An die Menschen, die ich mag

· 26. Oktober 2015

„Ich mag Menschen, die immer aktiv sind, die man nicht anschubsen muss, denen man nicht sagen muss, dass sie dies oder jenes tun sollen, sondern die wissen, was zu tun ist und es auch tun; Menschen, die ihre Träume so lange pflegen bis sie Realität werden.

Ich mag Menschen, die fähig sind, Verantwortung für die Folgen ihrer eigenen Taten zu übernehmen; Menschen, die das Gewisse für das Ungewisse riskieren, um einem Traum zu folgen; die es sich erlauben, vor vernünftigen Ratschlägen zu fliehen und ihr Schicksal in den Händen Gottes lassen.

Ich mag Menschen, die gerecht zu ihren Mitmenschen und zu sich selbst sind, Menschen, die für jeden neuen Tag dankbar sind, ebenso wie für all die guten Dinge, die in ihrem Leben sind; Menschen, die jede Stunde in guter Laune verbringen und das Beste von sich zeigen. Sie sind dankbar, dass sie am Leben sind, dass sie anderen Menschen ihr Lächeln schenken können, dass sie ihre Hände haben, um großzügig anderen zu helfen, ohne irgendetwas als Gegenleistung zu erwarten.

Ich mag Menschen, die im Stande sind, mich konstruktiv und direkt zu kritisieren, aber ohne mich zu verletzen oder mir wehzutun. Ich mag Menschen, die Taktgefühl haben, die einen Sinn für Gerechtigkeit haben. Solche Menschen nenne ich meine Freunde.

Ich mag Menschen, die die Bedeutung von Freude und Gespräch kennen. Menschen, die uns durch Witze beibringen, das Leben mit Humor zu nehmen. Menschen, die niemals vergessen, Kind zu sein. Ich mag Menschen, deren Energie ansteckend ist.

Ich mag aufrichtige und ehrliche Menschen, die es schaffen, mit vernünftigen Argumenten gegen die Entscheidungen anderer zu halten.

Ich mag selbstkritische Personen, die sich nicht schämen, zuzugeben, dass sie sich geirrt haben oder dass sie etwas nicht wissen. Personen, die, indem sie ihre Fehler akzeptieren, wirklich aus ihnen lernen und sie nicht wiederholen.  Ich mag solche, die gegen alle Widrigkeiten gegenankämpfen; Menschen, die nach Lösungen suchen.

Ich mag Menschen, die still für sich denken. Menschen, die ihre Mitmenschen wertschätzen, und zwar unabhängig davon, wie sehr sich die Beziehung zu ihnen auszahlt. Menschen, die nicht urteilen und auch nicht zulassen, dass andere dies tun. Ich mag Menschen, die Persönlichkeit haben.

Ich mag Menschen, die es verstehen, dass der größte Fehler des Menschen ist, etwas mit dem Kopf zu erzwingen, was das Herz nicht hergibt.

Die Sensibilität, der Mut, die Solidarität, die Güte, der Respekt, die Ruhe, die Werte, die Heiterkeit, die Bescheidenheit, der Glaube, das Glück, das Taktgefühl, das Vertrauen, die Hoffnung, die Dankbarkeit, die Weisheit, die Träume, die Reue und die Liebe zu anderen und zu sich selbst sind die grundlegenden Voraussetzungen, um sich MENSCH nennen zu können.

Mit solchen Personen möchte ich mein ganzes Leben zusammen sein, denn mit ihnen fühle ich mich für’s Leben beschenkt.

Mario Benedetti

Dieser Typ Mensch raubt mir mein Lächeln und ist voller Energie. Denn wir alle haben ebenso viele Fehler wie Tugenden; um das zu erkennen, brauchen wir nur die richtige Balance.

Ich mag...

Ich mag, wie Menschen sind: In Wirklichkeit ist es ziemlich einfach; es ist nur so, dass wir uns für gewöhnlich das Leben schwer machen, indem wir Vorsätze suchen und Enttäuschungen schaffen. Wir sind wahre Erschaffer von Enttäuschungen.

Oft gehen wir davon aus, dass die anderen uns ausnutzen, uns schaden oder uns betrügen. Eine einfache Geste oder ein kurzer Blick reichen aus, um in unserem Kopf eine ganze Welt voller schrecklicher Ideen hervorzurufen, die vermutlich nicht annähernd mit der Realität übereinstimmen.

Denn im Allgemeinen sind Menschen gut, die anderen unterscheiden sich gar nicht so sehr von uns selbst. Auch braucht man kein außerordentlich gutes Auge, um dies zu verstehen, sondern es reicht aus, offen dafür zu sein, unsere Beziehungen wertzuschätzen, ohne sie automatisch schlecht zu machen. Wir machen Fehler und sind voll von Lastern, aber sie sind es nicht, die uns definieren, sondern es ist unsere Wahrnehmung, die diese hervorhebt.

Wie schon Benedetti sagte, gibt es viele Menschen, die es wert sind, sich mit ihnen zu umgeben. Es sind die Menschen, die uns zum Psychologen machen, die uns nicht erdrücken, die uns nicht vergiften. Ich mag Menschen ebenso wie ich es mag, zu lachen, weil nichts Schlechtes daran zu finden ist, sich dem Glücklichsein zu versprechen, denn das ist das Größte, was uns gewährt wird.

Letzten Endes mag ich Personen, die sagen, was sie denken, aber mehr noch solche, die machen, was sie sagen und denken, was sie machen. Ich wertschätze authentische Menschen, denn der Fall, dass sich die Verben ’sagen‘ und ‚machen‘ vereinen, ist der schönste aller Zufälle.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von nuvolanevicata