Familiäre Beziehungen brauchen Empathie und Respekt

· 19. Februar 2018

Kinder aufzuziehen ist nicht einfach. Es kann familiäre Beziehungen zerstören, wenn wir es nicht auf die richtige Art tun. Wir brauchen jede Menge Geduld, Liebe und Zuneigung, wenn wir sie zu gesunden Erwachsenen erziehen wollen. All das, während wir unsere Ehe genießen oder zumindest erhalten wollen.

Es gibt so viele für die Kindererziehung relevante Fähigkeiten, wie das Wissen darum, wie man Kindern zuhört, ihnen ihren Platz zuweist, Grenzen zieht und ein gleichzeitig ein Gefühl der Zugehörigkeit erschafft, das ihnen Sicherheit verleiht. Dies macht eine Familie aus. Und es ist ebenso wichtig für die Erwachsenen.

Lies weiter, um zu sehen, wie du belastungsfähige familiäre Beziehungen schaffst.

„Am Ende des Tages sollten aller Mitglieder der Familie dazu fähig sein, alles zu verzeihen.“

Mark V. Olsen

„Ich liebe dich“ – die Basis von familiären Beziehungen

In einer Familie hat jeder seine eigenen Bedürfnisse, Qualitäten und Fähigkeiten. Darum drücken wir nicht alle unsere Zuneigung auf dieselbe Art aus. Auch müssen andere Menschen uns diese nicht auf die gleiche Weise zurückgeben, auch wenn es wichtig ist, generell Zuneigung zu kommunizieren.

Baby im Kinderstuhl und Papa

Manchmal fällt es uns schwer, konstruktive Kritik zu äußern. Nicht nur gegenüber Erwachsenen, sondern auch gegenüber Kindern, denn wir sagen ihnen oft lediglich, was sie alles falsch gemacht haben. Das Problem ist, dass etwas, was wir gar nicht bemerken – z. B. häufige Kritik und abwertende Kommentare -, einen großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl des anderen haben könnte, besonders wenn es sich dabei um ein Kind handelt. Auf diese Art können familiäre Beziehungen geschwächt werden.

Darum ist es wichtig, zu kommunizieren, auszudrücken, was wir an unseren Kindern lieben. Wie wichtig sie für uns und die Familie sind. Das wird sie mit Liebe erfüllen und ihr Selbstwertgefühl steigern.

Wir fördern starke familiäre Beziehungen durch Empathie und Anstrengung

Empathie ist ein großer Verbündeter, wenn es daheim Konflikte gibt. Uns in die andere Person hineinzuversetzen, wird den Streit nicht sofort beenden. Aber es wird uns helfen, sie ein wenig besser zu verstehen. Außerdem macht es es uns leichter, zu erklären, dass wir ihre Meinung verstehen, auch wenn wir ihren Standpunkt nicht vertreten. So können wir Kompromisse finden, die uns allen nutzen.

Uns in andere hineinzuversetzen wird einen anderen fundamentalen Aspekt der familiären Beziehungen erleichtern: die Anstrengung der anderen Person wertschätzen. Anerkennung wird immer verstärkend darauf wirken, Verhaltensweisen zu etablieren, die wir für gute familiäre Beziehungen brauchen. Aber natürlich braucht diese Veränderung Zeit.

Häusliche Verpflichtungen sind gut für familiäre Beziehungen

Zu Hause hat jedes Familienmitglied seine Aufgaben. Es ist wichtig, dass diese klar etabliert und beständig sind. Aber wie können wir schon den Kleinen Verantwortung im Haushalt übertragen? Wir müssen ihr Alter bedenken und ihnen Aufgaben übertragen, die ihren Fähigkeiten entsprechen.

Glückliche Familie vor Sternenhimmel

Schon mit einem Jahr kannst du den Kleinen einfache Aufgaben geben, die ihr Selbstwertgefühl steigern werden. Sie können ihr Spielzeug aufräumen, uns beim Tragen von etwas helfen oder das sauber machen, was sie schmutzig gemacht haben. Und es wird ihnen ein gutes Gefühl geben, wenn wir ihnen sagen, wie sehr sie uns helfen und wie wichtig sie für die Familie sind.

Neben Hausarbeiten müssen alle Familienmitglieder die gültigen Regeln respektieren. Auch wenn es schwer ist, müssen wir einander respektieren, wenn wir familiäre Beziehungen aufbauen wollen, die lange halten.

„Familie ist das Einzige, was sich unseren Bedürfnissen anpasst.“

Paul McCartney

Wir sollten die Rechte eines Familienmitglieds nicht mehr als die von anderen respektieren. Eine Balance in diesem Bereich zu finden, wird unnötigen Streits und Missverständnissen vorbeugen. Und es wird negative Emotionen verhindern, die familiäre Beziehungen untergraben.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Nathaniel Tetteh, Annie Spratt und David Straight