Wie ist deine Beziehung zu deinem Körper?

17. Juni 2019
Wenn deine Beziehung zu deinem Körper positiv ist, kannst du leicht die Dinge erkennen, die das Gleichgewicht in deinem Körper verändern.

Deine Beziehung zu deinem Körper ist nicht so klar, wie du vielleicht denkst. Trotz ihrer Bedeutung für dich bleibt diese Beziehung oft im Hintergrund.

Meistens ist die Beziehung zu deinem Körper entweder instrumentell oder funktional. Dies ist von entscheidender Bedeutung, wenn du davon ausgehst, dass dein Körper ein Mittel ist, um andere zu beeinflussen.

In diesem Fall kümmerst du dich um deinen Körper, damit du dich gut fühlst oder du verzierst deinen Körper, um besser auszusehen. Es ist allerdings auch möglich, dass das Gegenteil passiert. Dann versteckst du deinen Körper vor deinen Mitmenschen. Außerdem könntest du ihn vernachlässigen, weil du kein hohes Selbstwertgefühl hast.

„Kümmere dich um deinen Körper. Es ist der einzige Ort, an dem du leben musst.“

Jim Rohn

Deine Beziehung zu deinem Körper kann auch funktional sein. Dies bedeutet, dass du dir deinem Körper nur bewusst wirst, wenn du Schmerzen hast oder krank wirst. Wenn du gesund bist, vergisst du deine Hülle, was du tust, fühlst und denkst und was biologisch in ihr stattfindet.

Eine Frau betrachtet ihr Spiegelbild in einem Handspiegel.

Die Beziehung zu deinem Körper: Apathie oder Besessenheit?

Manche Menschen haben eine distanzierte Beziehung zu ihrem Körper. Sie erforschen ihn nicht und wissen daher nicht viel über ihren Körper. Vielleicht verspüren sie sogar diesbezüglich eine gewisse Verachtung oder Besorgnis.

Für diejenigen, die eine schwierige Beziehung zu ihrem Körper haben, gibt es normalerweise zwei Extreme. Erstens gibt es Menschen, die im Bezug auf ihren Körper auf jede Kleinigkeit achten. Zweitens gibt es Menschen, denen der eigene Körper grundsätzlich gleichgültig ist.

Manche sind von ihrem Körper besessen und achten auf extreme Sauberkeit. Oft fürchten sie sich sogar vor Keimen und vertragen natürliche Gerüche wie Schweiß nicht. Sie betrachten diese als Warnsignale.

Am anderen Ende des Spektrums gibt es diejenigen, die Vernachlässigung zur Norm machen. Extreme Nachlässigkeit in Bezug auf Hygiene und den Körper im Allgemeinen ist oft ein Anzeichen für psychische Probleme.

Diese Menschen ziehen es vor, nicht zu baden oder ihre Kleidung zu wechseln. Sie sorgen sich normalerweise nicht um ihr Aussehen, da sie von ihren Problemen konsumiert werden. Wenn deine Beziehung zu deinem Körper in eine dieser Kategorien fällt, solltest du dir von einem Psychologen helfen lassen. 

Emotionen und die Beziehung zu deinem Körper

Emotionen sind nicht immer positiv oder negativ, doch manche verursachen Störungen. Damit meinen wir die Aktivierung von Prozessen, die den Körper aus dem Gleichgewicht bringen.

Diese Emotionen sind Wut, Traurigkeit und Angst. Und natürlich gibt es auch solche, die eine Kombination oder Variante dieser Gefühle sind: Frustration, Stress, Intoleranz usw. Alle diese Emotionen sind eine Reaktion auf Reize, die dein Körper als bedrohlich wahrnimmt.

Deine Gefühle beeinflussen deine Beziehung zu deinem Körper. In vielen Studien wurde festgestellt, dass Emotionen in manchen Fällen auch zur Wiederherstellung des organischen Gleichgewichts beitragen können.

In anderen Fällen können sie sogar zu Krankheiten führen. Tatsächlich hat die Forschung bestätigt, dass Angst zu verschiedenen Krankheiten führen kann, insbesondere zu Infektions- oder Autoimmunerkrankungen.

Die Beziehung zu deinem Körper ist wichtig - Eine Frau sitzt am Meer und denkt nach.

Wissenschaftler haben auch nachgewiesen, dass Angst chirurgische Eingriffe negativ beeinflussen kann. Was man als „Stress“ bezeichnet, kann wiederum die normalen Heilungsprozesse des Körpers verändern.

Die Hormonabgabe während Stress-Episoden kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bestimmte Arten von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten. Darüber hinaus schwächt Stress auch dein Immunsystem.

Viele Menschen bemerken die Auswirkungen ihrer Emotionen auf ihren Körper nicht. Zum Beispiel nehmen sie nicht wahr, dass sich ihre Herzschlagfrequenz erhöht oder dass sich ihre Atmung ändert, wenn sie bestimmte Gefühle haben. Sie sind sich auch nicht der Temperaturänderungen, Verspannungen bestimmter Muskeln oder der Beschleunigung anderer Prozesse im Körper bewusst.

Deine Beziehung zu deinem Körper hängt davon ab, wie sensibel du für die Veränderungen bist, die in deinem Körper stattfinden.

 

  • Kabat-Zinn, J. (2016). Vivir con plenitud las crisis Ed. Revisada: Cómo utilizar la sabiduría del cuerpo y de la mente para enfrentarnos al estrés, el dolor y la enfermedad. Editorial Kairós.