Narkolepsie: Symptome und Behandlung

5. Mai 2019

Manche Leute sagen, dass die Narkolepsie mehr ein Fluch als eine Krankheit sei. Tatsächlich handelt es sich um eine chronische Schlafstörung und neurologische Erkrankung, bei der Patienten neben übermäßiger Schläfrigkeit vor allem plötzliche Schlafanfälle erleben. In diesem Artikel wollen wir die Symptome und die Behandlung der Narkolepsie betrachten.

Die Narkolepsie ist behindernd und wird nicht selten stigmatisiert. Die Häufigkeit der Erkrankung in der Allgemeinbevölkerung ist sehr gering, was mit sich bringt, dass die Mehrheit der Bevölkerung nur wenig darüber weiß. Dieser Zustand, der auch Gélineau-Syndrom genannt wird, ist noch immer nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungen, die sicherstellen, dass der Patient eine angemessene Lebensqualität und die Kontrolle über sein tägliches Leben erhalten kann.

Dr. Meir H. Kryger, Experte für Medizin und Schlafpsychologie, sagt, dass es nur wenige Erkrankungen gebe, die komplexer seien als die Narkolepsie. Er erklärt in einem seiner Artikel, dass er Patienten behandelt habe, die anstelle der Narkolepsie-Diagnose irrtümlich eine Diagnose auf Schizophrenie erhielten.

Bei Kinder und Jugendliche werden aufgrund der Halluzinationen, die die Narkolopsie verursachen kann, tendenziell eher falsche Diagnosen gestellt. Die Betroffenen sehen imaginäre Objekte und Menschen und diese Arten von Erlebnissen traumatisieren sie, denn es ist ganz sicher nicht leicht, in einer Welt zu leben, in der sie nicht unterscheiden können, was real ist und was in die Traumwelt gehört. Es ist ein Leben voller Angst und Frustration, in dem der Patient seinen eigenen Körper nicht kontrollieren kann.

Müder Mann am Steuer

Was ist Narkolepsie?

Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung. Doch Wissenschaftler verstehen immer noch nicht, was sie auslöst. Experten konnten aber immerhin klären, dass es eine erbliche Komponente gibt. Sie identifizierten bestimmte genetische Marker, die darüber bestimmen, ob eine Person ein besonders hohes Risiko hat, an Narkolepsie zu erkranken oder nicht.

Ein weiteres Merkmal der Narkolepsie ist, dass autoimmune Prozesse eine Rolle spielen. Aus unbekannten Gründen greift der Körper sich selbst an, verändert bestimmte Prozesse und kehrt die Muster und Zyklen des Körpers um. Deshalb sind die Schlafmuster der Betroffenen gestört und sie erleben, während sie wach sind, Träume und Albträume.

Merkmale der Narkolepsie

Wenn wir an einen Narkoleptiker denken, stellen wir uns eine Person vor, die von einer Sekunde zur nächsten vollständig zusammenbrechen kann. Wir denken an jemanden, der tagsüber viel schläft und nachts unter Schlaflosigkeit leidet. Narkolepsie ist jedoch viel mehr als das. Hier sind einige der Symptome der Narkolepsie:

  • Die meisten Narkoleptiker leiden an Gemütsstörungen. Dabei können intensive Emotionen, manchmal sogar ein einfaches Lachen, zu Muskellähmung und Ohnmacht führen.
  • Ein weiteres Symptom ist die Tagesschläfrigkeit. Ein merkwürdiger Aspekt dieser Erkrankung ist, dass das Bedürfnis einer Person, die Augen zu schließen und zu schlafen, nicht nur in eintönigen, sich wiederholenden Situationen auftritt, beispielsweise wenn sie auf der Couch sitzen, fernsehen oder lesen, sondern auch, wenn die Person fährt, arbeitet oder schlicht mit Freunden eine Mahlzeit teilt.
  • Halluzinationen: Wie bereits erwähnt, sind Halluzinationen eine der intensivsten Erfahrungen, die der Patient machen kann. Diese können auditiv, visuell oder taktil sein.
  • Die Schlaflähmung ist ein weiteres häufiges Symptom. Dies ist eine Art Parasomnie, die irgendwo zwischen dem Schlaf- und Wachzustand anzusiedeln ist. Die Person fühlt sich unfähig, sich zu bewegen oder zu reagieren, was sie ein tiefes Gefühl von Angst und Schrecken verspüren lässt.
  • Es ist auch üblich, dass der Patient unter Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen leidet.
  • Einige Betroffenen leiden zudem an Essstörungen.
Hund schläft in seinem Körbchen

Behandlung von Narkolepsie

Die Narkolepsie betrifft Männer und Frauen gleichermaßen und sogar auch Tiere. Die Behandlung des einzelnen Patienten richtet sich nach seinen individuellen Bedürfnissen. Hier sind die häufigsten Behandlungsstrategien:

  • Geplante Nickerchen und konsequente Schlafhygiene sind die Basis der Therapie.
  • Ärzte verschreiben häufig Stimulanzien wie Methylphenidat, Dextroamphetamin und Methamphetamin.
  • Zur Behandlung von Halluzinationen und Schlaflähmungen sind Antidepressiva, insbesondere trizyklische Antidepressiva, sehr nützlich.
Verschiedene Tabletten liegen beieinander.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Prävalenz dieser Erkrankung zwar gering ist, dass sie das tägliche Leben der Patienten aber stark beeinträchtigen kann. Darüber hinaus hat der Patient häufig das Gefühl, dass er die Kontrolle und seinen Verstand verlieren würde, insbesondere häufig Halluzinationen auftreten. Mit Hilfe guter medizinischer Fachkräfte und geeigneter Behandlung kann sich der Zustand des Patienten jedoch sich erheblich verbessern.

Wir sollten empfindlicher auf diejenigen reagieren, die an dieser Schlafstörung leiden, und ihren Zustand wie jede andere Krankheit auch und nicht als etwas Ungewöhnliches behandeln.