Kann sich dein Körper wieder erholen, wenn du mit dem Rauchen aufgehört hast?

26. März 2017 en Psychologie 607 Geteilt

Jeder weiß, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist. Rauchen tötet, aber trotzdem wollen oder können Millionen Menschen nicht mit dem Rauchen aufhören. Viele benutzen die Ausrede, dass mit dem Rauchen aufhören mehr Nebenwirkungen als Vorteile habe.

In diesem Artikel werde ich versuchen, jene Vorteile und die Nebeneffekte, die auftreten können, zu erklären. Ich werde auch versuchen, die Mythen zu zerstören, die du ständig hörst. Wenn du also darüber nachdenkst, aufzuhören, dann kannst du hier mehr über die Vorteile und die Unannehmlichkeiten, die du erfahren wirst, lernen.

Die Vorteile davon, mit dem Rauchen aufzuhören

Wenn du aufhörst zu rauchen, dann finden viele Veränderungen in deinem Körper statt und deine Gesundheit wird sich schon Minuten nach der letzten Zigarette verbessern. Diese Vorteile steigen von Jahr zu Jahr, in dem du nicht rauchst.

  • Minuten nach deiner letzten Zigarette sinken dein Blutdruck und deine Herzfrequenz. Das verringert die Belastung des Kreislaufs.
  • Rund acht Stunden, nachdem du aufgehört hast, fallen die Kohlenmonoxidlevel in deinem Blut ab und die Sauerstofflevel kehren in den Referenzbereich zurück.
  • In den ersten 24 bis 48 Stunden ohne Zigaretten beginnt sich dein Geruchs- und Geschmackssinn zu normalisieren. Schlechter Atem, der vom Rauchen kommt, verschwindet und genauso tun das auch die gelben Flecken auf deinen Fingern.
  • Nach zwei bis drei Wochen wird es dir leichter fallen, dich zu bewegen, weil sich die Lungenfunktion verbessert. Körperliche Entzugserscheinungen klingen allmählich ab und du wirst für mehrere Stunden am Stück überhaupt nicht mehr ans Rauchen denken.

  • Nach mehreren Monaten gehen Symptome wie Husten, verstopfte Nase, Müdigkeit und Atemschwierigkeiten zurück. Auch Erkältungen und Asthmaanfälle treten seltener auf als zu Zeiten, als du geraucht hast.
  • Ein Jahr nach dem Aufhören ist das Risiko auf ein koronare Herzkrankheit nur noch halb so hoch wie das von aktuellen Rauchern.
  • Nach fünf Jahren ohne Zigarette sinkt dein Risiko auf Karzinome in Mund, Speiseröhre, Blase und Gebärmutterhals um die Hälfte ab. Nach zehn Jahren ist dein Risiko auf Lungenkrebs weniger als halb so hoch als bei einem aktuellen Raucher.
  • Auch die Haut gesundet sichtbar, weil sich der Alterungsprozess verlangsamt.
  • Die Fruchtbarkeit steigt bei Männern und Frauen.

Zusätzlich zu all diesen gesundheitlichen Vorteilen gibt es auch wirtschaftliche Vorteile. Schließlich sparst du dir das ganze Geld, was du vorher für Zigaretten ausgegeben hast. Dazu kommen eingesparte Ausgaben für Medikamente und andere Ausgaben, die mit deiner Gesundheit zusammenhängen.

Negative Nebeneffekte vom Aufhören

Natürlich gibt es wie bei jeder anderen Droge auch Nebeneffekte und Entzugserscheinungen, die mit dem Aufhören zusammenhängen. Diese sind sowohl physischer als auch psychologischer Natur und machen den ganzen Prozess zunächst unangenehm. Lasst uns diese mal genauer anschauen.

Gesteigerte Anspannung, gar Angst ist das Symptom, was zur größten Sorge führt. Raucher neigen dazu, zu sagen, dass Rauchen sie entspannt. Das ist allerdings nicht wahr, denn der wichtigste Wirkstoff in Zigaretten ist Nikotin, ein Stimulans. Warum ist Rauchen also entspannend? Weil es ein tiefes Einatmen involviert, genau wie das, was bei verschiedenen Entspannungstechniken benutzt wird. Wenn du dich also nicht ängstlich fühlen willst, dann praktiziere derartige Atemtechniken.

Ein weiterer gefürchteter Nebeneffekt ist die Gewichtszunahme. Es ist allerdings nicht zwingend so, dass du zunimmst, wenn du mit dem Rauchen aufhörst. Menschen neigen aus drei Gründen dazu, zuzunehmen: weil sie sich ängstlich fühlen, was durch Atmungstechniken behoben werden kann; weil sie oft nach dem Essen rauchen und wenn sie das nun nicht mehr tun, dann essen sie mehr, denn sie haben sich noch keine andere nach-dem-Essen-Angewohnheit angeeignet; weil der Metabolismus in Abwesenheit des Stimulans Nikotin nicht mehr zusätzlich angekurbelt wird.

Von Anspannung und Angst haben wir bereits gesprochen. Eine simple Diät, die ein klares Ende für Mahlzeiten und die Menge an Nahrung, die du zu dir nimmst, enthält, wird dich davon abhalten, zuzunehmen oder hungrig zu sein. Der dritte Nebeneffekt hängt mit Stimmungsveränderungen zusammen. Stimmungsschwankungen und Gereiztheit sind sehr verbreitet bei Menschen, die mit dem Rauchen aufhören. Diese Symptome gehen allerdings vorbei und halten nur für etwa drei Monate an.

Entspannungstechniken und Sport können dir dabei helfen, dich zu entspannen. Kommunikation und Problemlösungsstrategien sind essenziell, um Streit zu vermeiden, wenn du dich gereizt fühlst.

Ein weiterer Effekt involviert eine Reihe von körperlichen Symptomen. Diese beinhalten Verstopfung, Übelkeit, Husten und Kopfschmerzen. Diese Symptome währen nicht lange und treten meist nur im ersten Monat auf. Sie treten deshalb auf, weil der Körper sich von den Giften, die du ihm durch das Rauchen zugefügt hast, reinigt: Husten und Übelkeit treten meist am Morgen auf und sind Teil des Reinigungsprozesses des Atmungsapparates. Verstopfung und Kopfschmerzen entstehen, weil sich die Verdauung mit weniger aktivem Metabolismus eingeschränkt wird und Blutfluss und Sauerstoffgehalt im Gehirn ansteigen.

Wenn du darüber nachdenkst, dann schlagen die Vorteile des Aufhörens die Nachteile um Längen. Denn letztere sind nur von vorübergehender Natur und mit passender Diät und psychologischen Techniken wie Atmung, Problemlösen und Strategien zur Steigerung der sozialen Kompetenz kann du gegen sie ankämpfen. Warte also nicht länger, deine Gesundheit steht auf dem Spiel!

Auch interessant