Wie du ein Beziehungsende in 5 Schritten überwindest

· 27. Mai 2017

Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist es vollkommen normal, dass für beide Menschen ein schmerzhafter Prozess beginnt, und das kann sogar auch ein weiteres Familienmitglied betreffen. Trauer hat die Funktion, den in unserem Leben stattgefundenen Verlust zu verarbeiten und uns dabei zu helfen, uns besser an die neue Situation anzupassen.

Es ist zwar ein sehr schmerzhafter Prozess, aber er ist zwingend notwendig. Wenn wir nicht richtig trauern, kann das zu einer großen Blockade führen, die durch Verhaltensweisen, wie die Mumifizierung (Gegenstände unseres Ex-Partners nicht wegschmeißen zu können) oder die Vermeidung (mit allem zu brechen, was mit ihm oder ihr zu tun hat) einhergeht – was uns keinesfalls hilft, angemessen mit dem Geschehenen umzugehen.

Um ein Beziehungsende zu überwinden, kommen wir deshalb nicht umhin, einen Trauerprozess durchzumachen. Wir müssen es zulassen, diesen Wirbel an Gefühlen zu verspüren, die jede Phase mit sich bringt: Furcht, Angst, Wut, Traurigkeit.

Es ist normal, dass du zu Beginn den Verlust beweinen musst, wütend auf diesen Menschen bist und ihn vermisst. Wir Menschen besitzen die Fähigkeit, einen großen körperlichen Schmerz zu spüren, aber auch einen großen emotionalen Schmerz. Du solltest dich nicht dagegen sträuben, diese Phase in deinem Leben zu durchlaufen. Lasse es einfach zu, wenn es das ist, was du brauchst.

Andererseits sprechen wir von einer Phase, wie wir bereits erwähnt haben. Auch wenn es noch so „gemütlich“ erscheint, an diesen Gefühlen festzuhalten, solltest du das nicht langfristig tun. Das kommt daher, weil wir für gewöhnlich noch mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge von anderen erhalten, wenn es uns schlecht geht und unser Umfeld das bemerkt, was etwas ist, das jedem von uns gefällt. Wir müssen einen ähnlichen Prozess durchleben wie bei einer physischen Verletzung: Es  muss eine Ruhephase geben, doch danach, sobald es das Gewebe erlaubt, müssen wir wieder damit beginnen, es zu benutzen, so sehr wir uns auch an dieses entspannte Leben gewöhnt haben.

Du spürst dann keine negativen Emotionen mehr, die mit dem Ereignis zu tun haben, sondern es ist dein Verstand, der in der Vergangenheit festhängt und nicht den Schritt in die Gegenwart oder Zukunft wagt.

An diesem Punkt angekommen kommt die Willenskraft eines jeden Menschen ins Spiel und genau hier ist das Umfeld ebenfalls sehr wichtig. Wenn du Teil dieses Umfelds bist, solltest du daran denken, dass es nicht die beste Idee ist, denjenigen mit Vorwürfen zu konfrontieren, um ihn zu motivieren, auch wenn du der Meinung bist, dass es an der Zeit ist, dass diese Person das Beziehungsende hinter sich lässt. Wenn du diesen Menschen beschützen möchtest, solltest du dich auch daran erinnern.

In guter Gesellschaft sein

Soziale Beziehungen sind eine Quelle des Wohlstands und heilen unsere Seele. Freunde, Arbeitskollegen, die Familie und jeder Mensch, in dessen Gegenwart wir uns gut fühlen, haben eine enorme Macht, unsere negative Stimmung zu mindern. Wenn wir in guter Gesellschaft sind, machen wir mehr Pläne, wir führen Gespräche, haben mehr Spaß, lerne neue Leute kennen und öffnen somit die Türen zu einem neuen Leben.

In diesen Momenten sind die Einsamkeit und Introspektion Nährstoffe für unsere negativen Gedanken. In guter Gesellschaft zu sein, hilft uns auch, unseren Blick auf etwas anderes zu richten.

Handeln

Du solltest gleich heute handeln. Vielleicht hast du keine Lust darauf, allen Aktivitäten nachzugehen, die du vorher gern gemacht hast, aber das macht nichts. Werde aktiv, tu irgendetwas. Dazu musst du nur aus dem Bett aufstehen, dich fertig machen, dich anziehen und handeln.

Die Untätigkeit ist auch dafür verantwortlich, dass wir aus diesem Strudel an negativen Gedanken nicht herausfinden und es entsteht ein Teufelskreis negativer Gedanken und Untätigkeit, der Untätigkeit und negativer Gedanken.

Verabschiede dich von der Opferrolle

Ja du wurdest verlassen, aber das ist nichts Außergewöhnliches. Das ist uns allen schon einmal passiert. Viele Menschen haben dieses unschöne Ereignis überlebt, haben das Leben wieder aufgenommen und es geschafft, trotz dessen glücklich zu werden. Wieso solltest du das dann nicht auch können? Du bist nicht anders als der Rest der Menschen, die ein Beziehungsende verkraftet haben.

Trotz der unglücklichen Situation, die wir erleben müssen, ist der einzige Weg, der uns bleibt, weiterzuleben und dich dafür als Phönix aus der Asche zu betrachten, der die Fähigkeit besitzt, aufzuerstehen und der verzweifelten Opferrolle Lebewohl zu sagen.

Schätze, was du hast

Der Partner ist nicht alles. In unserem Leben gibt es noch viele weitere wichtige Elemente: die Gesundheit, Arbeit, Familie, Freizeit, Freunde, Hobbys, etc. Wieso sollten wir uns ausschließlich auf das konzentrieren, was wir verloren haben? Am besten ist es, wenn wir uns so nehmen, wie wir sind, und all das schätzen, was wir haben.

Jeden Tag solltest du auf einem Blatt Papier aufschreiben, wie dankbar du für all das bist, das du besitzt. Dir wird auffallen, dass du in vielen Bereichen deines Lebens eigentlich mehr als du brauchst hast und dass der Partner nur ein weiterer Lebensbereich ist, der funktioniert, wenn er funktionieren soll, ohne dass wir das erzwingen.

Du brauchst keinen Partner für dein Glück

Der Mensch braucht entgegengesetzt der allgemeinen Annahme nur sehr wenig, um glücklich zu sein. Franz von Assisi sagte einst: „Ich brauche jeden Tag weniger Sachen und die wenigen, die ich brauche, brauche ich nur selten.“  Niemand braucht einen Partner, um glücklich zu sein und noch weniger jemand ganz speziellen.

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt sind allein und sind dennoch erfüllt und glücklich. Immer wenn wir etwas Wertvolles für uns und unser Umfeldtun können, sollten wir uns erfüllt fühlen und den Sinn des Lebens sehen.

Einen Partner sollte man ganz frei auswählen und nicht aufgrund dessen, dass wir eine Leere in unserem Inneren verspüren, die wir nicht anders zu füllen wissen. Falls wir das tun, können wir das nicht als wahre Liebe betrachten und im Laufe der Zeit wird es wahrscheinlich, dass die Beziehung irgendwann nicht mehr funktioniert.

Wenn du schon vor einiger Zeit ein Beziehungsende erlebt und die Trauer noch nicht abgeschlossen hast, dann solltest du dich selbst dazu animieren, diese 5 Schritte zu befolgen, um dir zu erlauben, nach vorn zu gehen. Wenn du feststellst, dass sich deine Situation bessert, erfreue dich an den kleinen Erfolgen. Vor allem solltest du an deinem Weg festhalten. Sich selbst zu helfen, kostet Kraft, aber am Ende ist es es wert.

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