Test: Kann ich mich glücklich schätzen?

11. Februar 2016 en Emotionen 131 Geteilt

„Das Leben zu akzeptieren, so wie es ist, wird dich von der Angst vor dem Scheitern und von perfektionistischen Erwartungen befreien.“

Tal Ben-Shahar, Professor an der Harvard University, Massachusetts, USA

Oft befinden wir uns in einer Was habe ich wieder für ein Pech“-Phase und bleiben in dieser Lage. Wir ertränken uns in einem Glas Wasser. Jede kleine Widrigkeit wird für uns zum Drama und am Ende nerven wir nur alle anderen.

Wir reden nur von unseren Problemen und konzentrieren unsere gesamte Aufmerksamkeit darauf, nicht um uns selbst zu überwinden, sondern um uns in einer Art Masochismus neu zu erfinden, der Abhängigkeit erzeugt. Und selbst wenn wir jemanden neben uns haben, dem es viel schlechter geht als uns selbst, sind wir nicht in der Lage, uns von unserem inneren schwarzen Loch loszumachen.

Deshalb würde es uns nicht schlecht tun, ein bisschen darüber nachzudenken, was im Leben wirklich wichtig ist und ob wir wirklich so vom Pech verfolgt sind, wie wir denken. Warum machen wir nicht einen kleinen Test und sehen, ob wir so viel Unglück haben wie wir glauben?

Es ist wichtiger, sich glücklich zu fühlen als glücklich zu sein

Es gibt Menschen, die  in der Lage sind, sich mit kleinen Dingen glücklich zu machen und sich ihrem Leben gegenüber dankbar zu fühlen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, bei denen alles gut läuft, die sich aber trotzdem beschweren. Deshalb müssen wir unsere Haltung ändern, wenn wir zu der zweiten Personengruppe gehören.

Denn es lohnt sich nicht, zu denken „Wir haben das meiste Pech auf diesem Planeten!“.  Damit fügen wir uns nur Leid zu und leben unglücklich. Und warum? Warum haben wir diese Haltung, die nur in unserem Kopf real ist?

Daher müssen wir viele Dinge überdenken, bevor wir den unheilvollen Satz aussprechen „Was für ein Pech ich habe!“.  Stell dir also diese Fragen:

  1. Hast  du gestern Hunger gelitten?
  2. Hast du Zugang zu ärztlicher Versorgung?
  3. Kannst du in einem Bett und unter einem Dach schlafen?
  4. Lebst du in einem Dorf, einer Stadt oder einem Land, in dem du dich beschützt fühlst?
  5. Hast du zumindest eine Person, die dir eine Umarmung, einen Kuss oder einen Ratschlag geben kann?
  6. Bist du heute gesund?
  7. Hast du genügend Geld, um es zu verschwenden?
  8. Wenn dir zuhause etwas passiert, du zum Beispiel krank wirst, hast du jemanden, bei dem du dich melden kannst, einen Angehörigen oder Nachbarn?
  9. Kannst du Musik hören oder ein Buch lesen?

Eine Studie der Universität von Harvard gibt uns 6 Schlüssel, um glücklich zu sein

Tal Ben-Shahar ist Professor für positive Psychologie an der Universität Harvard (Massachusetts, USA). Dies ist eine weltweit anerkannte Strömung, die sich selbst als die „Wissenschaft des Glücks“ definiert. Gemäß deren Ideen kann man das Glück genauso erlernen wie Skifahren oder Golf. Es braucht also Training. Hier sind seine Ratschläge:

1. Vergib deine Fehler, auch die mentalen.

2. Sei dankbar für alles Gute, was dir passiert.

3. Treibe Sport und wecke die Glücksendorphine. Bei nur 30 Minuten entspanntem Spazierengehen werden diese Hormone ausgeschüttet.

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4. Mache dir das Leben nicht unnötig schwer, weder die Arbeit, noch die Freizeit. Wenn man eine Pause braucht, braucht man eine Pause. Punkt.

5. Meditiere. Auch wenn es etwas Arbeit fordert, versuche jeden Tag, deine Augen zu schließen, tief zu atmen und an nichts zu denken. Dies hilft, sich von negativen Gedanken zu befreien.

6. Trainiere deine Widerstandkraft. Das ist die Fähigkeit, sich widrigen Situationen zu stellen und sogar noch stärker aus der Situation herauszugehen.

Welche weiteren Ratschläge können wir dir geben, damit du dich glücklich fühlst?

1. Behalte diesen Test im Kopf. Er wird dir helfen, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben.

2. Jeden Tag, wenn du aufstehst, denke daran, dass du stehen, atmen, sehen, hören kannst. Und sei dankbar dafür.

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3. Besuche ein Krankenhaus. Wenn du heute gesund und munter bist, gehe in ein Krankenhaus und achte auf all die Menschen jeden Alters, junge und alte, die bettlägerig in einem hässlichen Krankenbett liegen und voller Langeweile oder Schmerz die Decke ansehen.

4.Freu dich über die kleinen Dinge. Freue dich über das Lächeln eines Kindes, sei glücklich, wenn du Schokolade isst oder zum Strand gehen kannst.

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