Das Gefühl von Frieden zeigt dir, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast

Das Gefühl von Frieden zeigt dir, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast

Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2017

Das Gefühl von Frieden, dass du gerade verspürst, zeigt, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast. Vielleicht widersprechen dem deine Mitmenschen, sagen sie wäre weder die passendste noch die logischste oder beste gewesen. Dennoch steht eines fest: Diese Entscheidung macht dich glücklich, wurde im Einklang mit deinem Wesen, mit deinen Wertvorstellungen und deinen Gefühlen getroffen.

Sigmund Freud pflegte zu sagen: „Eine Entscheidung zu treffen, ist wie ein Pferd zu reiten. Das Tier steht für unsere Emotionen, unseren Instinkt. Der Reiter hält die Zügel des Verstandes in der Hand, führt das Pferd, bremst und gibt die Richtung an.“  Wer also immer beteiligt ist, wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen, ist das faszinierende Konstrukt unserer Gefühlswelt, das jeden Tag viele Rennen läuft.

Du bist keines Menschen Wahl, du bist deine eigene Priorität. Deshalb solltest du bei jeder Entscheidung auf dein Herz hören. Denn es gibt nicht den einen richtigen Weg, es gibt nur den Weg, der dich glücklich macht.

Im Leben geht es darum, zu wählen. Einen Großteil unserer Zeit verbringen wir mit der Kunst der Entscheidungsfindung: Kaffee oder Tee, Aufzug oder Treppe, anrufen oder nicht, den Zug nehmen oder auf den nächsten warten? Sich zu entscheiden kann dem Gefühl gleichkommen, einen Sprung ins Leere zu machen. Für beides brauchen wir viel Mut und ein großes Verantwortungsgefühl.

Wir möchten dich dazu einladen, mit uns zusammen darüber nachzudenken.

Zeichnung eines bunten Fisches

Die richtige Entscheidung gibt es nicht, aber es gibt den Vorsatz, glücklich zu sein

Henry James schrieb ein außergewöhnliches Buch mit dem Titel The Jolly Corner.  In seinem Werk agiert Spencer Brydon, ein junger Mann, der in den USA zu viel Geld gekommen war und nun in sein Geburtshaus nach England zurückkehrte. In diesem einsamen und leeren Zuhause fragt er sich, ob er richtig gehandelt hatte, ob die Entscheidung, seine Wurzeln und seine Liebsten auf der anderen Seite des Ozeans zurückzulassen, die richtige Entscheidung gewesen war.

Inmitten dieser Zweifel taucht auf einmal sein Alter Ego auf, dieses andere Ich, das ihm nach und nach offenbart, was hätte sein können, wenn er nicht fortgegangen wäre.

Die Zweifel darüber, ob wir uns richtig entschieden haben, werden uns immer begleiten. So wie uns Henry James in seiner Erzählung zeigt, hängt unsere Entscheidung primär davon ab, was das Herz sagt, aber auch von unserem Verantwortungsgefühl. Das Gefühl weicht dem Verstand und vor allem dem Pflichtbewusstsein, den wir wollen die Architekten unseres Lebensweges sein.

Es gibt nicht immer richtige Entscheidungen oder Wege, die von Neonröhren erhellt werden und uns zeigen, wo das Glück auf uns wartet. Die weiseste Entscheidung ist in jedem Fall die, die uns Frieden bringt, die Hand in Hand mit unserem Bewusstsein geht und uns gleichzeitig dazu einlädt, weiterhin Entscheidungen zu treffen, die auf Grundlage der zuvor erwähnten Faktoren getroffen werden.

Blaue Schmetterlinge fliegen über einen Weg

Die Kunst, mit unserem Herzen weise Entscheidungen zu treffen

Wir wissen bereits, dass unsere Gefühle bei der Entscheidungsfindung wie ein Leuchtturm inmitten des Meeres voller Zweifel sind. Ebenfalls wissenswert ist, dass die Amygdala die Gehirnstruktur ist, die bei diesem Prozess am meisten Licht ausstrahlt.

Ein Wunsch ändert nichts, aber eine Entscheidung ist der Anfang von allem.

Die Amygdala besitzt tausende Verbindungen zu anderen Hirnregionen und ist eine feine und faszinierende Struktur, die wie eine kleine Wächterin fungiert, die jeden Reiz, jeden Gedanken, jede bewusste oder unbewusste Erfahrung bewerten kann. Nach dieser Analyse urteilt die Amygdala und fällt eine Entscheidung, die später sehr genau durch unseren präfrontalen Kortex analysiert wird.

Da wir wissen, dass viele unserer Entscheidungen durch unsere Gefühle beeinflusst werden, sehen wir uns nun an, wie wir es schaffen können, dass diese etwas weiser, passender und verantwortungsvoller ausfallen.

Hast du die richtige Entscheidung getroffen, die Balance zwischen Herz und Hirn gefunden?

Tipps, um Entscheidungen zu treffen

Um glücklich zu sein, müssen wir Entscheidungen treffen und dazu in der Lage sein, unsere Angst hinter uns zu lassen. Das fällt uns oft sehr schwer, das wissen wir alle, denn wenn wir uns für etwas entscheiden, müssen wir uns auch gegen etwas anderes entscheiden.

  • Wenn unser Herz uns bittet, einen Schritt zu wagen und sich Angst breitmacht, sollten wir diese Furcht rationalisieren und sie verstehen. Somit gelangen wir vom Gefühl zum Verstand, denn es sind unsere Logik und unser bewusstes Denken, die uns mutig dazu einladen sollten, die Mauern unserer Angst einzureißen.
  • Wenn dir deine Gefühle sagen, dass du einen bestimmten Weg gehen sollst, frage dich, ob du gerade realistisch denkst. Diese Frage solltest du dir selbst stellen, und nur dir und niemand anderem. Wenn dir dieser Weg machbar erscheint, er dich glücklich macht und er sehr wohl zu bewältigen ist, dann sollte dich nichts und niemand an deinem Vorhaben hindern.
  • Akzeptiere die Möglichkeit des Versagens. Toleriere und gestehe dir ein, dass es möglich ist, dass nicht immer alles gut läuft, aber verstehe gleichzeitig auch, dass es mehr als einen Versuch braucht, um den Weg des Glücks zu finden. Eine Möglichkeit ist nur eine Tür, die in einen Raum mit vielen weiteren Türen führt.

Die Kunst, glücklich zu sein, beinhaltet, jeden Tag voller Integrität und mit der Stimme unseres Herzens weise Entscheidungen zu treffen und Fehler zu akzeptieren, um nach und nach unseren Lebensweg, unseren inneren Frieden zu finden.


Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Fachmann. Bei Zweifeln konsultieren Sie Ihren Spezialisten.