Wer immer für andere da ist, braucht auch manchmal Aufmerksamkeit

· 18. April 2016

Es gibt Menschen, die unsere Schutzengel zu sein scheinen, da sie immer auf unserer Seite sind, um uns ihre Aufmerksamkeit und Zuneigung zu schenken. Diese Figuren machen uns das Leben leichter, nicht nur, weil durch sie viele wunderbare Dinge geschehen, sondern weil sie uns vor allem Schmerzhaften beschützen.

Sie geben uns ihre Zärtlichkeit und Zuneigung mit der Absicht, dass wir uns wertgeschätzt, beschützt und unterstützt fühlen, wenn das Leben mal etwas komplizierter wird oder wenn wir uns belästigt oder betrogen fühlen. Sie sind ganz einfach da, in jedem Moment finden sie die richtigen Worte oder die richtigen Gesten für die Situation.

Diese Menschen, die immer für alle und alles da sind, werden außerdem niemals zulassen, dass wir Tränen vergießen und werden uns niemals im Stich lassen, wenn sie es nur verhindern können. Was passiert aber, wenn ihnen einmal der Alltag zu viel wird? Auch sie verdienen Aufmerksamkeit, ohne darum bitten zu müssen.

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Die Bedeutung der Aufmerksamkeit für die Menschen, die auf uns achten

Wir sollten die Zuneigung und Zärtlichkeit derjenigen, die uns stets Aufmerksamkeit schenken, als etwas sehen, was auf Gegenseitigkeit beruht. Ein solches Entgegenkommen ist unglaublich wichtig für diese gefühlsbetonten Menschen, die uns so sehr helfen, durch unser Leben zu kommen.

Es können unsere Eltern, unsere Großeltern, Brüder, Freunde oder unser Partner sein. Oder sogar ein Arbeitskollege, der immer alles dafür gibt, dass wir mit unserer Arbeit weiterkommen, wir einen guten Tag haben und der stets unsere Laune aufheitert.
Oft wird für uns diese affektive Haltung zu etwas Selbstverständlichem und wir würdigen nicht die Tatsache, dass diese positive Haltung aus einer freien Entscheidung hervorgeht, die Anerkennung verdient.

Diese Menschen säen ihre Güte, Hilfe und Zuneigung durch ihre Aufmerksamkeit, ohne etwas dafür zurückzuverlangen oder Anerkennung dafür einzufordern. Deshalb sollten wir zumindest auf ihrer Seite sein und ihnen Unterstützung anbieten, wenn sie es brauchen.

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Wie man Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit und Interesse zeigen kann

Wenn wir gewöhnlich auch nicht so sehr darauf achten, wie und wie oft wir den Menschen, die uns gern haben, Aufmerksamkeit, Zuneigung und Interesse zeigen, so gibt es doch viele Möglichkeiten, wie wir das tun können.

Wie? Mit kleinen Aufmerksamkeiten. Es es nicht nötig, große Geschenke zu machen, um zu zeigen, dass jemand etwas Besonderes und wertvoll für uns ist, um ihm dafür zu danken, dass er für uns da ist. Schauen wir uns einmal in den folgenden Punkten an, was wirklich wichtig ist:

  • Stelle dem anderen keine Forderungen, noch nicht einmal die, dass er für dich da sein soll. Wenn er es ist, dann weil er das so will, nicht weil er die Pflicht dazu hat. Achte darauf, weder direkt noch indirekt einzufordern, dass er etwas für dich machen oder nicht machen soll.
  • Behalte die Angewohnheit bei, tägliche kleine Aufmerksamkeiten der Person entgegen zu bringen, die du so wertschätzt: Ein Anruf mit einem aufrichtigen „Wie geht es dir?“,  oder aufmerksames Zuhören und Sprechen über seine Erfahrungen und Gefühle sind ein Schlüssel dazu, die Waage ausgeglichen zu halten.
  • Sei verständnisvoll. Manchmal kann es sein, dass man dir nicht wir gewohnt zuhört oder dir nicht die gewohnte Aufmerksamkeit schenkt. Dies bedeutet nicht, dass du nicht wichtig bist, sondern dass diese Person mit anderen Dingen beschäftigt ist.
  • Zeige Zuneigung, wenn die Umstände es verlangen und kenne die Leistung dieser Person an, die immer für alle da ist. Sie sollte auch wissen, dass sie auf ihrer Seite jemanden hat, auf den sie zählen kann.
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Es ist ein großer Unterschied, ob man aufmerksam oder gefällig ist

In jedem Fall muss man zwischen einer aufmerksamen Person und einer übertrieben gefälligen Person unterscheiden. Gegenüber anderen aufmerksam und achtsam zu sein verletzt nicht das Prinzip der Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen.

Zu leben, um anderen zu gefallen, führt in der Regel jedoch zu einem Verlust unserer Identität und unserer Freiheit, in jedem Moment das zu machen, zu sein und zu wollen, was uns gefällt. Es zementiert außerdem Frustration bei dem, der stets gefallen will, denn du wirst niemals alle zufriedenstellen können.

In diesem Sinne ist es sehr wichtig, dass wir an unserem Selbstwertgefühl und an der Bestimmung unserer Wünsche, Gedanken und Taten arbeiten. Dazu sollten wir eine der Grundregeln des Wohlbefindens beachten, die sagt, dass wir uns zunächst um unser eigenes Wohlbefinden kümmern sollten, bevor wir uns um das anderer sorgen.

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