Corporate Animals: die Absurdität der Unternehmenswelt

"Corporate Animals" ist eine amerikanische Komödie, ein unterhaltsamer Zeitvertreib ohne Tiefgründigkeit.
Corporate Animals: die Absurdität der Unternehmenswelt

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 18. April 2022

Dass Horror auf Komödie trifft, ist nichts Neues und in den letzten Jahren spielt schwarzer Humor im Film eine zunehmend wichtige Rolle. “Corporate Animals” (Patrick Brice, 2019) bietet uns eine Parodie auf große Unternehmen, ihre internen Hierarchien und auf Situationen, die zwar weit hergeholt, aber ebenso erschreckend wie alltäglich sind.

Was würde passieren, wenn die Mitarbeiter desselben Unternehmens plötzlich tagelang eingesperrt wären? Das scheint die Prämisse des Films zu sein, in dem Demi Moore in der Rolle der Lucy hervorsticht. Eine Rolle, die perfekt zu ihr passt: die einer tyrannischen Chefin, die versucht, freundlich zu erscheinen, und die sich wenig um den Klimawandel kümmert, solange das Image ihres Unternehmens nicht davon abhängt. Kurz gesagt, sie ist ein Wolf im Schafspelz, der ihre Angestellten in den Wahnsinn treibt.

Die Handlung ist einfach: Die Belegschaft einer Firma, die essbares Besteck verkauft, begibt sich auf ein Teamwork-Building-Wochenende nach New Mexico. Sie sollen gemeinsam Höhlen erforschen, doch nach einem Unglück geraten sie in eine Notlage, aus der sie auch der Guide nicht befreien kann. Sie sind jetzt in einer klaustrophobischen Höhle eingeschlossen und müssen um ihr Überleben kämpfen.

Trotz der schlechten Kritiken lädt uns die Komödie “Corporate Animals” dazu ein, über unsere absurde Arbeitswelt zu lachen.

“Corporate Animals”: eine Extremsituation

Du darfst dir keine großartige Komödie mit intelligentem Humor erwarten. “Corporate Animals” sorgt jedoch für Spaß und Unterhaltung, ohne tiefer über die absurde Situation nachzudenken. Auch dies ist manchmal nötig, um Stress und Hektik zurückzulassen und einen Moment lang auszuspannen. Lachen ist in diesem Fall die beste Medizin.

Heutzutage leben wir in einer Zeit, in der einige große Unternehmen eher einem Schulhof als einem seriösen Arbeitsplatz gleichen; in der Kreativität wird nicht so sehr belohnt wie Gehorsam. Und genau das ist es, was “Corporate Animals” uns bringt, eine Kritik an diesen aktuellen Modellen, an der Tyrannei und der Macht, die unser Arbeitsplatz auf uns ausüben kann, um sich schließlich über den Wettbewerb unter Gleichen lustig zu machen und auf einen einzigen Schuldigen, in diesem Fall Lucy, hinzuweisen.

Schon in den ersten Minuten des Films sehen wir einige Mitarbeitende bei Aktivitäten, die sie nie freiwillig machen würden. Da sie jedoch Angst haben, ihren Job zu verlieren oder nicht befördert zu werden, machen sie mit. Nachdem das Unglück geschieht, zeigt sich das Team von seiner dunkelsten Seite, um zu überleben.

Die rücksichtslose Chefin, versucht, ihre Angestellten zu manipulieren, doch die Erfahrung zeigt allen, dass Teamarbeit tatsächlich vorteilhaft ist. In Extremsituationen zeigt sich unser Überlebensinstinkt, Probleme wie der Verlust des Arbeitsplatzes werden zur Nebensache. Die Chefin verliert plötzlich ihre privilegierte Position.

Die Höhle ist in Wirklichkeit nichts weiter als eine Metapher für die Zwänge des Alltags, ein Szenario, das dazu dient, die ganze schmutzige Wäsche des Unternehmens auf den Tisch zu legen.

Corporate Animals

Eine zeitgenössische Satire

“Corporate Animals” ist eine amerikanische Komödie, die keinen grundlegenden Beitrag zur Filmgeschichte leistet. Sie ist absurd und greift auf Archetypen zurück, trotzdem ist es interessant, das Verhalten des Unternehmens und der Belegschaft zu beobachten. Die Absicht des Films ist einzig und allein, die Zuschauer zum Lachen zu bringen.

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