Emotionale Wunden aus unserer Vergangenheit

28. Oktober 2015 en Emotionen 229 Geteilt

Es ist stets notwendig, zu wissen, wann ein Lebensabschnitt endet. Wenn du darauf bestehst, länger als nötig in ihm zu bleiben, verlierst du die Fröhlichkeit und den Sinn des Restes. Kreise, Türen oder Kapitel schließen, wie auch immer du es nennen möchtest.

Wichtig ist, dass man sie schließen kann und den Momenten des Lebens einen Abschluss erlaubt.

Wir können nicht im Heute leben und uns nach der Vergangenheit sehnen, ja nicht einmal nach dem Warum fragen. Was passiert ist, ist passiert und man muss es gehen lassen, sich loslösen. Wir können weder für ewig Kind sein, noch spät-reife Jugendliche, noch Angestellte nicht existierender Firmen, noch Beziehungen zu jemandem haben, der nichts mit uns zu tun haben will. 

Die Dinge geschehen und man muss sie gehen lassen!

Paulo Coelho

Eines Tages überkommt dich plötzlich dieses Gefühl, welches dich an all die verlorene Zeit erinnert, vergeudete Minuten, die du niemals zurückgewinnen kannst… Es ist der Moment, in dem man begreift, dass die Zeit unser wertvollstes Gut ist. Denn die Zeit ist das Leben. Das Einzige, was nicht wiederkehrt.

Es ist normal, dass wir uns an unsere Vergangenheit erinnern. Schädlich ist es jedoch, mit offenen emotionalen Wunden zu leben. Es sind diese Wunden, die es uns unmöglich machen, voranzuschreiten, die uns davon abhalten, uns mit Kraft am Hier und Jetzt festzuhalten und zu genießen, was wir haben.

Das emotionale Schwindelgefühl

Sich an die Idee zu klammern, dass jegliche vergangene Zeit besser war, sorgt dafür, dass wir mit Sicherheit an emotionalem Schmerz in der Gegenwart leiden. Er verhindert das Loslassen von Gefühlen und Ereignissen. Er lässt uns in eine Panik vor dem Abgrund sinken, den unsere Augen beginnen, als viel zu tief anzusehen.

So entsteht der Schwindel, aber nicht irgendein Schwindel, sondern der emotionale. Jener der es verhindert, dass wir auf die Vergangenheit schauen und Etappen schließen, unsere Wunden heilen lassen und damit aufhören, uns zu stoßen, wo es uns weh tut.

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Die Reinigung unserer Vergangenheit

Es gibt Leute, die denken, dass das Zurückblicken auf unsere Vergangenheit reiner Zeitverlust ist, dass sie ihr Inneres nicht reinigen brauchen und dass das Wichtige ist, in der Gegenwart zu leben. Auf diese Art und Weise akkumuliert sich der Schmutz der emotionalen Vergangenheit immer mehr und mehr und es entsteht ein immer größerer Berg aus Schmerz.

Um eine Idee davon zu bekommen, das ist, als würde ein Allergiker den ganzen Staub seines Hauses unter den Teppich kehren.  Schadet er ihm dann nicht mehr?

Aus all diesen Gründen sind wir uns einig, dass wir die Ketten lösen müssen, die uns verletzen, und müssen verhindern, dass sie unsere Wunden noch tiefer machen. Irgendwie schuldest du das, was du heute bist und hast, deiner Vergangenheit, ebenso das Gute, wie auch das Schlechte.

Und sei dir im Klaren darüber, dass du deinem Inneren nicht entkommen kannst, auch wenn du aufhörst es zu untersuchen. So erlaubst du es, dass die negativen Auszüge deiner emotionalen Vergangenheit zum Herrscher über dein aktuelles Leben werden. Das wiederum nimmt natürlich Platz für Positives weg und zusätzlich tut es auch noch weh, sehr weh.

Bestehende Wunden aus unserer emotionalen Vergangenheit heilen

Die Angst vor dem Loslassen unserer Vergangenheit zu überwinden ist die einzige Möglichkeit, die Tür zu schließen, damit das Monster nicht noch einmal in unser Haus kommt.

Es lohnt sich zu versuchen, die Wunden zu heilen, die uns unsere Vergangenheit zugefügt hat, und uns von dieser schweren Last zu befreien. Somit werden wir uns bewusst, was uns erdrückt.

Stell dir vor, dass du die Ketten, die dir drücken und die dich festhalten, auf die Größe eines Luftballons reduzierst. Dann lässt du ihn los und schaust ihm nach, während er Richtung Himmel fliegt. Schließlich verlierst du ihn lächelnd aus dem Blick und fühlst einen großen inneren Frieden.

emotionaleVergangenheit3 Lass los!

Wenn es keine Freude in dein Leben bringt… LASS LOS

Wenn es dich nicht erleuchtet, noch erbaut… LASS LOS

Wenn es bleibt, aber nicht wächst… LASS LOS

Wenn es dir Sicherheit gibt und somit verhindert, dass du dich anstrengst, um dich zu entwickeln… LASS LOS

Wenn es deinen Talenten keine Anerkennung widmet… LASS LOS

Wenn es dein Wesen nicht streichelt… LASS LOS

Wenn es deinen Start nicht antreibt… LASS LOS

Wenn es etwas sagt, aber nicht handelt… LASS LOS

Wenn es dafür keinen Platz in deinem Leben gibt… LASS LOS

Wenn es versucht dich zu ändern… LASS LOS

Wenn sich das Ich aufdrängt… LASS LOS

Wenn es einfach nicht zu deinem Leben passt… LASS LOS

LASS LOS… der Fall wird viel weniger wehtun, als der Schmerz, den es bereitet, dich beharrlich an dem festzuhalten, was war, aber nicht mehr ist.

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