Wenn ich an mich glaube, werde ich nie aufhören zu wachsen

Wenn ich an mich glaube, treffe ich mutige Entscheidungen. Selbstvertrauen erlaubt es mir, in die von mir gewählte Richtung zu wachsen.
Wenn ich an mich glaube, werde ich nie aufhören zu wachsen

Letzte Aktualisierung: 12. Dezember 2020

Wenn ich an mich glaube, treffe ich bessere Entscheidungen. Wenn ich  an mich glaube, auf meine Erfahrung vertraue und mich an meine Werte und Bedürfnisse erinnere, erwecke ich die Kraft in mir, die mich auf den richtigen Weg bringt. Das erlaubt es mir zu wachsen und voranzuschreiten, indem ich mir die Realität erschaffe, die ich mir wünsche. Nur dann kann ich Hindernisse überwinden, die Last von meinen Schultern abstreifen und die Dinge hinter mir lassen, die mich verletzt haben. Dann kann ich mich auf die guten Dinge fokussieren, die kommen werden.

Das mag sich sehr einfach anhören, wenn du diese Worte liest. Vermutlich gefällt dir diese Vorstellung auch sehr gut. Auf dem Gebiet des persönlichen Wachstums und der Persönlichkeitsentwicklung lautet die erste Maxime, dass du lernen musst, an dich selber zu glauben. Aber obwohl viele Menschen unzählige Artikel und Bücher zu diesem Thema gelesen haben, ist es nicht jedem gelungen, dies auch auf das eigene Leben anzuwenden.

Hinter vielen Stimmungsstörungen verbergen sich mangelndes Vertrauen und fehlende Selbstachtung. Dies beeinträchtigt das Selbstwertgefühl und ermöglicht, dass der Geist von einem limitierenden und kritischen inneren Dialog dominiert werden kann.

Die Wahrheit ist die, dass du nicht einfach von einem Tag auf den nächsten den Glauben an dich selber verlierst. Denn das ist ein Prozess, der sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg erstreckt. Tatsächlich beginnen Menschen während der Kindheit und Pubertät, eine Reihe negativer Gedanken und Selbstüberzeugungen anzunehmen.

“In dem Moment, in dem du daran zweifelst, ob du fliegen kannst, verlierst du für immer die Möglichkeit, es jemals zu tun.”

-J.M. Barrie-

wenn ich an mich glaube - Mann in einem Feld

Der Weg zum Wachstum erfordert eine innere Transformation

Abraham Maslow, einer der berühmtesten Psychologen des 20. Jahrhunderts, sagte, dass die Menschen zwei Wahlmöglichkeiten im Leben haben. Die erste ist der Weg der Sicherheit; die zweite besteht darin, sich in Richtung Wachstum zu bewegen.

Wenn du Zufriedenheit und Selbstverwirklichung anstrebst, musst du das Wachstum wählen. Allerdings solltest du bedenken, dass du bei einer solchen Entscheidung deine Ängste überwinden musst.

Aber das ist keine einfache Aufgabe. Damit du entsprechend deiner Träume, Ziele und Bedürfnisse wachsen und dich entwickeln kannst, muss du viele selbstlimitierende Überzeugungen deaktivieren. Du musst dich auch von irrationalen Ideen und Ängsten befreien.

In Wirklichkeit gehen viele Menschen mit geringem Selbstwertgefühl zur Therapie, weil sie sich selbst eingeschränkt haben und weit unter ihrem wahren menschlichen Potenzial liegen.

Aber warum passiert das?

Frühe Erfahrungen, die dein Potenzial minimiert haben

Wenn ich an mich glaube, bin ich glücklicher und fühle mich sicher. Aber ich kann nichts Besonderes an mir entdecken. Ich habe weder Talente, noch bin ich auf irgendetwas besonders stolz. Ich habe mich immer wie ein Fremder in meiner eigenen Haut gefühlt.

Diese Überzeugungen und Glaubenssätze sind sehr bei häufig bei Menschen, die seit ihrer Kindheit eindeutig an einem Mangel an emotionaler Unterstützung leiden. In diesen Fällen besteht ein Mangel an Wertschätzung und stabiler und verlässlicher Zuneigung. Denn diese Menschen hatten niemanden, der ihnen gezeigt hat, dass sie dazu in der Lage sind, etwas zu tun, sich selber auszudrücken, zu entscheiden, autonom zu sein und sich wertvoll zu fühlen. All das hat sich in einem deutlich bemerkbaren Mangel an Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen manifestiert.

Letztendlich ist es sehr schwer für einen Menschen, an sich selber zu glauben, wenn niemand ihn “emotional sichtbar” gemacht hat.

Wenn ich an mich glaube… Die Psychologie des Glaubens

Im Jahr 2016 wurde eine sehr interessante Studie in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. Dr. Jonas Kaplan und seine Kollegen entdeckten mithilfe von Magnetresonanztomographie die Kraft, die der Glaube im Gehirn hat. Unabhängig davon, ob es sich um politische Überzeugungen oder unbegründete Ideen handelt, wird jeder Glaube durch ein komplexes neuronales Netzwerk geschützt.

Darüber hinaus werden diese Verbindungen durch Regionen mit emotionalen Funktionen verstärkt. All dies macht es viel komplizierter, jemandem klar zu machen, dass er ein großes Potenzial hat und dass er bei Entscheidungen an sich selbst glauben sollte.

Daher ist genügt es auch nicht, wenn andere Menschen dich auf deinen Wert aufmerksam machen. Das liegt daran, dass echte Veränderungen entstehen, wenn du deine schädlichen Gedanken und Überzeugungen “umformulierst”.

wenn ich an mich glaube - Frau in Blumenwiese

Ich glaube an mich und weiß, dass es Zeit ist zu wachsen

Wenn ich an mich glaube, treffe ich bessere Entscheidungen. Wenn ich endlich den Mut fasse, meine alten Glaubenssätze, Überzeugungen und die Ideen, die andere mir eingeredet haben, infrage zu stellen, kann ich meine limitierenden Ängste und die Unsicherheit, die an mir genagt hat, überwinden und beseitigen.

Allerdings ist es nicht ganz einfach, eine innere Reinigung vorzunehmen. Und die kritischen Ideen zu eliminieren, die andere dir eingeredet haben, welche ganz langsam und ohne dass du es bemerkt hast, dein Selbstwertgefühl zerstört haben.

Jeder Mensch hat das Potenzial und die Fähigkeit, sich im Leben richtig zu behaupten und limitierende Überzeugungen hinter sich zu lassen. Es ist Zeit zu wachsen und den Weg der Selbstverwirklichung zu wählen, auf den Abraham Maslow hingewiesen hat.

Ich glaube an mich selbst und daran, was ich verdiene. Ab jetzt werde ich mich nicht mehr durch die äußeren Bedingungen beeinflussen lassen und verstehen, dass es meine eigenen Entscheidungen sind, die mich definieren. Die Entscheidungen, die es mir erlauben werden, Schwierigkeiten zu überwinden und das Glück zu finden, das ich mir wirklich wünsche.

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  • Kaplan, J., Gimbel, S. & Harris, S. Neural correlates of maintaining one’s political beliefs in the face of counterevidence. Sci Rep 6,39589 (2016). https://doi.org/10.1038/srep39589