5 Filme, die die Kluft zwischen Stadt und Land veranschaulichen

Die Kluft zwischen ländlichen und städtischen Umgebungen wird immer größer. Diese Filme zeigen diesen Unterschied auf.
5 Filme, die die Kluft zwischen Stadt und Land veranschaulichen

Letzte Aktualisierung: 27. September 2021

Wir empfehlen dir heute verschiedene Filme, die die Kluft zwischen der ländlichen und der städtischen Welt veranschaulichen. Die Umwelt, in der wir leben, prägt unser Verhalten, deshalb ist dieses Thema in der Psychologie und Soziologie höchst interessant.

Die Kluft zwischen der ländlichen und der städtischen Welt wird immer größer. Arbeit, Gewohnheiten, Lebensweise, Ideologie und andere Aspekte unterscheiden sich stark. Folgende Filme veranschaulichen diese Kluft, zeigen jedoch gleichzeitig auf, dass menschliche Probleme universell sind.

1. Hillbilly Elegy (2018)

Dieser Film handelt von der Kluft zwischen der ländlichen und der städtischen Welt in den Vereinigten Staaten. Es handelt sich um die Verfilmung der umstrittenen Memoiren von J.D. Vance, “Hillbilly Elegy”. Zwar war die Kritik nicht besonders gut, doch viele betrachten diesen Streifen als treffende Beschreibung der Situation in den Vereinigten Staaten. Dieser Film zeigt auch, wie in den USA gewählt wird.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte eines Jurastudenten aus Yale, den es in seine Heimatstadt in den Appalachen zieht. Er denkt über seine Familiengeschichte nach und wie sie ihn beeinflusst hat.

James David Vance erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich selbst finden will, indem er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Er möchte verstehen, wer er ist und woher er kommt. In Ron Howards Hillbily Elegy spielen Amy Adams, Glenn Close, Gabriel Vasso und Freida Pinto die Hauptrollen.

2. Winter’s Bone (2010)

Der Film, der auf dem Roman von Daniel Woodrell basiert und von Regisseurin Debra Granik adaptiert wurde, baut eine gewaltige Spannung zwischen Geheimnis und Realität auf. Der düstere Streifen ist so hart, unerschrocken und faszinierend wie die Charaktere, die in den kalten, grauen Hügeln ihr Leben fristen.

Jennifer Lawrence ist Ree, ein 17-jähriges Mädchen, muss sich um ihre beiden jüngeren Brüder kümmern. Ihre Mutter ist krank, ihr Vater war im Gefängnis und wird gesucht. Er muss seine Welt in Ordnung bringen, um sein Haus nicht zu verlieren. 

Schließlich vermutet die Familie, dass der Vater zum Opfer eines örtlichen Clans wurde, da er sich in drogenkriminellen Kreisen bewegte. Unerschütterlich in einem armen und gewaltdurchdrungenen Umfeld macht sich Ree auf die Suche ihres Vaters, um seine Schulden zu begleichen. Das Schicksal ihrer gesamten Familie liegt nun in ihren Händen.

3. Kluft zwischen Stadt und Land: Verstehen Sie die Béliers? (2014)

Diese französische Tragikomödie ist eine Familiengeschichte, in der es um Taubheit, Gesang und Lebensträume geht. Louane Emera spielt Paula, die Tochter der sexbesessenen Bauern Rodolphe und Gigli (François Damiens, Karin Viard), die durch ihren grotesken Sinn für Humor hervorsticht.

Ihre Eltern und ihr jüngerer Bruder sind taub, sie spielt die Dolmetscherin. Während Rodolphe beschließt, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, hat Paula die Chance, an einem Gesangswettbewerb in Paris teilzunehmen, der ihr Leben verändern könnte.

Ihre Eltern können den Gedanken nicht ertragen, dass sie eine schöne Stimme hat und deshalb die Familie verlässt. Paula muss auch auf ihre bäuerliche Routine in der Loire-Region verzichten, um in das moderne, kosmopolitische Paris einzutauchen.

4. Der Geist des Bienenstocks (1973)

Victor Erices “Der Geist des Bienenstocks” erzählt die Geschichte zweier Schwestern: Die achtjährige Ana (Ana Torrent) ist fantasievoll und beeindruckbar, die zehnjährige Isabel (Isabel Telleria) bodenständig und schelmisch.

Wir schreiben das Jahr 1940, kurz nach dem spanischen Bürgerkrieg und dem Sieg der Faschisten unter General Franco. Die beiden Schwestern leben in einem kleinen, fast verlassenen kastilischen Dorf in einem Landhaus, das im Krieg nicht zerstört wurde.

Sie leben bei ihrem Vater Fernando (Fernando Fernán Gómez), der tagsüber Imker ist und nachts Gedichte über Bienen schreibt. Ihre einsame und verlassene Mutter Teresa (Teresa Gimpera) schreibt geheimnisvolle Briefe an einen Liebhaber, der jetzt im Ausland lebt. Die meiste Zeit werden die Mädchen allein gelassen, außer einmal, als ihr Vater sie zum Pilzesuchen mitnimmt.

Eines Tages zeigt ein reisender Filmvorführer die spanisch synchronisierte Version von “Frankenstein” (James Whale) aus dem Jahr 1931 in der Stadthalle des Dorfes. Anne ist von dem Monster fasziniert, versteht aber nicht, warum das Mädchen von ihm getötet wird und warum die Dorfbewohner das Monster töten.

“Der Geist des Bienenstocks” hat die Arbeit des Spaniers Carlos Saura und des Mexikaners Guillermo Del Toro beeinflusst, dessen Film “Pans Labyrinth” in Cannes uraufgeführt wurde.

5. Kluft zwischen Stadt und Land: Früchte des Zorns (1940)

“Früchte des Zorns” ist John Fords Adaption von John Steinbecks klassischem Roman. Der Film spielt 1940 zur Zeit der Großen Depression.

Die Farmerfamilie Joad sucht ein besseres Leben in Kalifornien. Nachdem die Bank ihre von der Dürre geplagte Farm beschlagnahmt hat, belädt die Familie, angeführt von Sohn Tom (Henry Fonda), einen Lastwagen und macht sich auf den Weg in den Westen.

Auf ihrem entbehrungsreichen Weg treffen sie Dutzende anderer Familien, die die gleiche Reise machen und sich an den gleichen Traum klammern. In Kalifornien angekommen, stellen die Joads bald fest, dass das gelobte Land nicht so ist, wie sie sich erhofft hatten. 

Der Film beschreibt eine schwierige Zeit in der amerikanischen Geschichte und wirft immer noch aktuelle Fragen über Armut, Farmarbeit und die große Kluft zwischen Arm und Reich auf.

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