Drei großartige Romanzen der Geschichte

· 22. September 2018

In jeder Liebesgeschichte steckt immer auch ein Quäntchen Magie, ganz gleich, wann oder wo diese Romanze sich zuträgt. Die Welt der Liebenden verändert sich. Die Liebe verleiht ihr Poesie. Die Liebe verwandelt die von Amors Pfeil Getroffenen. Es ist, als würden einem Flügel wachsen – und ganz plötzlich hat man die Kraft, durch die Lüfte zu schweben. Als Beweis, dass die Liebe die Herzen der Menschen verzaubern kann, widmen wir uns heute drei unvergesslichen historischen Liebesgeschichten.

Wir werden über ungewöhnliche Paarungen berichten. Diese Liebenden standen vor gewaltigen Hindernissen. Sie mussten sich entscheiden, ob sie diese überwinden oder ihnen erliegen wollten. Sie blieben trotz aller Widrigkeiten ihrer Liebe treu. Und so sind sie in die Geschichte eingegangen.

In der Geschichte gibt es eine Vielzahl besonderer Liebesgeschichten. Heute werden wir den geneigten Lesern drei davon erzählen. Diese Romanzen sind allerdings außergewöhnlich – wir berichten von mutigen Liebenden, die trotz allem Unbill zusammenblieben. Diese Paare sind der Beweis dafür, dass der Liebe eine unglaubliche Kraft innewohnt.

1. Manuela und Bolívar – eine Liebe, die in die Geschichte einging

Manuela Sáenz war eine Frau, die alles hatte, was man sich nur wünschen kann. Sie wurde in einer reichen Familie geboren und hatte einen britischen Kaufmann geheiratet, der sie anbetete. Sie war jung, schön und eine der angesehensten Frauen in ganz Quito.

Am selben Tag, als die Provinz ihre Unabhängigkeit erlangte, veränderte sich Manuelas Leben für immer. Sie zog sich festlich an und ging zu einem Ball. Und dort traf sie den Mann, den sie bis ans Ende ihrer Tage lieben würde: Simon Bolívar.

Simon Bolívar und seine Geliebte Manuela

Sáenz ließ ihren Ehemann, ihr Land und ihre Reichtümer zurück, um dem „Befreier“ zu folgen. Er verliebte sich auch in sie. Er nannte sie „meine liebe Verrückte“. Sie folgte ihm in die Militärbaracken und kämpfte mit der kreolischen Armee. Sie brachte es so zum Rang eines Hauptmanns.

Aber wodurch wurde die Geschichte der beiden zu einer der größten Romanzen aller Zeiten? Durch Manuelas mutige Tat beim Putschversuch vom 25. September des Jahres 1828 in Bogotá : Bolívars Feinde kamen mit der Absicht, ihn zu töten. Sáenz stellte sich ihnen in den Weg, mit dem Schwert in der Hand. In der Zwischenzeit gelang es Bolívar, zu fliehen. Sáenz ging in die Geschichte ein als „die Befreierin des Befreiers“, oder wie es in der Originalsprache heißt, als „la libertadora del libertador“.

2. Abélard und Héloise

Abélard und Héloise gaben Anlass zu einer weiteren großartigen Geschichte von Liebe. Pierre Abélard war einer der gebildetsten Männer seiner Zeit. Er war Philosoph und Theologe, aber seine heutige Berühmtheit verdankte er nicht seinem Lehrstuhl. Berühmt wurde er durch seine turbulente Beziehung zu Héloise. Héloise zählte zu den aufgeklärtesten Frauen ihrer Zeit. Sie war seine Studentin, erst knappe 16 Jahre alt.

Sie verliebten sich Hals über Kopf ineinander und Héloise wurde schwanger von Abélard. Das war damals ziemlich unüblich und wurde öffentlich nicht gebilligt. Abélard entführte Héloise und brachte sie ins Haus seiner Schwester. Dort erblickte der gemeinsame Sohn Astralabius das Licht der Welt. Man überließ ihn der Obhut seiner Verwandtschaft.

Später brannte das Paar miteinander durch, damit Abélards Karriere keinen Schaden nehmen würde. Héloises Onkel und Vormund tadelte sein Mündel, weil Héloise sich weigerte, eine amtliche Eheschließung zu akzeptieren. Er ging sogar soweit, sie körperlich zu misshandeln.

Abélard brachte Héloise in ein Kloster, um sie vor ihrem Onkel zu beschützen, und er ließ Abélard zornentbrannt entmannen. Die zwei Liebenden sahen sich niemals wieder. Dennoch ging ihr Kontakt zueinander nie verloren – dank ihrer zärtlichen Liebesbriefe. Diese Briefe gehören zur interessantesten Literatur, die die französischen Geschichte hervorgebracht hat. Einige Jahrhunderte später wurden die Liebenden in einem gemeinsamen Grab in Paris wieder vereint.

3. Edward VIII. und Wallis Simpson

Die Liebe zwischen Edward VIII und Wallis Simpson ist unvergesslich. Die Welt wurde auf diese Beziehung aufmerksam, weil er den englischen Königsthron aufgab, um sie zu heiraten. Dies führte zu großen Kontroversen. Viele betrachteten es als eine der romantischsten Gesten des 20. Jahrhunderts. Anderen sahen darin eine Katastrophe.

Ein Foto von Wallis Simpson und Edward VIII.

Das britische Volk hat ihm diese Entscheidung niemals vergeben. Große Lieben in der Geschichte vertragen sich nun einmal nicht mit praktischen Angelegenheiten, wie zum Beispiel den Machtverhältnissen. Wir schreiben das Jahr 1936 und Europa befindet sich schon fast im Krieg. Edward VIII. eilte zudem der Ruf voraus, launenhaft zu sein und einen schwachen Charakter zu haben. Winston Churchill äußerte sogar, dass das Vereinigte Königreich Wallis Simpson danken sollte, das Land vor diesem schrecklichen König bewahrt zu haben, der er gewesen wäre.

Die Wahrheit ist, dass Thronfolger Edward hoffnungslos in Wallis verliebt war und alles aufgab, um mit mir zusammen zu sein. Was dann folgte, war schockierend: Das Paar lebte ein durch und durch leichtfertiges und frivoles Leben. Sie eilten von einer Party zur nächsten und waren immer auf Reisen. Wo sie sich auch aufhielten, hinterließen sie unbezahlte Rechnungen. Sie fand Gefallen daran, ihn zu demütigen. Und er war lediglich noch verliebter in seine Frau als zuvor. Er hielt eine ganze Menge aus – auch ihre unverhohlene Untreue.