An deinem Strahlen stören sich Menschen, die in der Dunkelheit leben

· 6. Dezember 2017

Das Herz strahlen lassen und dieses Gefühl mit anderen teilen – was gibt es Schöneres auf dieser Welt? Dennoch gibt es Menschen, die genau das stört. Es handelt sich dabei um Menschen, in deren Herzen nur Dunkelheit zu finden ist. Es ist in der Tat sehr schade, dass dein Strahlen erlöschen kann, wenn du möchtest, dass sich jemand mit dir freut.

Trotzdem solltest du Folgendes wissen: In diesem Leben gibt es Menschen, deren Wesen dem Licht gleicht und die andere damit erhellen, ohne dass sie sie blenden, und es gibt Menschen, die mit ihrer toxischen Art anderen die Sicht vernebeln. Letztere erschrecken uns dazu noch und nehmen uns genau dann unser Strahlen, wenn wir Hilfe am nötigsten brauchen.

„Neid ist tausendmal schlimmer als Hunger, weil er der spirituelle Hunger ist.“

Miguel de Unamuno

Diese Art von Menschen, und das solltest du nie vergessen, brauchst du nicht in deinem Leben und sie bereichern dein Leben auch keinesfalls, vor allem weil Freunde uns Wärme schenken, wenn wir leiden, gleichzeitig aber auch wissen, wie sie sich mit uns freuen können, wenn wir Zielen näher kommen. Und diese Ziele gibt es fast immer.

Lass toxische Menschen in ihrem eigenen Keim ersticken

Licht und Schatten sind Teil der menschlichen Natur, weshalb die zwei Arten von Menschen, die wir zuvor beschrieben haben, zusammenleben, miteinander kommunizieren und sich manchmal auch anstecken. Genau das ist der Grund dafür, wieso es so einfach ist, auf Menschen zu stoßen, die in der Dunkelheit leben und mit dem Strahlen deines Lichts nichts anfangen können.

Eine Frau schwimmt im Fluss

Es ist nicht so, dass dein Strahlen unangenehm ist. Es ist einfach so, dass manche Menschen es dir sofort nehmen wollen, um sich besser zu fühlen, weil es in ihrer Seele Boshaftigkeit und in ihren Venen Neid, sehr viel Neid gibt. Kennst du Fliegenpilze? Pilze, die sehr schön aussehen, aber nicht essbar sind? Das Gleiche passiert auch mit diesen Menschen: Sie wollen dir weismachen, dass sie für dich da sind, und wenn die Stunde der Wahrheit gekommen ist, sprühen sie mit ihrem Gift um sich.

Deshalb gilt es, toxische Gesellschaft und Freunde zu meiden, die unsere Freude nicht teilen. Wir müssen sie ziehen lassen. Wenn du einmal genauer darüber nachdenkst, will ein Mensch, der sich nicht mit dir freuen kann, dir nichts Gutes, und das sollten wir nie aus den Augen verlieren.

Ist es gern oder nicht so gern gesehen, glücklich zu sein?

Wir teilen so gern gute Nachrichten mit Menschen, die wir kennen, spiegeln unsere Hoffnungen in unseren Reaktionen wider oder drücken aus, dass wir uns endlich angekommen fühlen. Und das tun wir durch Mitteilungen in sozialen Netzwerken, am Telefon, per E-Mail, mithilfe von Liedern oder auf 1000 andere Arten, die uns einfallen.

Aus diesem Grund können wir die Unzufriedenheit in den Gesten mancher Menschen nicht verstehen, die es nicht für gut heißen, dass wir da sind, wo wir in unserem Leben gerade stehen, weil wir anstatt dessen ein Lächeln, eine Umarmung, ein „Gut gemacht!“  erwarten würden. Ist dir das auch schon einmal so gegangen? In diesen Momenten wird das Strahlen, das wir in uns trugen, unsichtbar und unsere Freude wird gehemmt, weil wir keine zufriedenstellende Reaktion erhalten.

„Ich freue mich darüber, dass du dich darüber freust, dass ich mich darüber freue, dass du dich freust.“

Paul Auster

Das Herz strahlen lassen und anderen ein Licht in der Dunkelheit sein

Wenn sich das darüber hinaus häufig wiederholt, kommen wir zu dem Entschluss, dass das Glück ansteckend ist, aber sich nur derjenige anstecken kann, der sich anstecken lässt. Manchmal kommt es vor, dass unsere innere Ruhe bei anderen Unbehagen auslöst, und das hat nichts mit uns zu tun, sondern damit, wie der andere mit seinen Gefühlen umgeht.

Vielleicht ist es die eigene Dunkelheit, die dein Strahlen stört

Als ich über dieses Thema nachgedacht habe, bin ich auf einen Vergleich gestoßen, der mir sehr interessant schien und über den du vielleicht ähnlich denkst: Diese Menschen, die dir dein Strahlen nehmen, erinnern mich an Weisheitszähne. Ich werde versuchen, dir zu erklären, wieso.

Weisheitszähne machen sich früher oder später bemerkbar und wahrscheinlich nicht allesamt zur gleichen Zeit. Am Anfang stören sie noch nicht, aber wenn wir glauben, dass es uns gut geht, beginnen sie, zu schmerzen. Sie verderben uns unsere Laune und rauben uns unsere Energie, weil wir wissen, dass sie gezogen und entfernt werden müssen, damit sie uns das Leben nicht länger schwer machen können. Dieses befreiende Gefühl, wenn wir sie endlich losgeworden sind, ist unvergleichlich. Aber vorm Zahnarzttermin haben wir dennoch Angst.

Menschen, die kaltherzig sind und nicht wissen, wie sie sich vor innerer Kälte schützen sollen, verhalten sich ähnlich: Irgendwann tauchen sie auf, weil auch sie Teil der menschlichen Spezies sind. Doch wir sollten nicht vergessen, dass Weisheitszähne keine Funktion haben und unsere Mundhygiene dazu noch beeinträchtigen.

Du solltest weiterhin das Herz strahlen lassen und nicht erlauben, dass ein Schatten, der nicht deiner ist, dein Leuchten verdunkelt.

„Wenn lachen ansteckend ist, sollten wir daraus eine Epidemie machen.“

Pablo Pacanowski