Die Wissenschaft bestätigt: Bewegung macht glücklicher als Geld!

Wusstest du, dass Sport glücklicher machen kann als Geld? Das geht aus einer Studie der Universitäten Yale und Oxford hervor. Erfahre heute mehr darüber!
Die Wissenschaft bestätigt: Bewegung macht glücklicher als Geld!

Letzte Aktualisierung: 07. September 2021

Bewegung und Wohlbefinden: Wie hängen sie zusammen? Glaubst du, dass Sport dich glücklich macht? Was macht dich wohl glücklicher, Bewegung oder Geld?

Forscher der Universitäten Yale und Oxford haben versucht, diese Frage in einer Querschnittsstudie mit einer Stichprobe von 1,2 Millionen amerikanischen Teilnehmern zu analysieren. Die Untersuchung ergab, dass sich regelmäßiger Sport positiver auf die Gesundheit auswirkt als eine vorteilhafte finanzielle Position. Erfahre mehr über diese interessante Studie!

Bewegung macht glücklicher als Geld!

Sport macht glücklicher als Geld, so eine Studie, die von Forschern der Universitäten Yale und Oxford durchgeführt und in The Lancet Psychiatry veröffentlicht wurde. An der Studie, die die psychische Gesundheit der Teilnehmer zwischen 2011 und 2015 analysierte, nahmen mehr als eine Million Amerikaner teil.

Konkret ging es darum, den Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und körperlicher Bewegung zu untersuchen. In der Studie notierten sich die Teilnehmer, wie oft sie sich im Zeitraum von einem Monat wegen Stress, emotionalen Problemen usw. schlecht fühlen. Und was fanden das Forscherteam heraus?

Menschen, die regelmäßig Sport treiben, haben deutlich weniger schlechte Momente als jene, die keine Bewegung haben. Außerdem fühlten sich diese Menschen glücklicher als diejenigen, die über ein höheres Einkommen verfügten, aber keinen Sport trieben.

Eine weitere Tatsache: Die Studienergebnisse verraten, dass das Glücksniveau nicht proportional zu der sportlich aktiven Zeit ist, auch wenn Bewegung die psychische Gesundheit positiv beeinflusst.

Die Wissenschaft bestätigt: Bewegung macht glücklicher als Geld!

Macht jede Bewegung gleich glücklich?

Die Forscher kamen auch zu anderen Schlussfolgerungen: Je nach Sportart sind die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit unterschiedlich. Bei beliebten Mannschaftssportarten oder solchen, bei denen soziale Kontakte erforderlich sind, ist die Wirkung sogar noch größer.

Nach Mannschaftssportarten fördern Radfahren, aerobe Aktivitäten und Aktivitäten im Fitnessstudio das Wohlbefinden am meisten.

Glück und Geld

Die Forscher verglichen auch das Wohlbefinden der Teilnehmer in Abhängigkeit von ihrem Einkommen. Sie kamen zu folgendem Ergebnis: Körperlich aktive Menschen fühlen sich genauso wohl wie diejenigen, die keinen Sport treiben, aber 25.000 Dollar mehr im Jahr verdienen (das entspricht 22.000 Euro).

Du siehst also, dass der Zusammenhang zwischen Geld, körperlicher Bewegung und Wohlbefinden alles andere als linear ist.

Moderate Bewegung und Wohlbefinden

Eine weitere Schlussfolgerung des Forschteams lautet: Sport ist gut für unsere geistige Gesundheit und bietet uns eine gute Dosis an Glück und Wohlbefinden, aber er muss in Maßen betrieben werden. Übermäßiger Sport wäre kontraproduktiv.

Das zeigen die Ergebnisse: Teilnehmer, die sich zu viel körperlich betätigten (mehr als empfohlen), waren genauso unglücklich wie diejenigen, die keinen Sport trieben. Und laut der Studie wäre es für unsere geistige Gesundheit “ideal”, 3 bis 5 Mal pro Woche Sport zu treiben (mit Einheiten zwischen 30 und 60 Minuten).

In dieselbe Richtung geht eine andere Studie unter der Leitung von Bastien Blain, die im Wissenschaftsmagazin Aktuelle Biologie im Jahr 2019 veröffentlicht wurde: Sie kommt zu dem Schluss, dass übermäßige körperliche Betätigung zu einer ähnlichen kognitiven Ermüdung führt wie übermäßige geistige Arbeit.

Bewegung und emotionale Vorteile

Bewegung und Wohlbefinden gehen Hand in Hand. Aber wie profitierst du von Sport auf emotionaler Ebene? Zu den großen Vorteilen, die Sport für die emotionale Gesundheit mit sich bringt, gehören folgende:

  • Er verhindert und reduziert Ängste und Stress,
  • wirkt entspannend,
  • stärkt das Selbstwertgefühl,
  • fördert Routine und Organisation,
  • hilft indirekt, kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis zu verbessern,
  • verbessert die Disziplin und hilft, Herausforderungen besser zu meistern.

Vergiss nicht, dass du beim Sport Endorphine, Neurotransmitter, Hormone und verschiedene Chemikalien freisetzt, die einen Zustand der Entspannung und des Wohlbefindens herbeiführen.

Deshalb ist Sport so nützlich, um Angstzuständen und Stress vorzubeugen (und sie zu bekämpfen). Er hilft auch, die für Depressionen typischen apathischen Zustände zu bekämpfen, denn Sport aktiviert körperlich und geistig.

Bewegung tut gut!

Sport hilft, abzuschalten

Unabhängig davon, ob Sport mehr oder weniger Befriedigung oder Wohlbefinden bringt als Geld, ist es unbestreitbar, dass Bewegung hilft, abzuschalten und deshalb die körperliche und geistige Gesundheit fördert.

Wenn du dich also nervös, übermäßig gestresst oder apathisch fühlst, ist Bewegung eine ausgezeichnete Möglichkeit, dein Wohlbefinden zu fördern. Oft reicht bereits ein zügiger Spaziergang einmal in der Woche, um abzuschalten und Ausgleich zu finden.

„Ein Athlet kann nicht mit Geld in seinen Taschen laufen. Er muss mit Hoffnung in seinem Herzen und Träumen in seinem Kopf laufen.“

Emil Zapotek

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  • Blain, B. et al. (2019). Neuro-computational Impact of Physical Training Overload on Economic Decision-Making. Current Biology, 29(19): 3289-3297. DOI:https://doi.org/10.1016/j.cub.2019.08.054
  • Chekroud, S. et al. (2018). Association between physical exercise and mental health in 1·2 million individuals in the USA between 2011 and 2015: a cross-sectional study. The Lancet Psychiatry, 5(9): 739-746.