3 toxische Verhaltensweisen, die wir aus unserem Zuhause verbannen sollten

2. Oktober 2017 en Psychologie 347 Geteilt

Ein gesundes Zuhause ist vielleicht einer der Faktoren, der uns mental am stärksten macht. Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Ein ungesundes Heim macht uns wesentlich verletzlicher und anfälliger für psychische als auch für physische Krankheiten.

Das Wort „Heim“ steht dabei nicht immer für die Familie aus Vater, Mutter zwei Kindern und einem Hund. Das Zuhause ist der Ort, an dem wir wohnen und das wir zuweilen mit Eltern und Geschwistern, manchmal aber auch mit Freunden, Besuchern oder unserem Haustier teilen. In diesem Fall beziehen wir uns auf das Zuhause, in dem es ein Zusammenleben gibt und das kein Einmann-Haushalt ist.

„In einem Zuhause ohne Lärm, ohne Botschaften, ohne Grün, ohne Kindheit ist es einsam.“

César Vallejo

Die Qualität der Bindungen, die in einem Zuhause entstehen, ist für unsere emotionale Gesundheit entscheidend. Wo Menschen zusammenleben, gibt es auch Konflikte. Aber besonders in unseren eigenen vier Wänden sollten wir nicht zulassen, dass sich gewisse Verhaltensweisen einnisten, die für unsere Psyche wahres Gift sein können. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf drei dieser toxischen Verhaltensweisen, die wir niemals in unser Haus lassen und sie noch weniger dort wohnen lassen sollten.

Schreie verwandeln ein Zuhause in die Hölle

Das Schlimme an Schreien ist, dass sie zu Beginn nicht häufig vorkommen, aber die Toleranz ihnen gegenüber größer wird und sie letztendlich zu einer Gewohnheit werden, und das sogar noch eher, wenn jemand immer öfter schreit. Das passiert, ohne dass es uns auffällt. Heute schreien wir, weil wir verzweifelt darüber sind, dass man nicht versteht, was wir sagen, und morgen schreien wir, weil man zu viel in unser Gesagtes hineininterpretiert hat, oder weil uns niemand zuhört, wenn wir nicht schreien, wie wir zumindest denken.

Mit dieser Gewohnheit des Schreiens, die mehr störend als beleidigend erscheint, beginnt sich ein giftiger Keim auszubreiten: der Keim der Gewalt. Schreie machen aus einem gewöhnlichen Konflikt eine Situation, die auf psychischer Ebene verletzt. Man möchte Macht gewinnen. Das ist eine Art und Weise, um zu zeigen, sich auch wehren zu können, wenn uns die Worte fehlen.

Ruhig zu sprechen kann ebenfalls zu einer Gewohnheit werden, aber zu einer angenehmen. Nicht zu schreien und nicht zuzulassen, dass man uns anschreit, stärkt das Zusammenleben und hilft dabei, unser Selbstwertgefühl und unsere Selbstbeherrschung zu verbessern sowie eine respektvolle Haltung einzunehmen. „Hier wird nicht geschrien“ sollte in jedem Zuhause eine grundlegende Regel sein.

Die persönlichen Freiräume nicht trennen

Ein Großteil des gesunden Zusammenlebens besteht darin, die Freiräume der anderen respektieren zu können. Mit dem Begriff „Freiräume“ beziehen wir uns nicht nur auf die physischen Orte, die jedem Mitbewohner zuteilwerden, aber auch die gehören dazu.

Es muss absoluter Respekt für die Besitztümer der anderen und die Orte existieren, die Teil ihres persönlichen Umfeldes sind. Genauso wichtig ist es, dass jeder für sich entsprechende Grenzen zieht und dafür sorgt, dass die anderen sie kennen. Es gibt sogar Grenzen, die verhandelt werden können und sollten.

Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um das anzugehen. Jeder sollte seinen persönlichen Freiraum haben, der nur ihm gehört, und sollte darauf vertrauen können, dass die anderen die Grenze zu ihm nicht überschreiten.

Mit dem Respekt gegenüber physischen Freiräumen lernt man auch, die Privatsphäre der anderen zu respektieren. Auch wenn man gern mit den anderen Menschen zusammenlebt, hat doch jeder sein eigenes Leben und man sollte den Raum der anderen nur dann betreten, wenn man dazu eingeladen wird. Jeder für sich hat das Recht auf Ruhe, auf Geheimnisse und Überzeugungen.

Seine Aufgaben auf andere übertragen

Jedes Zuhause beherbergt seine eigenen Aufgaben, die nicht gerade angenehm sind, aber erledigt werden müssen. In einem Haushalt gibt es gewisse Mechanismen, damit dieser funktioniert und am Leben erhalten wird. Die Elektrizität, die Wasserversorgung, Haushaltsgeräte usw. müssen funktionieren. Das Zuhause und die Bestandteile desselben müssen sauber gemacht und in Ordnung gehalten werden.

Ein Zusammenleben ist viel gesünder, wenn die Aufgaben im Haushalt gerecht verteilt werden. Manchmal ist es unmöglich, diese Tätigkeiten im Haushalt absolut gleichmäßig, aber was muss, das muss. Und genau dafür gibt es Übereinkünfte, damit die Belastung für alle langfristig dieselbe ist. In jedem Fall ist es wichtiger, Aufgaben zu erledigen, als sie nur zu verteilen.

Es ist notwendig, dass alle Bewohner eines Haushalts eine Verantwortung für diesen haben. Diese Bedingung untermauert die Solidarität, die Zusammenarbeit und den Respekt für das Gemeinsame. Sie erleichtert das Leben aller und schreibt jedem einen Wert zu. Denn es ist einfach eine Tatsache, dass es in jeder Gemeinschaft Aufgaben gibt, die erfüllt werden müssen, zum eigenen Wohl und zum Wohl der anderen.

Manchmal wird das Heim mit einem Tempel verglichen. Wenn man es ehrt, wird es mit Sicherheit zu einer inspirierenden Kraft, die sich auf alle sozialen Bereiche, in denen wir interagieren, ausbreitet. Wenn es verschmutzt oder nicht gut behandelt wird, kann es zum ersten Glied einer großen Kette persönlicher Misserfolge werden.

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In diesem Haus machen wir Lärm, sagen „Es tut mir leid“,
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Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Laurent Chehere

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