearbeitet. Aber es ist nie zu spät im Leben, um zu lernen, dass nicht alles schwarz oder weiß ist. Wir leben in Grautönen. Es wird immer gute und schlechte Tage geben. Nicht jede Erfahrung ist negativ.

Es gibt tausend Gründe, dankbar zu sein. Diese Gründe zu ignorieren macht uns nur undankbar und verschlechtert unsere Lebensqualität.

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