Ich habe mit allen Probleme. Bin ich das Problem?

22. Oktober 2016 en Emotionen 0 Geteilt

Es gibt immer Tage, an denen wir schon mit schlechter Laune aufstehen, auf der falschen Seite des Bettes aufwachen, oder mit einer Laune, das wir fast explodieren. Dann wissen wir bereits: Dies ist ein Tag, der Probleme bringen wird. Wie eine Art von nervigem Jucken, das wir nicht abschütteln können. Egal, wie sehr wir unsere Fäuste um uns herum schwingen, wie damals, als wir noch klein waren und versucht haben, mit verbundenen Augen den Topf zu finden. Das Schlechte daran ist, dass wir nicht immer Warnzeichen senden, wenn wir mit einem Holzlöffel herumlaufen und bereit sind, zuzuschlagen. Andere, die sich uns vertrauensvoll nähern, können dann einen bösen Schlag abkriegen.

Und deshalb ist es essenziell für uns, gewisse mentale Hilfsmittel zu haben, so dass wir wissen, wie wir diese Tage – wenn wir auf die ganze Welt sauer sind – rechtzeitig unter Kontrolle bringen können. Wir können nicht erwarten, dass sich jeder um uns herum ändert und uns ein Lächeln zeigt. Es geht vielmehr darum, für einen Moment wegzugehen, einen Ort zu verlassen, so dass wir niemanden attackieren und uns entspannen können.

Zu anderen Zeiten stehen wir mit normaler Laune, wenngleich nicht unbedingt mit Euphorie, auf und können es trotzdem nicht verhindern, dass wir von einem Streit in den nächsten geraten. Eine Katastrophe wird zur nächsten Katastrophe. Wer ist in diesen Situationen verantwortlich? Was kann getan werden, um dieses Problem zu lösen? Der Fakt, dass wir mit niemanden richtig klarkommen, ist das unsere Schuld oder ihre?

Erschaffen wir die Probleme oder machen wir sie nur ausfindig?

Natürlich würden wir alle sagen: „Ich suche nicht nach Streit. Er findet mich.“  Aber manchmal sind unsere Einstellung oder unsere Art zu denken eine Art Köder für Probleme. Als wären sie ein großer Magnet, der die Probleme anzieht.

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Das Gleiche passiert in Beziehungen. Wenn wir Freundschaften, Beziehungen oder gute Zusammenarbeit mit unseren Kollegen oft nicht aufrechterhalten können, dann mag es der Fall sein, dass wir verantwortlich sind. Wenn diese Situationen häufig auftreten, dann können wir nicht länger die anderen, die Umstände, oder unsere schlechte Wahl, mit wem wir uns umgeben, verantwortlich machen.

Wir müssen damit anfangen, uns selbst zu hinterfragen und verstehen, warum wir immer in der gleichen Situation enden. Erinnere dich daran, dass die gleichen Handlungen oft zu den gleichen Ergebnissen führen. Wenn es etwas gibt, was du nicht willst, dann musst du dich anders verhalten, um es zu ändern.

Probleme wiederholen sich von Zeit zu Zeit

Wo wir schon über Floskeln reden, könnten wir auch eine herauspicken, die perfekt auf dieses Problem passt: „Wir Menschen neigen dazu, zweimal über denselben Stein zu stolpern. Und wir freunden uns auch noch mit ihm an.“  Wenn wir mit ein paar Menschen Probleme haben, dann kann das normal und sogar verständlich sein, denn wir können nicht jedermanns Freund sein. Aber wenn wir mit unseren Nachbarn, unseren Eltern, unserem Chef, dem Kassierer im Supermarkt, unseren Kollegen, unseren Schulfreund und mit dem Busfahrer streiten, dann stecken wir wahrscheinlich in Schwierigkeiten.

Die gute Neuigkeit ist, dass dieses Verhalten verändert und verbessert werden kann, wenn wir es erst einmal erkannt haben. Dafür ist es essenziell, dass wir die Verantwortung für unsere Fehler auf uns nehmen. Es ist üblich zu sagen, dass die andere Person diejenige mit dem Problem ist, dass die Welt an allem Schuld hat,dass wir frei von aller Verantwortung sind.

„Haben sich alle gegen mich verschworen?“  Das ist ein sehr beliebter Satz. Könnte es auch sein, dass du dich gegen alle verschworen hast? Natürlich ist es weder Absicht noch Ziel, anderen Menschen wehzutun, aber Tatsache ist, dass wir mit unseren Handlungen diejenigen verletzen und wegschieben, die wir lieben, und auch Fremde.

Verantwortung für unsere Probleme auf uns nehmen

Der erste Schritt, damit aufzuhören, der Welt, dem Karma, oder dem Universum die Schuld an unseren Problemen zu geben, ist es, Verantwortung für sie auf uns zu nehmen. Wenn du nervös wirst, wenn du Auto fährst, weil dein Partner auf dem Beifahrersitz sitzt, dann ist das dein Problem, und nicht seines. Wenn du Streit mit einem Kollegen im Büro wegen eines Missverständnisses hast, dann ist es deine Schuld, dass du nicht rechtzeitig nachgefragt hast, und nicht die des Kollegen, der versucht hat, dir die Situation zu erklären.

Wir könnten tausende solcher Beispiele geben, aber das Wichtige ist der Grund, weshalb wir mit anderen streiten oder sie von uns wegschieben. Es ist unsere Einstellung! Deine Art zu handeln definiert dich und kann dir helfen oder dich verletzen, wenn es um menschliche Beziehungen geht.

Warum fängst du nicht mit ein bisschen objektiver Introspektion an, um herauszufinden, wo du gescheitert bist? Es gibt keinen Grund, dich deshalb fertig zu machen oder aufgelöst und weinend durch die Straßen zu laufen. Es geht einfach nur darum, zu verstehen, welche Worte, Taten oder Emotionen dazu geführt haben, dass du Probleme mit anderen hast.

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Vielleicht liegt es an fehlendem Selbstbewusstsein, Angst davor, deine eigenen Gefühle zu akzeptieren, die Kontrolle in Situationen zu verlieren, oder sauer auf dich selbst zu sein. Es gibt so viele und verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen auf diesem Planeten leben.

Wenn du jemanden kennst, der sich in so einer Situation befindet oder du es gar selbst bist, dann ist deine Aufgabe jetzt, darüber nachzudenken, wie sich die andere Person fühlt, wenn du auf diese Art reagierst. Denk an die Tatsache, dass Wut der Welt gegenüber die Wahrscheinlichkeit vergrößert, dass sie dich genauso behandelt, wie du sie behandelst. Du und dein Blick auf die Welt können so nicht positiv für dich und für die Menschen um dich herum enden.

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